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Dahme-Spreewald Begeisterung für die Feuerwehr steckt an
Lokales Dahme-Spreewald Begeisterung für die Feuerwehr steckt an
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06:35 12.11.2014
Pamela Schocke an ihrem Lieblingsplatz. Quelle: Mohr
Friedersdorf

Während sich andere junge Frauen am Freitagabend für Besuche in Cocktailbars oder Diskos herausputzen, streift sich Pamela Schocke im neuen Friedersdorfer Gerätehaus alle 14 Tage die Feuerwehr-Uniform über und klemmt ihre langen blonden Haare unter den Helm. Und das geschieht obendrein noch mit Begeisterung, denn der Feuerwehr-Dienst für die Erwachsenen steht dann auf dem Plan. Am Samstagvormittag, wenn andere ausschlafen, geht es für sie als Feuerwehrjugendwart der Gemeinde Heidesee ab 10 Uhr beim Treff der Jugendfeuerwehren schon wieder ins Gerätehaus.

Pamela Schocke begeistert auch Familie für die Feuerwehr

„Ein bisschen verrückt muss man da schon sein“, sagt die 27-Jährige. Mit zwölf Jahren nahm ein Schulfreund sie eher zufällig mit zu einer Übungsstunde der Feuerwehr – nicht ahnend, dass er damit in der gelernten Kauffrau ein Feuer entfacht, das wohl niemand mehr zu löschen vermag. Im Gegenteil, Pamela Schockes Begeisterung für die Feuerwehr ist hoch ansteckend. Zuerst infizierte sie ihren Vater Henry, der der Tochter folgend 2001 in die Friedersdorfer Wehr eintrat. Selbst Pamelas Freund Marcel Kuhnert blieb vom Virus nicht verschont. Seit 2009 auch Feuerwehr-Mitstreiter übernahm er jetzt in Friedersdorf sogar die Aufgabe des Jugendfeuerwehrwarts. „Auf diese Weise ziehen wir immer an einem Strang“, sagt er.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehren in Heidesee proben den Umgang mit Übungsschaum. Quelle: Kuhnert

Über 200 Einsätze bisher

Die 43 Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehren der Gemeinde Heidesee wissen dies zu schätzen. Sie kommen gern, wenn Pamela und Marcel alle 14 Tage Sonnabendvormittag zu den Übungsstunden rufen. Sie lernen Schläuche zu kuppeln oder üben den Umgang mit Schaum, der häufig bei Pkw-Bränden eingesetzt wird. Schritt für Schritt beschäftigen sie sich auch mit den Feuerwehr-Dienstvorschriften. Beim Ablegen der „Jugendflamme“ stellt der Nachwuchs dann bei Pamela Schocke sein Können unter Beweis.

„Der Spaß darf bei der Ausbildung der Jugendfeuerwehr aber keinesfalls zu kurz kommen“, sagt die jetzt im Zeesener Unternehmen Eldat tätige Fachkraft für Lagerlogistik. Dafür nimmt die Friedersdorferin kurzerhand schon mal eine Woche Urlaub, um als Betreuer im Herbstlager der Jugendfeuerwehren im Kiez am Frauensee in jedem Fall dabei zu sein. Ganz selbstverständlich trägt sie auch ihren Part beim traditionellen Wald- und Wiesenlauf der Heideseer Wehren in Dolgenbrodt oder fährt in ihrer Freizeit an den Wochenenden mit der Jugendfeuerwehr zu Ausscheiden.

Aber das alles ist nicht genug. Auf dem Konto der jungen Frau stehen über 200 Einsätze, bei denen sie Menschen aus Fahrzeugen befreite, Brände löschte, Ölspuren beseitigte und nach einem Unfall sogar schon einen Toten bergen musste.

Von Franziska Mohr

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