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Dahme-Spreewald Bald blüht alles in Gelb und Weiß
Lokales Dahme-Spreewald Bald blüht alles in Gelb und Weiß
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10:12 08.03.2016
Doris Sielaff, Karsten Prüfer und Alexander Kunze (v.l.) pflanzen in der Puschkinstraße in Zeesen derzeit 82 Winterlinden. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Noch strömt der Boden nicht diesen herrlichen Duft des Frühjahrs aus. Dennoch zeigen sich an den Straßen, Plätzen und Gärten schon die ersten Vorboten des Frühlings. Für den Grünexperten Thomas Neuendorf in der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen aber haben die Vorbereitungen dafür bereits vor Monaten begonnen. Schon im Herbst steckte ein holländisches Unternehmen im Stadtgebiet mehr als 80 000 Krokusse und 8000 Narzissen, nachdem es bei einer öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten hatte.

Die Dahmeländer können die meist weißen und gelben Frühblüher demnächst unter anderem am Kreisverkehr am Tunnel oder am Schlossplatz bewundern. Auch auf dem Bahnhofsvorplatz blüht es alljährlich in den unterschiedlichsten Farben. „Ich finde, die Stadt gibt sich seit Jahren mit den Blumen viel Mühe“, lobte am Wochenende Bettina Sawindy, während sie auf den Stadtbus wartete. Bedauerlich sei allerdings, dass einige Bürger die Blumenbeete als Aschenbecher missbrauchen. Ein Umstand, der auch die Senziger Marika und Jörg Gleisner ärgert, die zu einer kleinen Radtour aufbrachen.

Als Eingangstor für die Stadt Königs Wusterhausen werden vor allem Stiefmütterchen das große Beet am Berliner Berg zieren. Auf Neuendorfs Fahrplan für das Frühjahr steht im Stadtgebiet auch das Anpflanzen von 80 Bäumen und zahlreichen Sträuchern wie Kreuzdorn oder Holunder. Die Stadt lässt sich die Blumenzwiebeln sowie die frischen Bäume und Sträucher mehr als 50 000 Euro kosten. Nachpflanzungen aufgrund von Straßenarbeiten wie derzeit in der Puschkinstraße in Zeesen sind darin noch gar nicht enthalten. Die Mitarbeiter um Karsten Prüfer vom gleichnamigen Gartenbaubetrieb in Calau setzen in dieser Erschließungsstraße für den Steinberg jetzt 82 Winterlinden, die nach Angaben des Betriebes schon zehn bis zwölf Jahre alt sind. Der in dieser Straße vor einigen Jahren gepflanzte Rotdorn hat sich auf dem kargen Boden nicht bewährt. „Die Winterlinde ist ortstypisch und hat sich an Straßen als robust erwiesen“, begründet Neuendorf die Wahl der Baumart. Die Kosten für jeden dieser nach dem Straßenausbau gepflanzten Bäume beziffert er auf 300 bis 350 Euro. Die Verträge der Stadt mit den Gartenbaubetrieben beinhalten dabei grundsätzlich eine dreijährige Entwicklungspflege. Geht ein Baum in dieser Zeit ein oder vertrocknet, so ist das Pflanzunternehmen verpflichtet, für Ersatz zu sorgen.

Das Vorgehen einiger weniger Bürger treibt Thomas Neuendorf allerdings Zornesfalten auf die Stirn. „Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass einige Anwohner einen im öffentlichen Bereich stehenden Baum einfach absägen oder unsachgemäß die Triebspitzen der Sträucher rausschneiden“, sagt er. So geschehen in Zeesen. Insgesamt weist die grüne Stadt mit ihren Ortsteilen mehr als 14 000 Bäume an öffentlichen Straßen sowie 3120 auf Schulhöfen, in Kitas, an Badestellen oder auf Friedhöfen aus. Die öffentliche Baumpflege kostet die Stadt jährlich gut 200 000 Euro.

Von Franziska Mohr

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