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Bestenseer Gesichter

Kultur in Bestensee Bestenseer Gesichter

Holger Schütze ist Fotograf. Jetzt möchte er ein Buchprojekt angehen. Darin sollen sich Gesichter aus Bestensee finden. Es ginge ihm dabei weniger um Prominente aus dem Ort, sondern auch um Leute, die auf den Zug warten, an der Kasse stehen oder den Hund ausführen. Es soll eine Momentaufnahme von Bestensee werden. Er denkt an 150 bis 200 Leute.

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Holger Schütze mit seinem Fotoapparat.

Quelle: Andrea Müller

Bestensee. Das Konzept zu seinem Buch mit Bestenseer Gesichtern hat der Fotograf Holger Schütze fertig in der Schublade liegen. Darin sollen sich Porträts von Nachbarn, Freunden, Bekannten und Unbekannten – bis hin zur Kassiererin im Supermarkt – finden.

Schütze wurde 1955 in Freiberg geboren. Sieben Jahre später bekam er seinen ersten Fotoapparat geschenkt. „Meine Eltern haben ihn mir umgehängt und gesagt ,mach mal’“, erinnert sich der heute 61-Jährige. Zu Hause habe es eine Dunkelkammer gegeben, in dem der Vater seine Fotos selbst entwickelte. Schütze spricht vom Abenteuer, ein Bild entstehen zu sehen. Er lernte das Verfahren und war bei den Gleichaltrigen bald gefragt, denn er konnte damals als Einziger Kontaktabzüge von Fotos aus der Bravo – einer Jugendzeitschrift aus dem Westen – anfertigen und verteilen.

Digitalfotografie brachte neuen Anfang

Später hat Schütze die Fotografiererei erst einmal aus den Augen verloren. Nach der Schule ging er zum Studium der Bergbautechnik und gründete auch bald eine Familie. Doch als die Digitalfotografie nach der Wende und dem Fall der Mauer aufkam, erinnerte sich Schütze an seine einstige Leidenschaft. Mit dem Jahr 2001 begann sein zweites Zeitalter mit dem Fotoapparat vor der Nase. Schütze belegte Kurse für Fotografie und Bildbearbeitung, beteiligte sich an mehreren Foto-Projekten und arbeitete sogar als Bildredakteur.

Vor zwölf Jahren ist Schütze von Berlin nach Bestensee gezogen. Seine Frau und er hatten damals unabhängig voneinander nach einem Haus im Internet gesucht – und das selbe gefunden. So waren sie sich schnell einig und packten die Koffer. Bestensee wurde die neue Heimat. Weil sich Schütze hier so wohl fühlt und die Leute mag, kam ihm die Idee mit dem Buch. „Es geht nicht nur um Prominente“, erklärt Schütze. Vielmehr sollen Leute zu sehen sein, die am Bahnhof auf den Zug warten, an der Kasse stehen oder den Hund ausführen. Schütze gehe es dabei nicht um Text, auch wenn der ergänzend dazu gehört, sondern um das, was in den Gesichtern geschrieben steht, was das Leben hinein gezeichnet hat. Das will er mit der Kamera einfangen und festhalten. Schütze weiß genau, dass das nicht in fünf Minuten zu machen ist. Ein gutes Foto braucht Geduld und er das Vertrauen der Bestenseer, die sich abbilden lassen. „Ich denke so an 150 bis 200 Leute“, verrät Schütze. Bis Ende 2018 soll die Sammlung an Porträts vorliegen. Dann könne das Buch gestaltet werden.

Offene Türen eingerannt

Momentan ist Holger Schütze auf der Suche nach den Bestenseer Gesichtern. Er möchte Leute ansprechen, aber die Leute könnten sich auch bei ihm melden. Zugleich sucht der Fotograf nach Sponsoren für sein Projekt. „Ich habe da offene Türen eingerannt“, reflektiert er ein Vorgespräch mit der Gemeinde, die das Buch möglicherweise als eine Art Momentaufnahme des Ortes zu offiziellen Anlässen verschenken könnte. Holger Schütze ist sehr gespannt. Es wird sein erstes Buch sein.

Von Andrea Müller

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