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Baustelle in Schulzendorf sorgt für Frust

Unternehmen fürchten um ihre Kunden Baustelle in Schulzendorf sorgt für Frust

Der Landkreis Dahme-Spreewald bringt die Straßen im Ortskern Altdorf auf Vordermann. Dafür ist mal wieder eine Vollsperrung nötig. Die ortsansässigen Unternehmen fürchten um ihre Kunden. Entwickelt sich Schulzendorf zur Dauerbaustelle?

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Wieder soll der Ortskern Schulzendorf-Altdorf dicht gemacht werden: Eine Vollsperrung war zuletzt Ende 2014 nötig. Damals wurde die enge Kurve im Altdorf erweitert.

Quelle: MAZ

Schulzendorf. In Schulzendorf sorgt eine angekündigte Baumaßnahme des Landkreises Dahme-Spreewald erneut für Unmut: Bereits im August hatte Bürgermeister Markus Mücke (parteilos) darüber informiert, dass im Ortskern Schulzendorf-Altdorf noch in diesem Jahr Sanierungsarbeiten an der Fahrbahn anstehen.

Konkret geht es um die Deckensanierung im Bereich Altdorf und in der Ernst-Thälmann-Straße, zwischen der Einmündung Dorfstraße und Freiligrathstraße. Die Sprecherin des Kreises, Heidrun Schaaf, bestätigte die geplanten Bauarbeiten an der Kreisstraße K6160. Die Planungen haben 2015 begonnen. Wegen andauernder Abstimmungsprozesse verschiebt sich die Sanierung jedoch auf das Frühjahr 2017. Im betroffen Ortskern dürfte der Aufschub die erhitzten Gemüter kaum besänftigen. Seit Jahren führen dort Baustellen zu Einschränkungen – zuletzt der Ausbau der Ortsdurchfahrt Schulzendorf (Miersdorfer Straße) im vorigen Herbst mit halbseitiger Straßensperrung. 2014 gab es sogar eine dreiwöchige Vollsperrung, weil die enge Kurve im Altdorf erneuert wurde. Auch die Planungen für das aktuelle Bauvorhaben sehen eine Vollsperrung vor. Insgesamt sind für die Deckensanierung drei Wochen Bauzeit veranschlagt. „Dabei wird nicht der gesamte Zeitraum eine Vollsperrung notwendig machen“, versicherte Schaaf.

Unternehmen verärgert über Sperrung

Neben den betroffenen Anwohnern ärgern sich vor allem die ansässigen Unternehmen über die geplante Vollsperrung. Sie fürchten um ihre Kunden, die den Weg nach Schulzendorf-Altdorf während der langen Bauzeit möglicherweise nicht auf sich nehmen wollen. „Wir haben über 20 Jahre für unseren Standort gekämpft, immer wieder mussten wir Rückschläge und Einbußen hinnehmen, weil der Ort im wahrsten Sinne des Worts dicht gemacht wurde“, ärgert sich etwa Geschäftsführerin Kerstin Just vom Gabau Transport- und Baustoffhandel. Ihr Betrieb in der Dorfstraße 29 ist unmittelbar von den Bauarbeiten betroffen, ebenso die Filiale des Autohauses Kossert drei Hausnummern weiter. Die Unternehmerin fordert: „Erstens kann man mit den Betroffenen rechtzeitig nach Lösungen suchen, zweitens lässt sich eine derartige Maßnahme auch durch eine Ampelregelung und halbseitiger Sperrung regeln.“ Doch dafür ist es zu spät.

Grundsätzlich sei man bestrebt, die Beeinträchtigungen für die Anlieger so gering wie möglich zu halten, heißt es vom Kreis. Im Sinne einer guten Verkehrsinfrastruktur seien die geplanten Maßnahmen turnusmäßig erforderlich. Alle betroffenen Anlieger würden zudem rechtzeitig über die Einschränkungen informiert. Die Kosten der Deckensanierung in Höhe von 130 000 Euro trägt der Kreis.

Von Josefine Sack

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