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Ausstellung mit Gänsehautgarantie

Eichwalde Ausstellung mit Gänsehautgarantie

In der Alten Feuerwache Eichwalde ist derzeit eine Retrospektive zu den Spukserien des Berliner Regisseurs Günter Meyer zu sehen. Meyer dankte bei der Vernissage der Kuratorin Malin Winter, die mit „viel Sachverstand und Engagement“ gearbeitet habe.

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Kuratorin Malin Winter bedankte sich bei Regisseur Günter Meyer und Komponist Thomas Natschinski (v.l.).

Quelle: Heidrun Voigt

Eichwalde. Die Ausstellung, die in diesen Tagen in der Alten Feuerwache Eichwalde eröffnet wurde, ist definitiv nichts für Angsthasen. Schon die Eingangstür hatte sich warnend in einen „Höllenschlund“ verwandelt. Unter dem Titel „Der Spuk geht weiter“ widmet sich eine Retrospektive dem Werk eines der bekanntesten Kinderfilm-Regisseure der DDR, Günter Meyer. Im Mittelpunkt steht seine Spuk-Reihe, die von 1979 bis 1987 über den Bildschirm flimmerte: „Spuk unterm Riesenrad“, „Spuk im Hochhaus“ und „Spuk von draußen“.

Die Kulturwissenschaftlerin Malin Winter hat im Auftrag des gemeinnützigen Vereins „Kind & Kegel“ eine interessante Schau auf die Beine gestellt. Neben bisher unveröffentlichten Set-Fotografien aus den Beständen des Regisseurs, werden Produktionsskizzen, Baupläne, Kopien von Drehbuchseiten und Requisiten gezeigt. Dazu gehören beispielsweise der Kopf des obskurianischen Roboters RO-101 und der Schlüssel für eine geheimnisvolle Truhe. Das Geschehen vor und hinter der Kamera können die Besucher anhand vieler Fotografien verfolgen. Auf einem original DDR-Fernseher laufen zudem die Spukfilme in Schwarz-Weiß.

Meyer erzählte Anekdoten

Günter Meyer dankte bei der Vernissage der Kuratorin, die mit „viel Sachverstand und Engagement“ gearbeitet habe. Er erzählte den Besuchern Anekdoten, die sich während der Filmaufnahmen ereignet hatten. „Rumpis Glühfinger (Zwerg aus Spuk unter Riesenrad) war aus einem Plastematerial, das zwei Stunden in der Maske trocknen musste, deshalb musste Siegfried Seibt immer früher als die anderen kommen“, verriet Meyer unter anderem. Thomas Natschinski, der die Musik und das Tondesign zu den Filmen komponiert hat, versetzte das Publikum mit seinen musikalischen Einlagen bravourös in die Zeit zurück.

Die Kuratorin verwies darauf, dass die Ausstellung durch ein Begleitprogramm sowie Workshops komplettiert werde. „Eine Modellklasse wird sich nach der Sicht einiger Stop-Motion Sequenzen der Filme selbst an Szenen dieser Art versuchen und auch eine Kindercasting mit dem Regisseur machen. Schulklassen können einen ausstellungsbegleitenden Workshop auf Anfrage buchen“, so Malin Winter.

„Redezeit“ am 19. Oktober

Weiterführende Informationen gibt das 40 Seiten starke Begleitheft zur Ausstellung. Es enthält unter anderem ein ausführliches Interview mit dem Regisseur. Am 19. Oktober wird Günter Meyer übrigens in der Feuerwache eine „Redezeit“ bestreiten und aus dem „Filmkästchen“ plaudern.

Die Ausstellung ist bis zum 22. Oktober zu sehen – immer Freitag bis Sonntag von 15 bis 17 Uhr, www.kind-kegel.eichwalde-netz.de

Von Heidrun Voigt

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