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Dahme-Spreewald Berliner Stadtmission baut Telzer Wohnstätte um
Lokales Dahme-Spreewald Berliner Stadtmission baut Telzer Wohnstätte um
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07:12 18.10.2014
Michaela Gruban (l.) und Angelika Scheib auf der Baustelle.
Telz

Der alte, grüngekachelte Ofen bleibt. Ansonsten wird im Inneren der Telzer Wohnstätte der Berliner Stadtmission für derzeit 21 behinderte Frauen alles komplett umgebaut. Das aus drei unterschiedlichen Gebäuden bestehende Ensemble soll in wenigen Monaten bezugsfertig werden. Rund 1,35 Millionen Euro kostet die gesamte Baumaßnahme.

Bewohner bereiten sich auf Umzug vor

Im Juni waren die Bewohnerinnen, die zwischen 45 bis 75 Jahren alt sind, umgezogen in ein eigens hergerichtetes Ausweichquartier der Stadtmission nach Bestensee. Wochenlang wurde der Umzug vorbereitet, möglichst viel von ihrer gewohnten Umgebung sollten die Frauen auch in der zeitweiligen Unterkunft wiederfinden. „Sie waren ganz emsig beim Packen dabei“, erzählt Michaela Gruban, eine der Wohngruppenleiterinnen und überdies teilweise zuständig für die Leitung der Telzer Wohnstätte. Als kürzlich in Telz Richtfest gefeiert wurde, brachten Gruban und ihre Kollegen einige der Bewohnerinnen aus Bestensee mit, immer wieder mal können sie die Baustelle besuchen. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird es sogar fünf zusätzliche Wohnplätze geben. „Wir sind auch offen für Männer“, betont Gruban.

Türen werden größer, Barrieren sollen verschwinden

Durch den Umbau wird das Ensemble nun komplett barrierefrei sein. Dafür mussten unterschiedliche Bodenniveaus angeglichen werden, die Türen wurden erweitert und vor allem wird es künftig einen großzügigen Fahrstuhl geben. „Das Haus war rettungstechnisch nicht mehr haltbar“, sagt Architektin Angelika Scheib. Nun sind neue Treppen entstanden. Schon vor rund 20 Jahren, erinnert sie sich, gab es Ideen zur Modernisierung des Komplexes. Der älteste Bauteil war um 1920 errichtet worden, in den 1980er-Jahren entstand ein größerer Anbau. Der wurde nun um ein Stockwerk erhöht. Das war, erzählt Scheib, nicht ganz unproblematisch, da der Sockel nur aus Feldsteinen bestand, unter die nun ein neues Fundament gelegt worden ist. Das neue Geschoss wurde in Holzbauweise errichtet, „um Lasten zu sparen“, erklärt die Architektin. Demnächst geht es an den Innenausbau. Jede der dann fünf Wohngruppen erhält eine eigene Küche, es gibt pro Gruppe einen großen Raum für alle und einen für die Mitarbeiter sowie mehrere Bäder, jeder Bewohner hat ein eigenes Zimmer. Im Erdgeschoss des Altbaus sind große Gemeinschaftsräume, hier steht auch der Ofen als kleine Erinnerung, denn „den haben einige der Bewohnerinnen früher selbst noch geheizt“, so Michaela Gruban, die seit 21 Jahren in Telz arbeitet. In einem dieser Räume fanden bislang regelmäßig die Telzer Gottesdienste statt.

Freude über gute Kontakte in die Nachbarschaft

„Unsere Bewohnerinnen sind super integriert im Ort“, freut sich Gruban über die guten Kontakte in der Nachbarschaft. Mitte März, schätzt sie, können „unsere Damen“ wieder in Telz einziehen. Einige leben schon seit frühester Kindheit hier. „Es ist ganz toll, dass wir den Bewohnerinnen ihr Zuhause erhalten können.“

Von Karen Grunow

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