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Bestensee Künftig blitzt nur noch die Polizei
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Künftig blitzt nur noch die Polizei
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07:21 07.11.2018
Keine Blitzer mehr in Bestensee - das beschloss die Gemeindevertretung. Einer der Blitzerstandorte war die Königs Wusterhausener Straße. Quelle: Andrea Müller
Bestensee

Die Gemeinde Bestensee wird künftig keine kommunalen Geschwindigkeitsmessungen mehr von Mitarbeitern des Amtes Schönefeld durchführen lassen. Ein entsprechender Vertrag zwischen beiden Kommunen wurde bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung aufgekündigt.

Innenministerium stimmte zu

Schon 1997 hatte das Brandenburgische Innenministerium einen Antrag von Bestensee und Schönefeld genehmigt, kommunale Geschwindigkeitsmessungen durchzuführen. 21 Jahre lang hat das Amt Schönefeld diese Aufgabe im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit für Bestensee mit übernommen. „Beide Seiten haben jetzt einvernehmlich vereinbart, den Vertrag zwischen Schönefeld und Bestensee zu beenden“, erklärte der Bürgermeister der Flughafengemeinde, Udo Haase (parteilos). „Es ist einfach zu viel zu tun“, so Haase weiter. In Schönefeld seien die mobilen Blitzer sehr viel im Einsatz. „Dauernd“, so der Gemeindechef, so dass die Mitarbeiter im eigenen Bereich damit vollkommen ausgelastet seien. Zudem sprach Haase die Wirtschaftlichkeit an. „Bestensee hatte keinerlei Kosten“, sagte der Bürgermeister. Schönefeld erhielt aber auch die Einnahmen. Um welche Summen es da konkret ging, will keiner sagen.

Mobile Blitzer sind zu teuer

Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) sprach davon, dass sich der Einsatz der mobilen Blitzer für Schönefeld nicht mehr gelohnt habe. „Von hier fährt doch da keiner mehr rein“, meinte Quasdorf. Die Standorte seien im Allgemeinen bekannt, würden zudem über Internet, Radio und Navigationssysteme kommuniziert, so dass Autofahrer meist gewarnt seien und ihre Geschwindigkeit an den „Gefahrenstellen“ drosselten. So seien die Einnahmen immer weniger geworden und hätten zuletzt in keinem Verhältnis mehr zum Aufwand gestanden.

Mehrere Standorte für Blitzer

Blitzer-Standorte in Bestensee waren am Ortseingang beziehungsweise -ausgang in der Königs Wusterhausener Straße sowie in der Hauptstraße in Höhe von Gas Neumann. Blitzer wurden zudem am Kinderdorf in regelmäßigen Abständen aufgebaut. „Die Raserei ist mit den Blitzern auch nicht weniger geworden“, beklagte Quasdorf. Es gebe immer wieder Beschwerden von Leuten im Wustrocken über zu schnell fahrende Autos. Darüber hinaus gebe es weitere Schwerpunkte etwa in der Ernst-Thälmann-Straße, der Motzener Straße oder in der Ortsdurchfahrt Pätz.

Kein Freibrief für Raser

Dass es keine kommunalen Blitzer in Bestensee mehr gebe, sei kein Freibrief zum Rasen, warnte der Bürgermeister. Zwar gebe es nun keine von der Kommune betriebenen Blitzer mehr, doch sei die Polizei weiterhin auch in Bestensee und seinem Ortsteil Pätz unterwegs, um Geschwindigkeitsmessungen von Fahrzeugen vorzunehmen. Dies sollten Autofahrer ernst nehmen. Überschreitungen können teuer werden und mit Punkten in Flensburg bestraft werden.

Schönefeld modern ausgestattet

Im Unterschied zu Schönefeld verfügt Bestensee über keine fest installierten Blitzer. Schönfeld ist sehr modern ausgestattet mit den „Türmen“, wie sie in Waltersdorf oder in der Straße Am Seegraben stehen. Weitere drei Blitzer stehen an anderen Standorten.

Von Andrea Müller

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