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Dahme-Spreewald Außenbereich wird zum Hindernis
Lokales Dahme-Spreewald Außenbereich wird zum Hindernis
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12:47 19.01.2016
Peter Schober auf der Wilhelm-Pieck-Straße in Brusendorf zwischen seinem Grundstück rechts und der Einfamilienhausbebauung links. Quelle: Andrea Müller
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Brusendorf

Peter Schober ist Unternehmer und möchte seine Firma weiter ausbauen. Deswegen hat er in der Wilhelm-Pieck-Straße in Brusendorf-Boddinsfelde ein Grundstück erworben. Ob er aber darauf wirklich bauen darf, ist fraglich. Der Grund: Das Gehöft liegt im Außenbereich. Dort ist Bauen absolut tabu.

„Ich verstehe das alles nicht“, so Schober. Das Grundstück sei doch nicht irgendwo, sondern gegenüber einer Reihe von Einfamilienhäusern. Der Busendorfer Unternehmer betreibt im Ort eine Firma mit derzeit zehn Mitarbeitern. Sie beschäftigt sich mit regenerativen Ideen, dem Beheizen und Kühlen von Gebäuden. Unter anderem arbeitet er für die Charité in Berlin an einem Projekt, dass das Kühlen von Patientenzimmern ohne Geräusche und Zugluft ermöglicht.

„Wir platzen auf dem Firmengelände aus allen Nähten“, erklärt er. Deshalb sei er auf das Grundstück in der Wilhelm-Pieck-Straße 1 aufmerksam geworden. Der Vorbesitzer habe sogar einen positiven Bauvorbescheid vom Landkreis Dahme-Spreewald gehabt. Dieser hatte aber keine Gültigkeit mehr, denn die läuft nach vier Jahren ab. „Ich bin dann selbst zum Bauamt gefahren“, erinnert sich Schober. Das sei im März des vergangenen Jahres gewesen. Dort habe man ihn gar nicht anhören wollen, da sich das Gehöft im Außenbereich befinde. Einige Wochen später versuchte es Schober noch einmal gemeinsam mit Frank Kausch, der für die SPD in der Mittenwalder Stadtverordnetenversammlung sitzt und in der gleichen Straße wohnt.

„Bei dem Gebäude handelt es sich um das alte Meisterhaus“, weiß Kausch. Es sei als erstes Haus an dem Flecken Erde in Boddinsfelde errichtet worden und habe zu der ehemaligen Ziegelbrennerei gehört, die es vor hundert Jahren gegeben habe. „Es war das erste Haus im Ort. Erst später kamen die anderen Häuser nach dem Krieg dazu“, so Kausch und fragt: „Soll das historische Haus in sich zusammen fallen, bevor war passiert?“ Doch wieder habe man im Amt nicht zuhören wollen. „Da ist alles grün“, habe man ihnen gesagt und sie wieder nach Hause geschickt.

Schließlich kam man in Mittenwalde auf die Idee, eine Außenbereichssatzung aufzustellen. Sie wurde Ende Dezember von den Stadtverordneten beschlossen und soll Schober ermöglichen, zu verwirklichen, was er vor hat. Entstehen sollen ein Firmen-Büro, Lagerflächen sowie drei Wohnungen.

Von den Trägern öffentlicher Belange kamen wegen der Außenbereichsatzung wenig Einwände. Nur der Landkreis hat dagegen interveniert. Auf Anfrage der MAZ lenkte die Chefin der Bauaufsicht, Kirsten Globig, ein mit dem Hinweis, Schober sollte sein Vorhaben anpassen. „Gegen eine Wohnbebauung ist nichts einzuwenden“, sagte sie. Aber die Vorschriften eines Kleingewerbes seien einzuhalten. „Herr Schober kann zu mir kommen, dann sprechen wir alles durch“, bot Globig an.

Von Andrea Müller

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