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Ausstellung zur Mauer in Schönefeld eröffnet

25 Jahre Deutsche Einheit Ausstellung zur Mauer in Schönefeld eröffnet

Am Sonntag hat Schönefelds Bürgermeister Udo Haase eine Wanderausstellung zur Mauer in Schönefeld eröffnet. Sie gastiert zunächst im Rathaus und soll danach in Schulen des Landkreises gezeigt werden. Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv und einem großen Einrichtungszentrum aus Waltersdorf entstanden.

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Das Mauerdenkmal vor dem Schönefelder Rathaus.

Quelle: Christian Dederke

Schönefeld. Anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit eröffnete Schönefelds Bürgermeister Udo Haase am Sonntag die Ausstellung „Schönefeld und die Mauer“ im Rathaus. Die Mauer spielte aufgrund ihrer Präsenz im Straßenbild eine wichtige Rolle in der Geschichte Schönefelds. Entstanden ist die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Bundesarchiv und einem Waltersdorfer Einrichtungszentrum. „Die Ausstellung macht Geschichte greifbar“, sagt Petra Rauschenbach, Abteilungsleiterin der Abteilung DDR im Bundesarchiv, und ergänzt: „Sie zeigt Ereignisse, Entwicklungen und Auswirkungen der Mauer im lokalen Bereich.“

„Schönefeld und die Mauer“ ist als Wanderausstellung konzipiert und wird bald in Schulen im Kreis gezeigt. Ziel ist, Kindern einen Einblick in die Vergangenheit zu geben. „Wir wollen die Zeit auch ins Bewusstsein der Menschen zurückholen, die sie erlebt haben“, sagte Landrat Stephan Loge.

Nach der Eröffnung wurde ein vom Waltersdorfer Künstler Wolfgang Reineck geschaffenes Mauerdenkmal vor dem Rathaus enthüllt. Der Künstler hat ein Mauerstück mit einer freudigen Szene der Grenzöffnung verziert. Reineck selbst musste wegen versuchter Republikflucht vier Monate in einem DDR-Gefängnis absitzen. „Dieses Mauerteil soll jetzt als Zeichen der Freude dienen, die man am 9. November 1989 gespürt hat“, erzählt der Künstler. Bekommen hat er es von Klaus und Angelika Messinger aus Kleinziethen. Messinger hatte bei der Abtragung der Mauer drei Stücke bekommen. „Zwei Teile liegen jetzt noch auf meinen Hof“, sagt Klaus Messinger.

„Wir müssen jeden Tag darüber reden, was Flucht bedeutet. Deutschland ist ein Willkommensland“, sagte Landrat Loge bei der Eröffnung. Das ist auch in dem Spruch auf dem Mauerdenkmal verewigt. „Meide alles, was die Menschen trennt und tu alles, was sie eint.“ Das Zitat stammt von Leo Tolstoi.

Von Christian Dederke

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