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Begegnungen in der Pfingstnacht

„Nacht der offenen Kirchen“ in Niederlehme Begegnungen in der Pfingstnacht

Anlässlich der „Nacht der offenen Kirchen“ hat Schauspieler Ernst-Georg Schwill im Niederlehmer Gotteshaus aus seinem Buch „Icke, meine und andere Tatorte“ gelesen. Zuvor hatte Pfarrer Gottfried Hülsen zur abendlichen Andacht sowie zum gemeinsamen Singen eingeladen

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Schauspieler Ernst-Georg Schwill hat ein Buch über das Leben im Dahmeland geschrieben.

Quelle: Uta Schmidt

Niederlehme. Im Jahr des 700-jährigen Bestehens des Ortes Niederlehme war es für die Mitglieder der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde keine Frage, dass sie die Tore zu ihrem Gotteshaus anlässlich der „Nacht der offenen Kirchen“ öffnen. „Wir hatten uns erstmals 2009 an dieser Aktion beteiligt, wollten damals vor allem den Blick auf unsere neuen Glocken richten, Spenden für die Turmsanierung sammeln und mit Besuchern ins Gespräch kommen“, berichtete der Vorsitzende des Kirchenfördervereins, Max Schirrmacher. Vor allem die Turmbesteigungen wären seitdem zur beliebten Tradition geworden. So hatten sich die Mitglieder der Lukas-Gemeinde, zu der auch die Zernsdorfer und Senziger Christen gehören, auch in diesem Jahr wieder mit vielen Ideen und großem Engagement vorbereitet.

Pfarrer Gottfried Hülsen begrüßte Gläubige und Besucher zur abendlichen Andacht sowie zum gemeinsamen Singen und Beten. Er erinnerte an die Entstehung des Pfingstfestes, mit dem in jedem Jahr der „Geburtstag“ der Kirche gefeiert werde. „50 Tage nach Ostern trafen sich die Jünger, weil sie die frohe Botschaft verkündigen wollten. 3000 Menschen ließen sich taufen. So entstand die erste Christengemeinde“, erklärte Hülsen. Das Lied „Komm, du Geist des Lebens“ von Heinrich Held aus dem Jahr 1658 griff diesen Gedanken auf. Max Schirrmacher verlas darüber hinaus eine Apostelgeschichte, in der das „Brausen vom Himmel“ beschrieben wird, bei dem „alle vom heiligen Geist erfüllt“ worden seien.

Hintergrund

Zur „Nacht der offenen Kirchen“ öffnen mehr als 115 Gemeinden in den Mitgliedskirchen des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg ihre Kirchen und Räume für Gebete und Veranstaltungen.

Rund 30 Gemeinden aus dem Land Brandenburg beteiligten sich an der diesjährigen Aktion. Im Landkreis Dahme-Spreewald luden die evangelischen Gemeinden in Niederlehme, Großziethen und Mittenwalde zu Begegnungen ein.

Die 15. Pfingstnacht wurde in diesem Jahr mit dem ökumenischen Pfingstweg vom Brandenburger Tor zum Berliner Dom eröffnet und stand unter dem Motto „Seht der Mensch. Unsere Stimme für verfolgte Christen“.

Im Mittelpunkt der Pfingstnacht standen ebenso wieder ungezwungene Begegnungen von Gästen, Künstlern und Christen – unter ihnen Superintendentin Viola Kennert. Als guter Bekannter und Nachbar wurde der Schauspieler Ernst-Georg Schwill begrüßt, der aus seinem Buch „Icke. meine und andere Tatorte“ las. Der aus zahlreichen Defa-Filmen und dem „Tatort“ bekannte Mime lebt als „Wochenendler“ in Zernsdorf und ist damit vielen Dahmeländern bekannt. In seinem Buch beschreibt er mit viel Humor das Leben in diesem Ortsteil von Königs Wusterhausen, wie die „Honigbahn“ des Imkers Winkler, das gemeinsame Anpacken der Nachbarn beim Gehwegbau oder Erlebnisse im einstigen Dorfkonsum. „Seit mehr als fünf Jahrzehnten genieße ich es, dort zu sein“, so Schwill.

Ramona Kühne wollte sich gerade diese Lesung nicht entgehen lassen. „Ich kenne den Kommissar aus der Serie ‚Ein starkes Team‘ und wollte ihn heute einmal persönlich kennenlernen“, sagte die Niederlehmerin. Brigitte Wurdinger interessierte sich vor allem für den Auftritt des Wildauer Zupforchesters. „Ich habe sowohl zu dieser Kirche als auch zu diesem Ensemble eine enge Beziehung. In der Kirche wurde mein Enkel konfirmiert, Zupfmusikanten kenne ich, weil ich selbst Mandoline spiele“, verriet die Zeuthenerin. Den kulturellen Abschluss setzten Stefan und Anton Brandt mit einem Gitarrenkonzert „Musik zur Nacht“.

In den Programmpausen gab es für die Besucher Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Ausstellung über die Kirchen- und Ortsgeschichte in Augenschein zu nehmen und auf dem Turm den Blick über das Dahmeland im Abendsonnenschein zu genießen. Spenden und Kollekte kommen der Erhaltung der Niederlehmer Kirche zugute. Max Schirrmacher berichtete, dass nach der Kirchturmsanierung im vergangenen Jahr in diesem Jahr vor allem die Generalüberholung der Orgel nötig sei.

Von Uta Schmidt

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