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Beherzte Visionen gefragt

Wildau Beherzte Visionen gefragt

Wenn Norbert Kleinwächter Bürgermeister in Wildau wäre, würde er sich für mehr Wohnungsbau und die Ansiedlung von Jobs einsetzen. Das ist für den AfD-Bürgermeisterkandidaten entscheidend in den kommenden Jahren. Er will mit den Wildauern die Stadtentwicklung beherzt planen und behutsam angehen.

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AfD-Bürgermeisterkandidat Norbert Kleinwächter.

Quelle: Privat

Wildau. In der Wahlbekanntmachung steht bei ihm noch Schulzendorf als Wohnort, doch das ist nicht mehr aktuell. Norbert Kleinwächter zog vor drei Wochen nach Wildau. Nun wohnt er also in der Stadt, in der er bei der Wahl am 24. September Bürgermeister werden will. Gearbeitet hat der AfD-Mann dort schon länger. Der 31-Jährige ist seit vier Jahren als Lehrer am Gymnasium Villa Elisabeth tätig, er unterrichtet Englisch und Französisch.

Schwierige Suche nach einer Wohnung

Wie schwierig es sein kann, in Wildau eine Bleibe zu finden, hat Kleinwächter am eigenen Leib erlebt. Als er sich bei der Wohnungsbaugesellschaft nach einer Wohnung erkundigte, erhielt er zur Antwort, dass er zu jung und die Warteliste ellenlang sei. So entschloss sich der Pädagoge schließlich zum Wohnungskauf. Für den Jungpolitiker, der AfD-Fraktionschef im Kreistag Dahme-Spreewald ist, zeigt sich darin das Wildauer Dilemma. Es gibt zu wenig Wohnraum, gleichzeitig fahren viele Wildauer nach außerhalb zur Arbeit. „Die Wohnungsfrage mit der Ansiedlung von qualifizierten Jobs in der Stadt zu verbinden, ist ein entscheidender Faktor“, sagt er. Kleinwächter glaubt, das die Einwohnerzahl Stadt in den kommenden Jahren auf 15 000 steigen könnte, unter anderem im Zuge der BER-Eröffnung.

Wildau wird 15 000 Einwohner haben

Die vom Bürgermeister verkündete Begrenzung auf 12 500 Einwohner hält Kleinwächter für unrealistisch. Ein „moderates Wachstum ohne großen Flächenverbrauch“ schwebt ihm vor. Mit intelligenten Baukonzepten sei das machbar. „Es darf nicht alles zugebaut werden“, sagt Kleinwächter. Lärmschutz, Expressbusse nach Schönefeld und Königs Wusterhausen, kostenfreie Kindergärten gehören zu Kleinwächters Programm für Wildau ebenso wie die Forderung nach einem Masterplan für Gewerbeansiedlungen auf dem Schwermaschinenbaugelände. Als Bürgermeister will Kleinwächter auf direkte Demokratie setzen, für ihn gehören dazu nicht nur Versammlungen, sondern auch Bürgerwettbewerbe zu bestimmte städtischen Projekten. „Es braucht beherzte Visionen für die Stadt in Zusammenarbeit mit den Bürgern und den Stadtverordneten“, sagt er.

Ein Konservativer, dem Dogmen ein Graus sind

Kleinwächter war einst WASG-Mitglied, machte den Zusammenschluss mit der PDS zur Linkspartei aber nicht mit. Er nennt sich selbst einen „progressiven Konservativen“, dem Dogmen ein Graus sind „Wir brauchen einen fairen Austausch der Ideen“, sagt er. Dass in Wildau vier Kandidaten zur Wahl stehen, findet er gut. „So haben die Leute eine Auswahl.“

Aussichtsreicher Listenplatz für den Bundestag

Kleinwächter tritt zudem auf einem aussichtsreichen Listenplatz der AfD zur Bundestagswahl an, würde im Falle einer Wahl zum Bürgermeister dieses Amt aber „gerne übernehmen“, wie er sagt. Er studierte Literatur in den USA, arbeitete als Lehrer in Frankreich. Seine Lieblingsautorin ist die Afroamerikanerin Octavia E. Butler (1947-2006), über deren Werk er seine Masterarbeit schrieb.

Von Frank Pawlowski

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