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Dahme-Spreewald Begleitung auf dem letzten Weg
Lokales Dahme-Spreewald Begleitung auf dem letzten Weg
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00:30 28.06.2015
Rund 100 Sterbebegleiter, Mediziner, Psychologen und Politiker kamen am Mittwoch zum Hospiztag ins Kreishaus. Quelle: Reck
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Luckenwalde

Wenn jemand stirbt, ist das ein zweiseitiger Abschied. Er verliert sein Leben und die Hinterbliebenen verlieren einen nahestehenden Menschen. Es ist also ein doppelter Verlust. Dieser kann ganz plötzlich auftreten, was schmerzhaft für die noch Lebenden ist, es kann aber auch ein langwieriger und für beide Seiten sehr schmerzhafter Prozess sein.

Um dabei zu helfen und beiden Seiten beizustehen, hat sich der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst gegründet, der am Mittwoch seinen 8. Hospiztag im Luckenwalder Kreishaus durchführte. Rund 100 vor allem ehrenamtliche Sterbebegleiter kamen, um über das Thema „Lass mich los, aber lass mich nicht allein“ zu beraten.

„Sterben heißt loslassen, Abschied nehmen“, sagte Monika Alcantara, Koordinatorin des gemeinnützigen Vereins. „Für den Sterbenden ist damit verbunden der Abschied von Lebenskraft, von Gewohnheiten, Aktivitäten, von geliebten Menschen“, sagte Alcantara, „für die Angehörigen Trauer um den Verfall des geliebten Menschen und um das gewohnte Miteinander.“ Wichtig sei, den Abschied in Ruhe zu gestalten. Die behutsame Begleitung Sterbender fordere dem Begleiter viel ab. Das Maß der Dinge sei dabei die Würde des Menschen. Dass aktive Sterbebegleitung nicht mit aktiver Sterbehilfe zu verwechseln sei, betonte der Vereinsvorsitzende Ullrich Fleck. Der promovierte Mediziner und Krankenhausarzt sagte: „Wir stehen nicht für einen ärztlich begleiteten Suizid bereit.“ Umso mehr sei eine professionelle Sterbebegleitung notwendig. Dazu sind die ersten Schritte in Luckenwalde getan mit dem Bau eines Hospizes und angeschlossenem Schulgebäude für Pflegeberufe.

Dazu gratulierte Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) seiner Luckenwalder Amtskollegin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD). Er hatte seine Stadt als Standort zwar auch ins Spiel gebracht, thematisierte dies aber nicht. Wie wichtig eine solche Einrichtung im Landkreis Teltow-Fläming ist, sagte Landrätin Kornelia Wehlan (Linke): „Rund 1400 Menschen sterben jedes Jahr im Landkreis. Etwa 60 Prozent, also 800 Menschen, bedürften der Hilfe eines Palliativ- und Hospizdienstes.“ Das, so Wehlan, könne so ein Verein nicht allein leisten. Sie drückte ihren Respekt und ihren Dank für die geleistete Arbeit aus. Sieglinde Heppener, Vorsitzende des Landes-Seniorenrates, verlangte, dass alle Menschen auch im Sterben gut versorgt und begleitet werden.

Von Hartmut F. Reck

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