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Dahme-Spreewald Bedarf nach altersgerechten Wohnungen steigt
Lokales Dahme-Spreewald Bedarf nach altersgerechten Wohnungen steigt
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05:30 06.08.2016
Für die Interessen der Senioren in Zeuthen setzen sich unter anderem Wolfgang Laute und Monika Holz ein. Quelle: Josefine Sack
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Zeuthen

Ende 2015 hat sich der Seniorenbeirat in Zeuthen aufgelöst. Knapp 20 Jahre hatte sich das Gremium als eingetragener Verein für die Senioren in der Gemeinde engagiert. Bis sich aus Altersgründen keiner der 45 Mitglieder mehr im Stande sah, den Vorstand zu übernehmen. Der Seniorenarbeit hat der Auflösungsbeschluss keinen Abbruch getan.

Schon im Februar 2016 berief die Gemeindevertretung einen neuen Beirat. Dieser arbeitet jetzt, wie in den meisten Kommunen üblich, als beratendes Gremium gemäß der Einwohnerbeteiligungssatzung. „Wir setzen uns weiterhin für die Interessen der älteren Einwohner ein und sind in allen Ausschüssen vertreten“, bestätigt Wolfgang Laute, Sprecher des Seniorenbeirats. Auch die Interessengruppen für Freizeitgestaltung und Sport existieren fort und werden wie bisher von der langjährigen Vorsitzenden des früheren Vereins, Monika Holz, koordiniert. „Im Moment sind wir dabei, die Gruppen einer neuen Trägerschaft zuzuführen“, sagt Laute. Die Räume stellt die Gemeinde den Senioren weiterhin kostenlos zur Verfügung. Noch finden die meisten Aktivitäten im Generationstreff statt. Im Herbst sollen die Rentner in den restaurierten Güterboden am S-Bahnhof umziehen.

Viele Zeuthener im Rentenalter

Mehr als 3000 der insgesamt 11 000 Zeuthener sind im Rentenalter. „Und es werden noch mehr“, prophezeit Wolfgang Laute. Auch wenn die Möglichkeiten in Zeuthen begrenzt seien, müsse die Gemeinde in den kommenden Jahren mehr Pflegeangebote schaffen, so der 72-Jährige.

Laute ist gegen Wohnanlagen mit mehr als 100 Wohnungen, wie sie in den vergangenen Jahren von meist privaten Investoren in Zeuthen errichtet wurden. „Wir brauchen kleinere Einrichtungen für Senioren mit jeweils zwölf bis 15 Einheiten, die über die gesamte Flächengemeinde verteilt sind“, sagt er. Wünschenswert sei zudem ein Mitspracherecht der Gemeinde, wenn es um die Belegung der privat betriebenen Heime geht, so Laute. Sein Vorschlag: Wartelisten, die den Senioren ermöglichen, im Alter in Zeuthen zu bleiben.

Der Bedarf nach altersgerechten Wohnungen in Zeuthen steigt, das weiß man auch im Rathaus: „Der Bau von sozialen Wohnungen wird aktuell in den Fachausschüssen diskutiert“, teilte Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) mit. Die Gemeinde verwaltet aktuell 326 kommunale Wohnungen. „Die Wohnblöcke in der Heinrich-Heine-Straße und in der Schillerstraße werden schrittweise barrierearm modernisiert“, so die Verwaltungschefin.

Langfristige Investition

Auch was die Mobilität im Alter angeht, wird langfristig investiert: Für 2016 sind 140 000 Euro für die Instandsetzung der Gehwege vorgesehen. „Es wird etwas gemacht, aber es geht schleppend“, klagt Monika Holz. Seit Jahren kämpft sie dafür, dass die Fußwege befestigt werden. „Bordkanten abzusenken reicht bei Weitem nicht“, so Holz. „Es war früher völlig unüblich, Fuß- und Radwege zu befestigen“, entgegnet die Rathauschefin.

Diese Forderungen seien erst mit der wachsenden Urbanisierung lauter geworden. In den vergangenen Jahren seine bereits zahlreiche Fuß- und Radwege mit neuer sandgeschlemmter Oberfläche befestigt worden. Wegen der vielen Alleen werde es jedoch niemals gelingen, ein komplett barrierefreies Fußwegenetz zu errichten, gab Burgschweiger zu, versprach aber: „Wir werden uns weiter bemühen, die baulichen Maßnahmen so barrierearm wie möglich umzusetzen.“

Von Josefine Sack

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