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Bestensee Neues Konzept für das Schrobsdorff-Haus
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05:33 08.11.2018
Für das Schrobsdorff-Haus in Pätz gibt es eine neue Konzeption. Der geplante Umbau könnte dann 2019 beginnen. Quelle: Andrea Müller
Pätz

 Die Diskussion um die Zukunft des Schrobsdorff-Hauses in Pätz biegt möglicherweise auf die Zielgerade ein. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein des Bestenseer Ortsteils wurde ein neues Konzept erarbeitet. Das liegt den Gemeindevertretern nach Aussage von Ortsbeiratsvorsitzender Annette Lehmann (Unabhängige Bürger) inzwischen vor. Wenn die Gemeindevertretung in ihrer Sitzung im Dezember zustimmt, dann könnte der Umbau schon 2019 starten.

Im Schrobsdorff -Haus in Pätz ist derzeit auch Bibliothek und Schiedsstelle untergebracht. Beide sollen auch nach dem Umbau wieder einziehen. Quelle: Andrea Müller

Angelika Schrobsdorff und Pätz

Annette Lehmann begleitet das Thema Schrobsdorff-Haus seit 2003, dem Jahr, als sie begann, in der Lokalpolitik mitzuwirken. Das sind 15 Jahre harten Ringens um die Erhaltung dieses Hauses als Erinnerungsort für Angelika Schrobsdorff und für die Pätzer Bürger als Treffpunkt. Die Schriftstellerin Angelika Schrobsdorff hatte ihre Kindheit vor allem in Pätz verbracht. Mit der Machtergreifung Adolf Hitlers musste die Familie wegen der jüdischen Mutter fliehen und ging nach Bulgarien ins Exil. Nach dem Krieg kehrte Schrobsdorff nach Deutschland zurück, entschied sich aber später, nach Israel zu gehen. 2006 entschied sie aufgrund der politischen Situation in Israel, wieder in die Heimat zurückzukehren. Sie starb 2016 in Berlin. Viele ihrer Bücher wurden in andere Sprachen übertragen. Besonders bekannt wurde Angelika Schrobsdorff mit ihrem Buch „Du bist nicht so wie andere Mütter“.

Idyllisch liegt das Schrobsdorff Haus im Hörnigweg. Das ganze Gelände muss auf Vordermann gebracht werden. Quelle: Andrea Müller

Die alten Varianten

Zuletzt wurden vor zwei Jahren Möglichkeiten der weiteren Nutzung des Hauses diskutiert. Zum einen hätte der Verein Streuwiesen das Objekt im Hörnigweg übernehmen können. „Dann wäre das Haus aber für die Pätzer verloren gewesen“, so Lehmann. Eine andere Variante war die Errichtung eines Yoga- und Meditationszentrums. „Dann hätte die Kommune jedes Mal bezahlen müssen, wenn sie das Haus hätte nutzen wollen“, sagt die Ortsbeirats-Chefin. Dann liebäugelte man damit, das Haus ganz zu verkaufen, statt – wie bei den beiden ersten Ideen – es in Erbbaupacht zu geben. „Da war aber die Gemeinde dagegen“, erinnert sich die Pätzerin. Sie beschloss, das Haus zu sanieren und zu modernisieren. Außerdem wurde Pätz beauftragt, ein Konzept für die Nutzung zu erarbeiten.

Heimatverein wird Betreiber

„Wir haben uns mit Jürgen Ostländer (Plan B), einem von der Gemeinde beauftragten Architekten und dem Heimatverein hingesetzt und uns an die Arbeit gemacht“, resümiert nun Annette Lehmann. Mit dem Heimatverein sei man überein gekommen, dass er künftig als Betreiber die Führung des Hauses übernimmt. Dieser hatte es ohnehin am meisten für seine Veranstaltungen genutzt. So soll es bleiben.

Das Schrobsdorff-Haus steht unter großen Bäumen – jetzt im Herbst sind sie besonders schön. Quelle: Andrea Müller

So wird umgebaut

Bei dem geplanten Umbau gehe es vor allem um eine Veränderung der Innenräume. So soll eine Wand heraus genommen werden, so dass ein großer Raum mit rund 80 Quadratmetern entsteht. Die Modernisierung der Küche sei ebenfalls geplant. Der größte Brocken sei der behindertengerechte Umbau. So müssen die Türen zu den Toiletten verbreitert werden. Zudem muss am Eingang ein Rampe angebaut werden.

Finanzielle Mittel stehen zur Verfügung

Der Umbau soll rund 120.000 Euro kosten. Fördermittel-Anträge beim Spreewaldverein und dem Land blieben erfolglos.

Von Andrea Müller

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