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Dahme-Spreewald Bebauungsplan für denkmalgeschütztes Areal in Dolgenbrodt beschlossen
Lokales Dahme-Spreewald Bebauungsplan für denkmalgeschütztes Areal in Dolgenbrodt beschlossen
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10:40 18.06.2015
Der seit 2011 denkmalgeschützte Vierseithof an der Dorfaue in Dolgenbrodt soll zu einem Touristenensemble umgebaut werden.
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Dolgenbrodt

Mit nur einer Enthaltung beschlossen die Heideseer Abgeordneten auf ihrer jüngsten Sitzung den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für die Umnutzung des denkmalgeschützten Vierseithofes, An der Dorfaue 3, in Dolgenbrodt. Dort soll nach Jahrzehnten des Stillstandes auf Wunsch der Eigentümer, Gabriela und Matthias Büschel, direkt am Dahme-Radweg ein Wohn- und Tourismuskomplex entstehen. Die Bauarbeiten in den im letzten Drittel des 19. beziehungsweise im frühen 20. Jahrhundert entstandenen Gebäuden sollen noch im Herbst dieses Jahres beginnen und voraussichtlich Ende 2017 abgeschlossen sein. „Mit dem Ausbau des Vierseithofes erfüllt sich für meine Familie ein Traum“, bekennt Eigentümerin Gabriela Büschel, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr auf diesem Hof aufgewachsen ist.

Der Bebauungsplan erstreckt sich über eine Gesamtfläche von 3700 Quadratmetern, wobei Experten in einem aufwendigen Verfahren auch die Belange des Artenschutzes eingehend prüften. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass mit dem Wegfall der Tierhaltung auf dem Hof Ende der 70er Jahre auch eine wichtige Nahrungsgrundlage (Insekten, Getreide und Tierfutter) für die Vögel entfiel. Hinweise auf Brutstätten oder Nistmöglichkeiten von schutzbedürftigen Arten entdeckten die Experten daher an den denkmalgeschützten Gebäuden des Vierseithofes nicht.

Auch für Fledermäuse fanden sich auf dem Hof keine Hinweise auf Winterquartiere oder Wochenstuben. Dennoch regten die Naturschützer nach Angaben von Eigentümer Matthias Büschel in ihrer Stellungnahme zum Bebauungsplan an, dass zumindest teilweise spezielle Dachziegel verwendet werden sollen, die Fledermäusen Unterschlupf gewähren. Zumal an der nur 150 Meter Luftlinie entfernten Radfahrbrücke über die Dahme in den Abendstunden häufig Fledermäuse zu beobachten sind. Auch die Einfriedung des Grundstücks soll die Durchlässigkeit von Kleintieren gewährleisten. Baurechtlich wurde darauf verwiesen, dass die Gemeinde Heidesee noch immer keinen rechtsgültigen Flächennutzungsplan vorweisen kann. Da es sich bei dem Projekt um eine touristische Einrichtung mit Erlebnischarakter handelt, empfehlen die Planer das Areal als Mischgebiet festzusetzen.

Die Büschels wollen drei Ferienwohnungen mit Dachempore in dem 1911 erbauten Stallgebäude errichten, an dessen Giebelseite noch der Backofen und die Sommerküche erkennbar sind. Im angrenzenden Stall, in dem die Schweinekoben erhalten sind, sollen künftig fünf bis sechs Radfahrer übernachten können. Den alten Schafstall werden Handwerker zu einer Hoftoilette umbauen. In einem großen Stallgebäude, dem sogenannten Altenteil, wird eine 60 Quadratmeter große Ferienwohnung entstehen. Hier wohnte einst Büschels Tante Frieda, daher trägt dieses Feriendomizil künftig auch ihren Namen. Für den an das Altenteil angrenzenden Kuhstall sehen die Planungen einen Seminar- oder Tagungsraum vor. Die Teilnehmer können dann in einfach gestalteten Einzelzimmern in der Etage darüber wohnen. Bett, Sitzsack und Internet - mehr Komfort wird es hier Gabriela Büschel zufolge nicht geben.

Von Franziska Mohr

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