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Begnungen mit Afrika

Galerie im Landratsamt Königs Wusterhausen Begnungen mit Afrika

Die nüchternen Amtsflure des Königs Wusterhausener Landratsgebäudes werden künftig regelmäßig für Ausstellungen genutzt. Gleich zwei Ausstellungen sind derzeit hier zu sehen: „Kunst im Viereck“ zeigt Werke von Künstlern des Landkreises, „Begegnungen mit Afrika“ führt ins Südafrika der Apartheid.

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Quelle: Karen Grunow

Königs Wusterhausen. Mit gleich zwei Ausstellungen wurden am Mittwoch im Landratsamt in Königs Wusterhausen zwei neue „Flurgalerien“ eröffnet. Zwar seien jene Gebäude des Landkreises „sehr nüchterne Verwaltungsbauten“, leitete Landrat Stephan Loge (SPD) die zweite Vernissage des Nachmittags zu „Begegnungen in Afrika“ ein. Doch die Künstler des Landkreises zeigten dennoch gern ihre Werke an den Wänden der Amtsflure.

44 Maler, Fotografen und Kunsthandwerker des Landkreises stellen sich nun mit jeweils einem Werk in der Schau „Kunst im Viereck“ vor, die in der zweiten Etage des Gebäudes zu sehen ist. Hendrikje Zuschneid-Bertram aus Kolberg hat eine Keramikmaske ausgesucht: „Meine Serie mit Masken ist noch neu“, erzählt sie über das ungewöhnliche Werk.

Erstmals Ausstellungen in der Kreisverwaltung Königs Wusterhausen

Seit mehr als 20 Jahren gibt es solche Ausstellungen der Künstler des Landkreises bei der Kreisverwaltung, bisher jedoch nie in Königs Wusterhausen. Zum ersten Mal bei einer dieser Schauen dabei ist Eckart Möhlenbeck. „Ich habe mich und meine Arbeit aber schon häufiger beim ,Tag des offenen Ateliers’ vorgestellt“, berichtet der in Senzig lebende Tischlermeister. Er zeigt eine aus Ahorn gedrechselte Platte, die die Niederlehmerin Elke Schottmann mit zarten Landschaftsmotiven versehen hat.

Der in Senzig lebende Maler und Schauspieler Bruno F. Apitz hat ein aktuelles Thema kommentiert: „Raubkunst – Kunstraub oder ,a little Gurlitt’“ ist eine gemalte leere Wand, in der Ecke ein alter Kippschalter; deutlich zeichnet sich die Stelle ab, an der zuvor ein Bild gehangen haben mag.

Südafrikanische Kunst zur Zeit der Apartheid

Neben den stilistisch vielfältigen Werken hiesiger Kunstschaffender sind nun auch Arbeiten südafrikanischer Grafiker im Landratsamt zu sehen. Diese sind zumeist in den 1970er Jahren entstanden. Ausgeliehen hat sie der heute in Frankfurt am Main lebende Hans Blum, der bis 1979 als Seelsorger und Pfarrer für die evangelisch-lutherische Kirche in Südafrika lebte. „Ich sammle diese Kunst, um ein Stück von der reichen Kultur und auch der Theologie zeigen zu können“, erzählte Blum, der eigens angereist war. Bewohner des Flüchtlingsheims in Pätz sorgten für die passende Musik zur Vernissage. Viele der Werke stammen von Künstlern, die an der renommierten Kunstschule Rorke’s Drift gelernt hatten. Die für Königs Wusterhausen ausgewählten eindringlichen Grafiken erzählen oft biblische Geschichten, verwoben mit der Realität des damals von der Apartheid zerrütteten Landes.

Von Karen Grunow

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