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Dahme-Spreewald Bestenseer fühlen sich ausgegrenzt
Lokales Dahme-Spreewald Bestenseer fühlen sich ausgegrenzt
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07:00 05.02.2016
Auf diesem Gelände in Körbiskrug wurden Flüchtlinge untergebracht. Quelle: Franziska Mohr
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Königs Wusterhausen

Der Tagesordnungspunkt „Stand der Unterbringung von Flüchtlingen“ wird aufgrund seiner Brisanz auch in den kommenden Sitzungen des Sozialausschusses der Stadtverordnetenversammlung Königs Wusterhausen eine wichtige Rolle spielen. Das teilte Ausschussvorsitzender Thorsten Kleis (Linke) in dieser Woche im Rathaus den Abgeordneten und Bürgern mit. Nach den Informationen des Landkreises Dahme-Spreewald leben derzeit in den Not- und Gemeinschaftsunterkünften in Zeesen 276, in Körbiskrug 61, in Uckley 86 und in Wernsdorf 96 Asylsuchende. Diese Zahlen würden sich aber täglich ändern, so Kleis.

Jüngste Einrichtung ist die ehemalige Ferienanlage „Am Sandberg“ in Körbiskrug. „Am 12. Januar wurden wir darüber informiert, dass die Unterkunft am 7. Januar in Betrieb gegangen ist. Wir wurden im Vorfeld nicht in die Entscheidungen einbezogen“, sagte Kleis. Der Landkreis prüfe ständig neue Objekte, die für eine Unterbringung von Asylsuchenden geeignet sind und belege diese nach aktuellen Erfordernissen. Unter den rund 520 Flüchtlingen in den vier Einrichtungen sind 55 Kinder im Kita- oder Schulalter. „Die Grundschulen sind auf die Aufnahme der Kinder vorbereitet. Alle Dinge zur Schulpflicht wie Schultaschen werden finanziert. Im Kita-Bereich sind wir aber am Ende der Kapazität angekommen“, erläuterte Sabine Bösenberg, Sachgebietsleiterin Bildung. Derzeit werde die Bildung von speziellen Eltern-Kind-Willkommens-Gruppen in Zeesen und Niederlehme vorbereitet. Diese Gruppen müssten allerdings durch das Landesjugendamt genehmigt werden. „Da ist alles noch in Klärung. Wir rechnen mit der Eröffnung der Gruppen Ende des Jahres“.

Verärgerungen gab es in der Einwohnerfragestunde. Mehr Informationen über die Unterbringung von Flüchtlingen in der neuen Notunterkunft „Am Sandberg“ wünschten sich Bürger aus Bestensee. Diese leben zwar in unmittelbarer Nähe der Einrichtung in Körbiskrug, haben aber als Bestenseer Einwohner nicht die Möglichkeit, in Königs Wusterhausen ihre Fragen anzubringen. „Das ist nicht einzusehen, ich habe mein Kommen vorher extra angemeldet“, sagte Mario Pfütze aus der Schubertstraße. „Wir haben nur mitbekommen, dass in unserem Umfeld etwas passiert, weil plötzlich eine provisorische Bushaltestelle eingerichtet wurde“, sagte er. „So kann die Informationspolitik des Landkreises nicht laufen. Und es kann auch nicht sein, dass selbst die Stadt Königs Wusterhausen erst nach der Inbetriebnahme der Unterkünfte durch den Landkreis informiert wird.“ Das alles schüre Vorurteile, biete unnötigen Raum für Spekulationen, meinte der Bestenseer. Ute Schilde aus Zeesen formulierte daraufhin Fragen einer Anwohnerin aus Bestensee. Diese befürchtet in der nächsten Badesaison Probleme für das FKK-Baden an den Tonteichen. „Am Beispiel der Unterkunft in Pätz kann man sehen, dass man Flüchtlingen unsere Lebensweise erklären kann, Sie werden diese tolerieren oder sich vom See fernhalten“, sagte die Zeesenerin über ihre eigenen Erfahrungen. Es sei wichtig, dass möglichst viele Deutsche den Kontakt suchen.

Die Abgeordneten debattierten im Ausschuss zudem über die Bildung eines Integrationsbeirates. Dieser könnte in Zukunft Nichtdeutschen die Möglichkeit eröffnen, sich mit Vorschlägen in die Kommunalpolitik der Stadt einzubringen. „Dazu müsste die Satzung geändert und geklärt werden, wer darf gewählt werden“, sagte Elke Voigt (SPD). Die Fraktionen kündigten an, sich zu diesem Thema in den nächsten Wochen eine Meinung zu erarbeiten.

Von Uta Schmidt

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