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Dahme-Spreewald Wohnstätte in Telz ist fast fertig
Lokales Dahme-Spreewald Wohnstätte in Telz ist fast fertig
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10:31 27.03.2015
Michaela Gruban ist mitverantwortlich für die Leitung der Telzer Wohnstätte. Quelle: Karen Grunow
Telz

Die meisten haben sich schon ihr neues Zimmer ausgesucht. 26 davon gibt es nun in der von der Berliner Stadtmission in Telz betriebenen Wohnstätte für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen. Seit Sommer vergangenen Jahres wird der Komplex in Telz umgebaut und erweitert, sämtliche Bewohnerinnen sind für die Dauer der Bauarbeiten umgezogen in ein Ausweichquartier nach Bestensee. Nun aber ist es bald soweit: Mitte April können sie ihre Kisten packen und nach Hause zurückkehren.

20 Bewohnerinnen gibt es derzeit, einige sind bereits Seniorinnen, manche leben schon seit ihrer Kindheit hier; der zeitweilige Umzug nach Bestensee war für alle eine riesige Herausforderung. Denn sie mussten die rundum vertraute Umgebung verlassen. „Die Frauen sind auch in Bestensee gut integriert“, freut sich Michaela Gruban, die teilweise zuständig ist für die Leitung der Wohnstätte. In ihrer Heimat Telz sind die Frauen ganz selbstverständlich ein Teil des Dorfes. Insofern sind auch die Nachbarn dann herzlich willkommen, wenn am 29. Mai ab 14 Uhr ganz offiziell die Wiedereröffnung gefeiert wird.

Rund 1,35 Millionen Euro steckt die Stadtmission in den Ausbau des Gebäude-Ensembles, dessen ältester Kern etwa 1920 entstanden ist. Die alte, steile Holztreppe jenes Bauteils wurde entfernt, stattdessen wurden neue Treppen und ein Fahrstuhl integriert. Überhaupt ist der gesamte Bau nun barrierefrei, es gibt zusätzliche, teilweise behindertengerechte Bäder, jede der fünf Wohngruppen erhält eine großzügige und neu ausgestattete Küche. Nicht nur konnten die Zimmergrößen nun endlich alle den gesetzlich geforderten Maßen angepasst werden – bisher galten für Telz einige Ausnahmeregelungen. Es wurden auch zusätzliche Unterkünfte geschaffen, sodass es noch Platz für weitere Frauen oder auch Männer gäbe. Möglich wurde der Raumgewinn durch die Aufstockung des Anbaus, der vor etwa 30 Jahren entstanden war. Das zusätzliche Geschoss entstand in Holzbauweise, denn jener Anbau hat nur einen Feldsteinsockel, der größere Lasten nicht hätte tragen können. Zusätzlich wurde ein neues Fundament darunter gelegt. Wo früher eine Garage war an der Hofseite, ist nun ein freundlicher Eingangsbereich entstanden. Demnächst kann auch die Telzer Kirchengemeinde wieder ihren angestammten Raum im Haus nutzen. Verantwortlich für die Planung und Bauleitung ist die Architektin Angelika Scheib, deren Berliner Büro Kadel-Quick-Scheib bereits vor etwa 20 Jahren erste Modernisierungsideen für Telz entwickelt hatte.

Zunächst gar nicht angedacht war, die Gebäude auch neu zu verputzen. Da sind die Maler gerade beschäftigt. „Jedes Gebäudeteil wird farblich anders akzentuiert“, erklärt Michaela Gruban. Im Inneren gibt es auch eine Art Fabschema, je nach Wohngruppenbereich, das erleichtert die Orientierung der Bewohner. Die werden nicht nur in ihren Gruppen sein, sondern es gibt zahlreiche gemeinschaftliche Aktivitäten, und sei es das gemeinsame, werktags von ihrem Koch zubereitete Mittagessen. Dafür gibt es im Erdgeschossbereich extra einen großen Raum, freitags dann backen alle Kuchen, der am Wochenende in großer Runde verputzt wird.

Immer wieder besuchten Gruban und ihre Kollegen mit einigen der Bewohnerinnen die Baustelle. Damit sie teilhaben und begreifen können, was genau in ihrem Zuhause passiert, um die Veränderungen dann auch akzeptieren zu können. Viele haben auch schon Gardinen gekauft für ihre neuen Zimmer. Eine der Frauen hat schon gefragt, ob sie dann auch wieder ein paar Hühner halten dürfe, hinten auf dem großen Hof des Geländes. Und der Garten muss dann auch bald wieder hergerichtet werden.

Von Karen Grunow

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