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Bereitschaftspraxis vor dem Start

Königs Wusterhausen Bereitschaftspraxis vor dem Start

Im Achenbach-Kranenhaus Königs Wusterhausen wird im April die erste Regiomed-Bereitschaftspraxis in Dahme-Spreewald eröffnet. Niedergelassene Ärzte führen dort den Bereitschaftsdienst durch. Die Praxis soll vor allem die Rettungsstelle entlasten und für kürzere Wartezeiten der Patienten sorgen.

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Die neue Bereitschaftspraxis wird ihren Sitz in der Rettungsstelle haben.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg eröffnet im April im Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen eine Regiomed-Bereitschaftspraxis. Sie wird ihren Sitz in der Rettungsstelle haben. Die Sprecherin des Klinikums Dahme-Spreewald, Ragnhild Münch, bestätigte der MAZ, dass die Vorbereitungen nahezu abgeschlossen sind. Die neue Praxis werde vor Ostern ihre Arbeit aufnehmen, sagte sie. Königs Wusterhausen ist der sechste Standort landesweit mit diesem Angebot.

Es soll eine Ergänzung zum derzeitigen Bereitschaftsdienst sein, den niedergelassene Ärzte in ihren Praxen und mit Haubesuchen durchführen. Die Regio-Praxis versorgt Patienten mit akuten, aber nicht lebensgefährlichen Erkrankungen und Verletzungen. Sie soll besonders die Notaufnahme im Krankenhaus entlasten. Allein in Königs Wusterhausen sind im vorigen Jahr knapp 43 000 Menschen in der Rettungsstelle versorgt worden. Die neue Bereitschaftspraxis ist montags, mittwochs und donnerstags von 19 bis 7 Uhr, mittwochs und freitags von 13 bis 7 Uhr, an den Wochenenden sowie feiertags von sieben bis sieben Uhr geöffnet. Das Klinikum hofft, dass sich die Wartezeiten für Patienten in der Notaufnahme verkürzen werden.

Der Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald, Michael Kabiersch

Der Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald, Michael Kabiersch.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Der Geschäftsführer des Klinikums Dahme-Spreewald, Michael Kabiersch, sagt einen „weiteres Wachstum im ambulanten und stationären Bereich“ für Königs Wusterhausen voraus. Der 50-Jährige sieht das Achenbach-Krankenhaus gut gerüstet für die Zukunft. „Der Standort ist gesichert.“ Zuletzt investierte das Klinikum, das zum Sana-Konzern gehört, rund 1,3 Millionen Euro in die Einrichtung eines Herzkatheter-Labors in Königs Wusterhausen. In diesem Jahr werden laut Kabiersch die Erweiterung der Notfallambulanz und der Intensivmedizin geplant, die Bauarbeiten sind für 2018 vorgesehen.

Mit einem weiteren Gütesiegel kann sich das Achenbach-Krankenhaus inzwischen schmücken. Es hat erfolgreich die Zertifizierung als Traumazentrum der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie absolviert. Dem Krankenhaus wird ein bestmögliche Versorgung von Schwerverletzten bescheinigt. Es ist nun regionales Zentrum im Traumanetzwerk Berlin.

Besucherrekord bei den Sonntagsvorlesungen

Neben der medizinischen Versorgung hat sich das Klinikum mit seiner Vorlesungsreihe zu Gesundheitsthemen und medizinischen Themen einen Namen gemacht. Die monatlichen Sonntagsvorlesungen in Kooperation mit der Technischen Hochschule Wildau sind beim Publikum sehr beliebt. Im März gab es einen Besucherrekord, rund 300 Zuhörer kamen zur Veranstaltung über Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten. Aber auch sonst ist das Interesse groß. Mit rund 100 Zuhörern sind die Vorlesungen ein Besuchermagnet. Klinikumsprecherin Ragnhild Münch berichtet von vielen positiven Rückmeldungen. Es seien längst nicht mehr nur Senioren, die sich für das Angebot interessieren. „Wir sind inzwischen richtig bunt geworden“, sagt sie. Bei der 80. Vorlesung am 9. April geht es um das Thema „Bewegung als Lebenselixier“. Zuhörer erfahren Neues aus der Bewegungswissenschaft, außerdem wird die Frage beantwortet, was Yoga ist und was es kann. Am 14. Mai steht ein Vortrag über neue Wege im Umgang mit Antibiotika auf dem Programm.

Wie fit Dahme-Spreewälder auf einem anderen Gebiet sind, ließ sich unlängst an der Geburtenstatistik ablesen. 2016 kamen in den Krankenhäusern des Klinikums in Königs Wusterhausen und Lübben 1332 Babys zur Welt – so viele wie seit Jahren nicht mehr. Der Landkreis hat die zweithöchste Geburtenziffer in Brandenburg. Laut Klinikum setzt sich der Babyboom in diesem Jahr bisher fort.

Von Frank Pawlowski

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