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Dahme-Spreewald Bedarf an Kitaplätzen steigt
Lokales Dahme-Spreewald Bedarf an Kitaplätzen steigt
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14:45 30.09.2016
2015 erhielt die Kita „Am Markt“ einen Anbau für 50 Kinder. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Wildau

Immer mehr junge Familien entdecken die Vorzüge des Berliner Umlands, insbesondere der S-Bahn-Gemeinden. Als wichtiger Standortfaktor für den Zuzug gilt die Kinderbetreuung. Wie gut ist die Stadt Wildau in puncto Kitaplätze aufgestellt? Einen entsprechenden Bericht zur Bedarfsplanung des Landkreises für die Jahre 2017 bis 2019 stellte Hauptamtsleiterin Simone Hein Anfang der Woche im Hauptausschuss vor.

Demnach geht die weibliche Bevölkerung im gebärfähigen Alter (15 bis 45 Jahre) zwar zurück, gleichzeitlich rechnet die Verwaltung aber mit einer steigenden Geburtenentwicklung. Allein im laufenden Jahr – der Erfassungszeitraum gilt jeweils vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Folgejahres – wurden 50 Geburten (Stand: 30. Juni) registriert. Der aktuellen Prognose zufolge könnte die Zahl der Geburten bis 2019/2020 auf 70 bis 90 pro Jahr ansteigen. Rein rechtlich haben Eltern ab dem ersten Lebensjahr ihres Kindes Anspruch auf einen Betreuungsplatz.

93 Prozent Auslastung bei Kindergartenkindern

Momentan ist die Stadt gut aufgestellt. So beträgt der Versorgungsgrad für Krippenkinder (bis drei Jahre) in Wildau derzeit 53 Prozent. Eng könnte es aber schon bald bei den Kindergartenkindern von drei bis sechseinhalb Jahren werden: Die Auslastung beträgt 93 Prozent (Stand: Schuljahr 2014/2015). Ob die zusätzlichen 50 Plätze, die die Stadt mit dem im Sommer 2015 eröffneten Erweiterungsbau der Kita „Am Markt“ geschaffen hat, auch künftig ausreichen, ist fraglich. Der Versorgungsgrad für Hortkinder (sechseinhalb bis zwölf Jahre) beträgt aktuell 67 Prozent.

Trotz eines prognostizierten Defizits im Kita- und Hortbereich, zog Hauptamtsleiterin Hein ein positives Fazit: Mit insgesamt 804 regulären Betreuungsplätzen kann die Stadt Wildau den Bedarf rein rechnerisch auch in den kommenden Jahren decken.

Geht es nach der Verwaltung, würde der Versorgungsgrad in Zukunft dennoch in allen Bereichen erhöht werden, um eine gute Kinderbetreuung sicherzustellen. Doch die Entscheidung liegt beim Kreis. Dieser ist laut Kitagesetz des Landes als Träger der öffentlichen Jugendhilfe maßgeblich für die Planungen zuständig.

Von Josefine Sack

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