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Bahnschranken bremsen den Autoverkehr aus

Bahnverkehr Bahnschranken bremsen den Autoverkehr aus

Zu langen Staus kam es am Montag zwischen Königs Wusterhausen und Bestensee. Grund waren mehrere Störungen der Bahnschranken. Sie öffneten sich über die Mittagszeit nicht mehr. Auch der Umweg über die Ortsmitte von Bestensee brachte nichts. Denn die Schranke hier war ebenfalls gestört. Die Deutsche Bahn veranlasste sofort die Reparatur.

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Fußgänger queren den Bahnübergang bei geschlossenen Schranken.

Quelle: A.M.

Bestensee. Zu einem kilometerlangen Stau kam es am Montag in Zeesen und Bestensee. Der Grund: An den Bahnschranken zwischen Königs Wusterhausen und Körbiskrug sowie in Bestensee waren die Bahnschranken von 11.45 Uhr bis 14 Uhr technisch gestört und öffneten sich nicht mehr. An der Schranke zwischen Königs Wusterhausen und Bestensee versuchten viele Autofahrer, die geschlossene Bahnschranke durch den Umweg nach Bestensee zu überwinden. Doch auch hier war alles dicht.

Störung auch in Groß Köris

Schon am Wochenende war es zu Störungen der Schranke in Groß Köris gekommen. In diesem Fall wichen viele Pkw-Fahrer über die Autobahn aus.

Mittendrin im Stau stand am Montag auch der Bestenseer Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos). Er hatte aber Glück und musste nicht so lange warten wie andere Autofahrer. Auch eine Hochzeitsgesellschaft war von der Schrankenstörung in Bestensee betroffen. Sie nahm von der Kirche in Bestensee die Abkürzung über die Dorfaue und landete damit hundert Meter weiter vorn im Stau.

Stau, Stau, Stau hieß es am Montag von 1145 bis 14 Uhr an den Schranken in Zeesen und Bestensee

Stau, Stau, Stau hieß es am Montag von 11.45 bis 14 Uhr an den Schranken in Zeesen und Bestensee. Sie öffneten sich nicht mehr.

Quelle: Andrea Müller

Bahnsprecher Holger Auferkamp bestätigte die Bahnstörung am Montag. Es seien aber sofort zwei Techniker hinaus geschickt worden, um das Problem zu beseitigen.

Allerdings hatten viele Fußgänger, Rad- und Motorradfahrer nicht so viel Geduld, um bis zur Reparatur zu warten. Nach kurzer Wartezeit gingen sie über den geschlossenen Bahnübergang – darunter befand sich auch ein Erwachsener in Begleitung eines Kindes.

Petition gestartet

Bei einem ähnlichen Fall in Thüringen waren vor kurzem Menschen schwer verunglückt. Die Thüringer Bahn-Initiative startete deswegen eine Petition, mit deren Hilfe Bahnübergänge deutschlandweit besser geschützt werden sollen. So sollen Halbschranken – wie sie auch in Zeesen, Bestensee oder Groß Köris vorhanden sind – durch Vollschranken ersetzt werden. Vor allem Andreaskreuze seien nicht ausreichend und sollten grundsätzlich durch Lichtsignale und Vollschranke ersetzt werden. Gefordert wird auch eine Lichtschranke für Züge. Diese dient dazu, Zugführer zu warnen, sollte ein Auto auf dem Bahnübergang stecken bleiben. Insgesamt wird darauf gedrungen zu prüfen, ob Bahnübergänge grundsätzlich noch zeitgemäß sind oder besser durch Tunnel oder Überführungen ersetzt werden sollten.

Regeln einhalten

All das ist jedoch Zukunftsmusik. Derzeit gilt es, die Verkehrsregeln zu beachten. Steffen Streu, Sprecher des Brandenburger Verkehrsministeriums: „Wir erwarten, dass man sich an die Regeln hält und den geschlossenen Bahnübergang nicht überquert.“ Jeder müsse sich im Klaren sein, wie gefährlich das ist. Es kämen immer wieder Menschen dabei zu Schaden. Man sollte stehen bleiben oder umkehren. „Im Zweifel sollte die Polizei gerufen werden“, so Streu.

Von Andrea Müller

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