Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Bessere Anbindung in Ortsteile gefordert

Königs Wusterhausen Bessere Anbindung in Ortsteile gefordert

Königs Wusterhausen ist die größte und einwohnerstärkste Stadt in der Region. Der Wachstum prägt die Stadt, birgt aber auch neue Herausforderungen für die Verwaltung. Was die dringendsten Probleme sind, wissen die Einwohner am besten. Von ihnen wollte die MAZ wissen, wo der Schuh besonders drückt.

Voriger Artikel
Mehr Flüchtlingskinder in Regelklassen
Nächster Artikel
Bedarf an Kitaplätzen steigt

Der Nahverkehr ist in Königs Wusterhausen ein wichtiges Thema.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Der Zuzug nach Königs Wusterhausen ist seit Jahren ungebrochen. Seit 1990 hat sich die Einwohnerzahl nahezu verdoppelt. Waren kurz nach der Wende noch 18 130 Menschen in der Stadt gemeldet, sind es heute schon mehr als 35 113 (Stand: 31. Dezember 2014). Königs Wusterhausen ist damit nicht nur die größte und einwohnerstärkste Stadt in der Region, auch was das wirtschaftliche Wachstum angeht, liegt sie im Vergleich mit anderen ostdeutschen Städten weit vorn. Der enorme Zuzug prägt die Stadt und stellt sie auch künftig vor neue Herausforderungen.

Doch wie empfinden die Einwohner selbst den Aufwärtstrend ihrer Stadt? Womit sind sie zufrieden und an welcher Stelle wünschen sie sich Veränderungen? Die MAZ wollte es genau wissen. Chefredakteur Thoralf Cleven hat die Königs Wusterhausener deshalb gebeten, in einer MAZ-Umfrage Stellung zu vier aktuellen Schwerpunktthemen in der Stadt zu beziehen. Insgesamt beteiligten sich 170 Haushalte. Hinweis: Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Bei einigen Fragen kommt es teilweise zu Abweichungen der 100 Prozent, weil die Befragten mehrfach antworteten oder eine Frage ausließen.

Geteilte Meinungen zum Wohnungsbau

Angesichts des anhaltenden Zuzugs wurden die Teilnehmer etwa gefragt, inwiefern sie die Anstrengungen der Stadt zur Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für ausreichend erachten. Hier gehen die Meinungen auseinander: Mehr als ein Drittel der Befragten (34 Prozent) findet, dass die Stadt mehr kommunale Flächen für den mehrgeschossigen Wohnungsbau bereitstellen sollte. Etwa ein Viertel (26 Prozent) hält die Bemühungen der Stadt für ausreichend. Jeder fünfte Befragte ist hingegen unzufrieden, was das städtische Engagement um die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum anbelangt, oder wünscht sich mehr Erbpachtverträge, um etwa auch jungen Familien den Eigenheimbau zu ermöglichen.

Ein Dauerthema in der Stadt sind zudem die wachsenden Schülerzahlen. Die MAZ wollte daher von den Befragten wissen, wie der Ausbau der Schullandschaft künftig vorangetrieben werden soll. Für einen Komplettneubau der Grundschule in Zeesen sprach sich ein Viertel der Befragten aus. Dies entspricht auch dem Wunsch des Ortsbeirats. Vor der Sommerpause hatten die Stadtverordneten bereits die Weichen für einen Schulneubau in Zeesen gestellt und dem Ankauf des dafür notwendigen Nachbargrundstücks zugestimmt. Und auch in Senzig geht es voran: Während sich jeder fünfte Befragte (21 Prozent) den Komplettneubau einer Grundschule in Senzig wünscht, hat der Hauptausschuss sich Anfang der Woche dagegen entschieden und plädiert stattdessen für eine Erweiterung Am Bullenberg.

Befragte wünschen sich mehr Busse in die Ortsteile

Eine endgültige Entscheidung treffen die Stadtverordneten am 10. Oktober. Knapp ein Viertel der Befragten (24 Prozent) wünscht sich vermehrt Schulen in der Kernstadt von Königs Wusterhausen, wo auch die Kinder aus den Ortsteilen der Stadt beschult werden sollen.

Gefragt waren auch Meinungen zu Verkehrsanbindungen. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) fordern eine bessere Busanbindung der Ortsteile an die Innenstadt. Knapp ein Viertel (24 Prozent) wünscht sich zudem eine kürzere Taktfolge der Regionalbahnen nach Berlin. Als weniger wichtig erachten die Umfrageteilnehmer einen noch enger getakteten S-Bahnverkehr in die Hauptstadt: Lediglich neun Prozent fordern eine generelle Verkürzung des S-Bahn-Takts auf zehn Minuten, 15 Prozent wünschen sich diesen zumindest während des Berufsverkehrs von montags bis freitags.

27 Prozent sind mit der Arbeit des Bürgermeisters zufrieden

Auch wie zufrieden die Einwohner von Königs Wusterhausen mit ihrem Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) sind, wollte die MAZ wissen. Die Mehrheit der Umfrageteilnehmer (39 Prozent) konnte oder wollte die Arbeit des Stadtoberhaupts nicht beurteilen. 27 Prozent sind mit Franzkes Arbeit nicht zufrieden. Mehr als jeder fünfte Befragte würde dessen erneute Kandidatur begrüßen.

Über die Fragen der MAZ hinaus beschäftigt die Königs Wusterhausen noch ein weiteres dringendes Problem. So wünschen sich viele der Befragten mehr kostenlose Parkplätze, vor allem rund um den Bahnhof. Ein Großteil sprach sich zudem dafür aus, den Stadtkern und die Bahnhofstraße langfristig insgesamt attraktiver zu gestalten.

Von Josefine Sack

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg