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Bestensee Im Seepark Pätz sollen auch Senioren betreut wohnen
Lokales Dahme-Spreewald Bestensee Im Seepark Pätz sollen auch Senioren betreut wohnen
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21:15 23.10.2018
Im „Seepark Pätz“ soll auch ein Haus für betreutes Wohnen entstehen. Die Gemeinde führt darum jetzt Gespräche mit der Volkssolidarität. Quelle: Andrea Müller
Pätz

Ein Streit zwischen der Gemeinde Bestensee und dem Investor Bonava, der in Pätz ein neues Wohngebiet errichten möchte, geht in die nächste Runde. Während die Gemeindevertretung dem Vorhaben „Seepark Pätz“ nur unter der Voraussetzung zugestimmt hatte, dass dort auch ein Wohnhaus für betreutes Wohnen von Senioren entsteht, sehe Bonava keinerlei Verpflichtung, ein solches zu errichten. Das machte der Prokurist Reiner Höntsch bei der jüngsten Gemeindevertretung in Bestensee deutlich.

Diese alte Ruine soll umgebaut werden zum Wohnhaus für Senioren, in denen sie betreut wohnen können. Quelle: Andrea Müller

Keine Rechtsverbindlichkeit

Auf dem Gelände in der Pätzer Badstraße steht ein altes, baufälliges Gebäude. Ursprünglich war vorgesehen, dieses als Wohnhaus zum betreuten Wohnen für Senioren auszubauen. Jetzt bezog sich Höntsch auf das städtebauliche Konzept, das einmal vom Büro Bley aus Königs Wusterhausen erarbeitet worden sei. Darin sei dieses Wohnhaus zwar vorgesehen, doch entstehe dadurch keine Rechtsverbindlichkeit. Ausschlaggebend sei vielmehr der Bebauungsplan, indem wiederum nicht festgelegt werden könne, dass Gebäude für betreutes Wohnen zu errichten seien. Der Prokurist sah darüber hinaus keinen Bedarf für betreuten Wohnraum. Dieser sei in der Regel mit einem hohen Investitionsaufwand verbunden und nachher wohnten junge Leute in den Wohnungen, weil sich die älteren ihn nicht leisten könnten.

Prokurist Reiner Höntsch machte in der Gemeindevertretung von Bestensee unmissverständlich klar, dass der Investor keine rechtliche Verpflichtung sehe für die Errichtung eines Wohnhauses zum betreuten Wohnen von Senioren. Quelle: Andrea Müller

Meinungen der Gemeindevertreter

Jürgen Ostländer (Plan B) unterstrich: „Wir haben dem Projekt nur zugestimmt wegen dem betreuten Wohnen. Jetzt haben wir keinen Anspruch, dieses durchzusetzen.“ Kerstin Rubenbauer (Linke) wunderte sich sehr über die Ausführungen des Prokuristen. „Wir als Gemeindevertreter lernen daraus, künftig noch mehr Unterlagen abzufordern und sie genau zu studieren“, sagte sie. Sie ergänzte, dass es in Bestensee auch betreutes Wohnen gebe und die Wohnungen durchaus an Leute vermietet seien, die betreut wohnen wollen. „Es gibt durchaus einen Bedarf dafür“, stellte sie klar. Thomas Irmer (SPD) fühlte sich „verkackeiert“. Manfred Prosch (Unabhängige Bürger) versuchte, die Wogen zu glätten und den Investor zu stärken. „Ich fahre jetzt 30 Jahr an den Ruinen dort vorbei. Jetzt fängt ein Investor da zu bauen an, und wir zerreden es wieder“, sagte er.

Verhandlungen mit der Volkssolidarität

Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) fasst nach den Ausführungen von Höntsch zusammen, dass die rechtliche Seite dargestellt worden sei. „Daran haben wir uns zu halten“, sagte er. Zugleich machte er aber deutlich, dass er bereits Gespräche mit der Volkssolidarität führe, die eine Lösung des Problems zum Ziel hätten. So könnte diese das Haus übernehmen und entsprechend weiter vermarkten. Die VS Bürgerhilfe wäre dann entsprechend der Vorhabenträger. Auf diese Weise könnte dann eben doch das betreffende Gebäude zu einem Wohnhaus mit betreuten Wohnungen für Senioren werden.

Von Andrea Müller

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