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15:19 22.02.2017
Armgard und Manfred Stenzel werden ihre Bücher am Sonntag im Foyer des Kreishauses in Luckenwalde vorstellen. Quelle: Karen Grunow (2)
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Luckenwalde

Sie sind vielen bekannt, gerade in Luckenwalde, wo zahlreiche ihrer künstlerischen Arbeiten im öffentlichen Raum zu finden sind und wo sie viele Jahre lang in Workshops und Lehrgängen ihre Kunst und die besonderen Techniken vermittelten: Armgard und Manfred Stenzel. Nun hat das Künstlerpaar eine zweibändige Werkschau vorgelegt, die am kommenden Sonntag im Foyer des Kreishauses in Luckenwalde vorgestellt wird.

Quadratische Bücher

Schon der erste Blick erstaunt: Nahezu quadratisch ist jedes der Bücher. Nicht überfrachtet, sondern klar gegliedert nach thematischen Kapiteln. Innerhalb dieser werden die Werke mit Fotos durchaus chronologisch vorgestellt. Gemeinsam mit Andreas Klose haben sie die Struktur entwickelt, er realisierte das stimmige Layout der Bücher, ihr Sohn Eric, ein Restaurator, half ebenfalls. Georg Goes, Leiter des Museums und Glasstudios Baruther Glashütte, und Gabriele Klose von der Galerie Packschuppen haben zu jedem Band feinfühlig verfasste Porträts beigesteuert.

180 Seiten pro Buch

Bewusst sprechen Armgard und Manfred Stenzel von „Werkschau“, wollen die Bücher nicht als Werkverzeichnisse verstanden wissen. Sie enthalten nicht rundum alles, was beide in den Jahrzehnten ihres Schaffens kreiert haben. Das wäre allein bei der Fülle an Schmuckstücken kaum realisierbar gewesen. So werden eben manche Dinge eher exemplarisch vorgestellt. „Es ist wie ein Blick auf das Werk, ein Ausschnitt, das, was uns heute wichtig erscheint“, erläutert Armgard Stenzel. „Ursprünglich gingen wir von etwa 40 Seiten aus. Dann wurden es immer mehr“, erzählt Manfred Stenzel. 180 Seiten hat jedes der Bücher, das neben ausführlichen biografischen Angaben auch Übersichten zu sämtlichen Ausstellungen bietet, an denen die beiden beteiligt waren. Zahlreiche der hervorragenden Fotos haben die beiden Künstler selbst angefertigt.

Zusammentreffen im VEB Gablona

Am Sonntag nun werden sie erzählen von der Idee bis zum fertigen Buch, sie werden Einblicke gewähren in ihre Arbeitsweisen und Lebenswege, die sie als Schmuckgestalter im VEB Gablona in Luckenwalde vor mehr als 65 Jahren aufeinander treffen ließ. „Eine richtige Betriebsehe“, sagt Manfred Stenzel. Schon dort, im Betrieb, haben sie gern nach Feierabend junge Kollegen in Lehrgängen mit Kunst vertraut gemacht. Man spürt: Das Vermitteln war ihnen immer eine besondere Herzensangelegenheit.

Eigentlich wollte die Email-Künstlerin Armgard Stenzel lieber Malerei studieren, wurde dann aber während der allgemeinen Aufnahmeprüfung an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein von der Begeisterung einer Mitbewerberin so sehr angesteckt, dass sie sich für Email anmeldete. Er hatte sich zunächst für eine Feinmechaniker-Ausbildung bei Carl Zeiss beworben, studierte dann aber an der Fachhochschule für Angewandte Kunst in Heiligendamm.

Inspiration aus der Geschichte

Themen aus der Geschichte inspirieren ihn, er hinterfragt aber auch Architektur mit vielen seiner Arbeiten oder variiert hintersinnig und witzig Sprichwörter. Für beide werden Reisen immer wieder zur Ideenquelle, etwa jene, die sie 2008 mit den anderen Akteuren ihrer Künstlergruppe „E6“ nach Marokko unternahmen. „Solche Sachen geben einem Futter für den Kopf“, erzählt sie über eine andere Fahrt auf die Insel Bornholm. Er hat dort Steine gesammelt mit Fossilien und Jahrmillionen alten Pflanzenspuren. Sie entwickelte daraus Ideen für außergewöhnliche Schmuckstücke. Gemeinsam arbeiten sie im Atelier, das sich gleich am Wohnhaus befindet – quasi in Sichtweise einer der Luckenwalder Stadteingangsstelen, die sie 1983 entwarfen.

Trotz aller Gemeinschaftlichkeit und des großen Verständnisses für die Arbeitsweise des jeweils anderen: Beider Oeuvres sind originär und sehr individuell. Im Atelier, „da ist man Kollege“, sagt Armgard Stenzel.

Buchvorstellung am Sonntag, 26. Februar, ab 11 Uhr im Foyer des Kreishauses in Luckenwalde.

Von Karen Grunow

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