Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Autohandel im Königspark noch nicht erlaubt
Lokales Dahme-Spreewald Autohandel im Königspark noch nicht erlaubt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:33 15.04.2018
Gebrauchtwagen-Handel im Königspark in Königs Wusterhausen. Die Fläche gehört Mc Parking. Quelle: Frank Pawkowski
Anzeige
Königs Wusterhausen

Der neue Gebrauchtwagen-Handel im Königspark erregt die Gemüter. Im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss in Königs Wusterhausen war bekannt geworden, dass es dafür gar keine Baugenehmigung gibt. Laut Stadtplanerin Kerstin Koffke würde der Landkreis deshalb „mit Polizei und Zoll“ tätig werden, sprich: die Räumung veranlassen. Das scheint immer noch möglich. Doch Architekt Tassilo Soltkahn, der den Handelsplatz für den Grundstückseigentümer Mc Parking plante, pocht auf die Nutzung der Fläche.

Autohändler haben kleine Flächen gepachtet

Auf dem Gelände direkt gegenüber des leeren Mc-Parking-Parkplatzes, der schon vor Jahren für den BER-Flughafen errichtet wurde, stehen inzwischen hunderte Gebrauchtwagen, außerdem einige Büro-Container. Mehrere Autohändler haben kleine Flächen gepachtet. Einer von ihnen sagte der MAZ, sein Pachtvertrag laufe über fünf Jahre. Firmenschilder sind noch nicht zu sehen. Sie sollen angebracht werden, sobald die Container bezugsfertig sind, sagte der Händler. Landrat Stephan Loge (SPD) bestätigte

Landrat Stephan Loge (SPD). Quelle: Gerlinde Irmscher

am Dienstag, dass es „für die gegenwärtige Nutzung“ keine Baugenehmigung gibt. „Deshalb läuft ein bauordnungsrechtliches Verfahren“, sagte er. Eine Räumung oder Geldstrafen sind mögliche Sanktionen. Allerdings bearbeite der Kreis zugleich einen Bauantrag für den Handelsplatz, die Stadt müsse noch eine Stellungnahme abgeben. „Wir entscheiden selten gegen sie“, sagte der Landrat.

Die Stadt will im Königspark keine Autohändler

Stadtplanerin Kerstin Koffke hatte im Ausschuss deutlich gemacht, dass die Stadtverwaltung die Autohändler im Königspark nicht haben will. „Wir wollen Handelsflächen dort generell ausschließen und nur eine gewerbliche Entwicklung zulassen“, sagte sie. Deshalb soll der Bebauungsplan von 1992

Stadtplanerin Kerstin Koffke. Quelle: Franziska Mohr

nun geändert werden. Der Ausschuss stimmte dem zu, die SVV entscheidet Ende Februar darüber. Ausschussvorsitzender Reinhard Wenzel (SPD) sagte: „Ein Gebrauchtwagen-Handel ist nicht das passende Intro für unsere Stadt.“

Architekt spricht von zumutbarer Interimslösung

Ganz anders sieht Architekt Tassillo Soltkahn die Lage, er spricht für den Eigentümer. Der aktuelle Bebauungsplan verbiete die Nutzung der Flächen

Der Mc Parking-Parkplatz im Königspark steht weiter leer. Er wurde vor Jahren für Fluggäste des BER gebaut., der immer noch nicht eröffnet ist. Quelle: Frank Pawkowski

nicht, so der Rangsdorfer. Soltkahn findet es berechtigt, dass der Eigentümer seine Flächen wirtschaftlich verwertet, bis endlich der Schönefelder BER-Flughafen eröffnet wird. „Das ist eine zumutbare Interimslösung.“ Nach seinen Angaben wurde der Bauantrag vor vier Monaten eingereicht. „Er ist längst entscheidungsreif.“

Der Verkauf läuft bereits

Widersprüchliche Aussagen gibt es dazu, was auf dem Platz derzeit passiert. Laut dem Händler läuft der Verkauf bereits, es gibt Öffnungszeiten, Kunden schauen sich um. Soltkahn sagte aber: „Solange es keine Genehmigung vom Kreis gibt, wird dort kein Handel betrieben.“ Die Fahrzeuge dürften aber auf den Flächen abgestellt werden.

Weitere Autohandel in der Region geplant

Im benachbarten Wildauer Gewerbegebiet entsteht ebenfalls ein großer

An dieser Stelle im benachbarten Wildauer Gewerbegebiet ist ebenfalls ein Autohandel geplant. Quelle: Frank Pawkowski

Autohandel. Für das Niederlehmer Industriegebiet Liepnitzenberg laufen laut Stadtverwaltung derzeit Baugenehmigungsverfahren für einen Auktionshandel mit Gebrauchtwagen auf einer sieben Hektar großen Fläche sowie für einen Gebrauchtwagen-Handel.

Von Frank Pawlowski

Das Amt Schenkenländchen sucht neue Betreiber für einen Teil des Trink- und Abwassernetzes im Amtsgebiet. Ziel ist es, die Zahl der Betreiber in dem Zuge zu reduzieren. Die Ausschreibung wird derzeit auf den Weg gebracht.

10.02.2018
Dahme-Spreewald Subsidiär Geschützte - Debatte zum Familiennachzug

Die geplante Begrenzung beim Familiennachzug sorgt bei vielen Beteiligten in der Flüchtlingsarbeit der Region für Unmut. Die im Gesetzesentwurf festgelegte Obergrenze von 1000 Familienmitgliedern pro Monat sei „nur ein Tropfen auf den heißen Stein“.

07.02.2018

Gleich zwei berauschte Autofahrer sind Polizisten in Königs Wusterhausen ins Netz gegangen. Bei beiden Männern reagierten Drogentests auf Amphetamine, bei einem zusätzlich auf Kokain.

06.02.2018
Anzeige