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Dahme-Spreewald Bestensee ohne Direktanbindung zum BER
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee ohne Direktanbindung zum BER
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02:16 26.12.2015
Die Regionalbahn fährt mit dem neuen Fahrplan von Bestensee nicht mehr nach Schönefeld. Umsteigen in Königs Wusterhausen ist angesagt. Quelle: Andrea Müller
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Bestensee

Die Regionalbahn fährt mit dem neuen Fahrplan nun nicht mehr direkt von Bestensee nach Schönefeld beziehungsweise weiter nach Berlin-Südkreuz. „Damit hat Bestensee keine direkte Verbindung mehr zum Flughafen“, so Jonas Reif. Er ist Mitglied von Bündnis 90/ Die Grünen im Landkreis Dahme-Spreewald. „Ich bemühe mich seit Jahren um die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs“, sagt er. Aus diesem Grund habe er sich den jetzt gültigen Bahn-Fahrplan genau angesehen. Dabei sei er auf eine interessante Entdeckung gestoßen, mit der die nun entstandene Verbindungs-Lücke zwischen Bestensee und Königs Wusterhausen wieder geschlossen werden könnte. Reif hat errechnet, dass pro Jahr ein Kostenaufwand von rund 140 000 Euro damit einher ginge.

Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) hält die Summe für einen relativ geringen Aufwand, zumal sich alle Beteiligten – seine Gemeinde, Königs Wusterhausen, der Landkreis, das Land Brandenburg und die Deutsche Bahn Regio Nordost – beteiligen könnten. Quasdorf ärgert es ohnehin, dass die Bahn mit dem neuen Fahrplan die Strecke nun erneut geändert hat. Gesprochen habe darüber mit ihm keiner. Die Bestenseer seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. „Vor fünf Jahren wurde die Fahrt nach Berlin plötzlich über Schönefeld geleitet“, erinnert sich der Gemeindechef. Die Folge: Rasanter Rückgang der Fahrgastzahlen. „Nun haben sich die Leute daran gewöhnt und jetzt das“, zeigt sich der Bürgermeister unzufrieden.

Jonas Reif, der auch in Zeuthen in der Gemeindevertretung sitzt, hat einen Vorschlag erarbeitet, den er allen Beteiligten zukommen ließ. Konkret geht es um die Regionalbahnlinie 22. Sie fährt auf der Strecke Potsdam Hauptbahnhof – Golm – Schönefeld – Königs Wusterhausen. Reif war aufgefallen, dass der Zug aufgrund der geringen Gleiskapazitäten im Bahnhof Königs Wusterhausen etwas „trödelt“, um hier die Wendezeit zu verringern. Aus dem Grund halte die Bahn in Golm und Schönefeld länger, als es aus betrieblichen Gründen notwendig wäre. Dies gelte sowohl für die Hin- als auch für die Rückfahrt und mache bis zu sieben Minuten aus. „Dies würde reichen, um die RB 22 bis nach Bestensee zu verlängern und erst dort wenden zu lassen“, meint der Grünen-Politiker. Seiner Analyse zufolge würden damit auch keinerlei Beeinträchtigungen durch kreuzende oder entgegenkommende Züge entstehen, da die Bahnstrecke südlich von Königs Wusterhausen zweigleisig ist. Für Bestensee und das auf der Strecke liegende Zeesen würde sich bei der jetzigen Fahrplanlage genau ein 30-Minuten-Takt in beide Richtungen ergeben. „Bestensee wäre damit wieder an den Flughafen angeschlossen“, konstatiert Reif.

Die Kosten hat er wie folgt berechnet: 6,1 Kilometer mal zwei mal 2,94 Euro (für den Trassenpreis) mal 1,65 (Taktfaktor) plus drei mal 4,59 Euro (Stationsnutzung in Zeesen, Bestensee und noch mal Zeesen). Die Summe betrage etwa 80 Euro, da auch noch Energiekosten und Fahrzeugabnutzung eingerechnet werden müssten. Bei angenommenen sieben Fahrten im Berufsverkehr – drei vormittags, vier nachmittags – bei 250 Werktagen im Jahr entsteht die Gesamtsumme von 140 000 Euro. Reif würde gerne sehen, wenn sich die Beteiligten damit befassten und die Bahn zumindest für einen Testzeitraum grünes Licht für seinen Vorschlag erteilt.

Von Andrea Müller

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