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Bestensee Bücher verschwinden auf mysteriöse Weise aus Bücherzelle
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Bücher verschwinden auf mysteriöse Weise aus Bücherzelle
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00:22 17.02.2019
Auf mysteriöse Weise verschwinden massenweise Krimis und aktuelle Literatur aus dem öffentlchen Regal am Dorfanger in Bestensee. Beate Koke und Karl-Heinz Gärtner füllen sie nach. Quelle: Andrea Müller
Bestensee

Die Bücherzelle am Dorfanger von Bestensee ist ein beliebter Treffpunkt von Leseratten. Junge Leute, Frauen und Männer mittleren Alters, betagte Menschen, ja sogar Kinder nutzen sie gern, um sich hier Bücher zu holen, die sie gerne lesen würden. In jüngster Zeit müssen sich jedoch äußerst eifrige Leser bedienen: Auf mysteriöse Weise verschwinden die Bücher reihenweise.

Gut sortierte Regalreihen

Das öffentliche Regal in einer ehemaligen Telefonzelle ist gut sortiert. Die Kinder- und Jugendliteratur liegt ganz unten, damit die Kleinen besser ran kommen. Krimis sind auf mehreren Brettern im mittleren Bereich einsortiert. Weiter oben finden sich Liebesschmöker, Sachliteratur und andere Bücher. Alles ist bestens ausgeschildert, sodass es jeder einfach hat, hier klar zu kommen und das zu finden, was er gerade sucht. Es gibt nur wenige Ladenhüter. Aber ein Buch wartet hier schon lange auf einen neuen Besitzer: „Schlank werden mit Apfelessig“. Nutzer der Bücherzelle verziehen das Gesicht.

Lausl-Verein kümmert sich

Die „Pflege“ der Bücherzelle hat der Verein Lebensart und Sammellust Lausl übernommen, der nur wenige Schritte weiter sein Domizil hat. Beate Koke und Karl-Heinz Gärtner sind Mitglieder und widmen sich dieser Aufgabe persönlich. Normalerweise schauen sie gemeinsam einmal wöchentlich danach, ob alles in Ordnung ist und prüfen, wo die Bücherreihen aufgefüllt werden müssen. „In letzter Zeit müssen wir jedoch immer öfter vorbei schauen“, beklagen sie. Der Grund: Bücher verschwinden in Größenordnungen. „Besonders die Krimis und Literatur, die gerade erst heraus gekommen ist, ist plötzlich weg“, sagt Gärtner. Nun seien sie immer öfter vor Ort. „Neulich war die Krimi-Reihe absolut leergeräumt“, so der Bestenseer.

Suche nach Erklärung

So gehe das jetzt seit etwa vier Wochen. Die Bücherzelle werde gefüllt und quasi über Nacht verschwinden die Bücher wieder. Leider werde vermutet, dass hier nicht ein besonders eifriger Leser am Werk ist, sondern ein Langfinger. „Und wenn jedes Buch nur 50 Cent bringt auf einem Trödelmarkt...“, sucht Beate Koke nach einer möglichen Erklärung des Phänomens.

Bürger sensibilisieren

Jemand am Dorfanger will beobachtet haben, wie zunächst ein Mann regelmäßig mit dem Fahrrad kam und Bücher mitnahm. Nun soll derselbe Mann mit dem Auto vor die Bücherzelle vorgefahren sein. Koke und Gärtner wollen jedoch niemandem etwas unterstellen. Für sie steht lediglich fest: Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen. Sie wollen die Bestenseer sensibler machen, damit sie darauf achten, was hier in der Bücherzelle passiert.

Die Bücherzelle gibt es in Bestensee seit nunmehr fünf Jahren. Viele bringen ausgelesene Bücher vorbei und stellen sie so anderen Lesern kostenlos zur Verfügung. In der Regel ist es ein Geben und Nehmen – und eben keine Einbahnstraße.

Von Andrea Müller

Annette Lehmann aus Pätz will sich einen Traum erfüllen und von der Kommunal- in die Landespolitik wechseln – als Vertreterin der Unabhängigen Bürger im BVB Freie Wähler. Ihre Themen: Tegel und Bildung.

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