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Dahme-Spreewald Bauern besorgt um Raps und Getreide
Lokales Dahme-Spreewald Bauern besorgt um Raps und Getreide
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00:30 13.06.2015
Der Regen bleibt aus, und der ohnehin vielfach sandige Boden in der Region trocknet vollkommen aus. Quelle: André Reichel
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Dahmeland-Fläming

„Was tot ist, ist tot.“ So beschreibt Rainer Strelow die Auswirkungen der wochenlangen Trockenheit auf die Felder der Bauerngenossenschaft Dahme, deren Pflanzenbauexperte er ist. Vor allem Raps und Getreide leiden unter dem ausbleibenden Regen in der Region.

„Es sind deutliche Schäden zu sehen und wir werden auf keinen Fall die Erträge der vergangenen zwei Jahre erzielen“, berichtet Strelow. „Da müssen wir uns eher am Dürre-Jahr 2003 orientieren.“ Und die entstandenen Trocken-Schäden seien nicht mehr zu beheben: „Da müsste es schon in dieser Woche noch regnen, aber danach sieht es nicht aus. Am Wochenende sollen es wieder 30 Grad werden.“ Die Stimmung sei nicht gerade rosig unter den Landwirten in Teltow-Fläming.

Tatsächlich sind der April und Mai in diesem Jahr deutlich trockener und wärmer gewesen als im langjährigen Mittel (siehe Infokasten): „Hinzu kommt, dass sich diese Extremsituation schon seit dem Spätsommer vergangenen Jahres aufgebaut hat“, erklärt Frank Böttcher, Agrarmeteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Sechs der vergangenen neun Monate seien deutlich zu trocken gewesen. „Je nach Region fehlen uns derzeit 100 bis 160 Liter Wasser pro Quadratmeter. Das entspricht in etwa der Menge, die der leichte Boden in Brandenburg überhaupt speichern kann.“

Entwarnung kann der Klimaexperte nicht geben: „In den kommenden elf oder zwölf Tagen ist kein Wechsel der Großwetterlage abzusehen.“ Optimal wären jetzt 15 bis 20 Liter Regen pro Tag und Quadratmeter über eine Woche hinweg: „Davon würden Zuckerrüben, Kartoffeln und Mais profitieren, aber auch bei Weizen und Raps wäre dann noch etwas zu retten“, so Frank Böttcher.

Stattdessen heißt es auch für die Landwirte im Landkreis Dahme-Spreewald hoffen. „Gerade im Süden Brandenburgs ist der Boden besonders sandig“, sagt Thomas Goebel, der Vorsitzende des Südbrandenburgischen Bauernverbands. „Darum schlägt hier auch die Trockenheit besonders zu.“ Die Schäden bei Raps und Getreide seien noch nicht abzusehen, aber zehn Prozent Ernte-Einbußen im Vergleich zum Vorjahr würden es sicher. Nun hofften die Bauern in der Region auf den Mais, für den sei es noch nicht zu spät.

Aber Thomas Goebel berichtet auch, wie sich die Landwirte mehr und mehr auf das veränderte Klima einstellen, es sei schließlich nicht das erste Mal so. „Wir beschäftigen uns schon seit Jahren mit dem Thema Vorsommer-Trockenheit. Wir probieren vieles aus, um etwa die Wasserhalte-Fähigkeit des Bodens zu erhöhen.“ Zum Beispiel durch das Anpflanzen von Gräsern und anderen Gewächsen, die viele Wurzeln bilden, das Wasser damit im Boden halten und die Humus-Bildung fördern. „Die Züchter gehen aber auch schon dahin, resistentere Pflanzen zu züchten“, sagt Thomas Goebel. „Zum Beispiel Roggen oder Körnermais und die ersten Landwirte experimentieren schon mit Soja.“

Rumprobieren statt rummosern: Auf diese Strategie setzt auch Uwe Schieban. „In der Landwirtschaft musste man immer verschiedene Pflanzen anbauen“, sagt der Vorsitzende der Agrargenossenschaft Unterspreewald. „Es hat schon immer trockene und feuchte Jahre gegeben.“

Von Martin Küper

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