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Dahme-Spreewald Bau einer Doppel-Sporthalle empfohlen
Lokales Dahme-Spreewald Bau einer Doppel-Sporthalle empfohlen
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15:25 30.06.2016
Das Otto-Franke-Stadion ist die Heimat der Fußballer. Quelle: Franziska Mohr
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Wildau

Die Stadt Wildau muss ihre Sportstätten erweitern. Das ist bei den Abgeordneten des Stadtparlaments unstrittig. Der Handlungsdruck hat sich mit der Nominierung der Wildauer Handballer zum Landesleistungsstützpunkt noch verstärkt.

Dennoch wollen die Abgeordneten die Entscheidung keinesfalls über das Knie brechen. In der aktuellen Diskussion läuteten sie daher am Dienstagabend in diesem Jahr schon die dritte Runde ein. Dazu ermittelte Karina Senftleben vom Königs-Wusterhausener Büro Ahner & Brehm den genauen Bedarf an Sporthallenkapazitäten im Ort. Sie ergänzte damit die schon im Stadtparlament vorgestellten Analysen zur Auslastung der Wildauer Sportstätten sowie zu den möglichen Standorten eines Neubaus. Senftleben kam zu dem Schluss, dass die zehn Sportvereine im Ort zusätzliche Hallenkapazitäten für wöchentlich insgesamt 107 Trainingsstunden benötigen. Das würde bedeuten, dass bei einer wöchentlichen Nutzungsdauer von 30 Stunden durch die Vereine (montags bis freitags von 16 bis 22 Uhr) in Wildau mindestens drei weitere Sporthallen gebaut werden müssten. Das allerdings erscheint von den Bau- als auch den Unterhaltungskosten kaum finanzierbar.

Das Büro Ahner & Brehm lenkte daher den Fokus verstärkt auf die Fußballer von Phönix Wildau, deren Hallenbedarf sich auf die Wintermonate beschränkt. „Wenn es der Kommune gelingt, für die Fußballer witterungsunabhängige Freisportanlagen zu schaffen, reduziert sich der Hallenbedarf bereits um etwa ein Drittel“, sagte Senftleben. Damit würden nicht mehr drei, sondern nur noch zwei Hallen benötigt. Die Planerin schlägt beispielsweise ein Kunstrasen-Kleinspielfeld mit Überdachung vor. Auch Naturrasenspielfelder könnten durch Kunstrasen ersetzt werden. Selbst eine Rasenheizung brachte sie ins Spiel. Anhand aktueller Kostenschätzungen wies Senftleben nach, dass dies zwar auch nicht billig sei, aber längst nicht so preisintensiv wie der Neubau von Sporthallen. Zudem empfahl sie den Bau einer für den Handball wettkampffähigen Zweifachhalle 22 mal 45 Meter und dies in der Nähe der Grundschule in der Fichtestraße. Senftleben begründete dies vor allem damit, dass die dortige Sporthalle mit nur 250 Quadratmetern zu klein sei.

Das Bildungsministerium sieht für eine drei – bis vierzügige Grundschule eine Sporthalle von 968 Quadratmeter vor. Auch bei der bereits vorgelegten Bewertung von acht Sporthallen-Standorten erhielten die Areale unweit der Grundschule am Wildorado sowie am Otto-Franke-Stadion den Vorzug. Ob noch 2016 eine Entscheidung zum Bau einer Sporthalle in Wildau fällt, bleibt abzuwarten.

Von Franziska Mohr

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