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Dahme-Spreewald Baubeginn für Pflegeheim im August
Lokales Dahme-Spreewald Baubeginn für Pflegeheim im August
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00:18 20.05.2017
Das alte Lehnschulzenhaus wird abgerissen. Stattdessen soll hier ein Pflegeheim errichtet werden. Quelle: Dietrich von Schell
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Prieros

Noch liegt das Grundstück rund um das Lehnschulzenhaus in Prieros im Dornröschenschlaf. Im vergangenen September hat die Gemeinde das 10 000 Quadratmeter große Areal an die Deutsche Seniorenresidenz GmbH (DSR) aus Berlin verkauft. Dessen Geschäftsführer Thomas Zethin spricht von Investitionen in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro. Geplant ist ein Pflegeheim mit 120 Plätzen und weiteren Plätzen für betreutes Wohnen.

Doch seit Thomas Zethin die Pläne vor über einem halben Jahr vorgestellt hat, ist auf dem Gelände nichts passiert. Der in Prieros lebende Jörg Lehmann fragt sich inzwischen, ob das Projekt wieder auf Eis gelegt wurde. Immerhin haben sich in den 20 Jahren zuvor zahlreiche Investoren vergeblich bemüht, etwas aufzubauen. Auch deswegen ist Lehmanns Skepsis groß.

Erste Bagger sollen im August rollen

Doch der DSR-Geschäftsführer versichert gegenüber der MAZ, dass alles nach Plan läuft. „Wir haben im März den Bauantrag gestellt“, sagt er. „Da es sich um eine Sonderimmobilie handelt, dauert die Bearbeitungszeit länger.“ Er geht von einem Minimum von vier Monaten aus. „Spätestens im Juli wird die Baugenehmigung vorliegen“, ist sich Thomas Zethin sicher. Das deckt sich mit den Aussagen von Heidesees Bürgermeister Siegbert Nimtz (parteilos), dass der Landkreis „unter Hochdruck“ an der Genehmigung arbeite.

Danach geht es laut Thomas Zethin Schlag auf Schlag. Im August schon werden die ersten Bagger anrollen. Ein Jahr darauf, im Spätsommer 2018, könnte die Pflegeeinrichtung an der Dahme eröffnet werden. Betreiber ist die Deutsche Pflege und Wohnen AG (DPUW), die auf vollstationäre Dauer- und Kurzzeitpflege von pflegebedürftigen Senioren spezialisiert ist. Deutschlandweit betreibt sie bereits 17 Einrichtungen mit 3000 Plätzen. Die Residenz in Prieros wird das erste Standbein in Brandenburg sein. 90 Arbeitsplätze sollen entstehen.

Konzept verspricht Hotelcharakter

Der bauliche Entwurf sieht eine dreigeschossige Doppel-T-Anlage mit Satteldach vor. Insgesamt verteilen sich auf den Etagen 138 Betten. Siegbert Nimtz beugt sich über die Bauzeichnungen und sagt, dass er begeistert sei von dem Projekt. „Laut Konzept wird der Bau einen Hotelcharakter tragen“, sagt er. Mit Café, Restaurant und zwei großzügigen Höfen. Zur Seite der Dahme ist ein kleiner Park geplant. Außerdem ist Siegbert Nimtz froh, dass auf der Brache endlich etwas passiert.

Die Tage des alten Lehnschulzenhaus sind allerdings gezählt. Das Gebäude, das lange unter Denkmalschutz stand, ist in den vielen Jahren des Leerstands zur Ruine verfallen und wird abgerissen.

Von Dietrich von Schell

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