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Dahme-Spreewald Bestwaner im Anmarsch
Lokales Dahme-Spreewald Bestwaner im Anmarsch
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00:27 06.12.2015
Die gefürchteten Bestwaner auf dem Weg vom Generationenwald zum Tonsee. Quelle: Andrea Müller
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Bestensee

Verschnörkelte Buchstaben, fantastische Figuren wie die Schneekönigin, der Falke und vor allem die gruseligen Bestwaner treiben sich zwischen den Seiten des Märchenbuches von Manfred Prosch herum. Sie warten in diesen Tagen vor Weihnachten nur darauf, endlich die Enge zwischen den Buchdeckeln zu verlassen und sich auf in die Wälder am Tonsee zu machen. Am Sonntag zum Nikolaustag werden sie mit großer Wahrscheinlichkeit zur Kinderweihnacht am Campingplatz, Freudental 25, gegen 16.30 Uhr eintreffen. Denn dann wartet ihr großer Meister bereits auf sie und die Bestenseer Kinder. Gemeinsam mit Manfred Prosch werden sich die Kleinen auf die Suche nach der Wunschkassette machen, die auf unerklärliche Weise verschwunden ist.

Märchenerzähler Manfred Prosch bei der Kinderweihnacht Quelle: Privat

Seit der 700-Jahr-Feier von Bestensee im Jahr 2007 schreibt Prosch Märchen. „Ich habe so viel Fantasie“, sagt er. Plötzlich komme ein Einfall, dann setze er sich hin und vier Stunden später sei alles erledigt. Ein ganzes Märchenbuch ist auf diese Weise bereits entstanden. Der Heimat- und Kulturverein hat es aufgelegt. Manfred Purann, der die Gestaltung übernommen hatte, denkt wie Prosch und andere im Verein an einen zweiten Band. „Es sind ja doch einige Märchen seitdem dazu gekommen“, meint er. In dem neuen Märchen aus diesem Jahr geht es um die Wunschkassette. „Da sollen die Kinder ihre Wunschzettel für den Weihnachtsmann hinein legen“, erläutert der Bestenseer Märchenerzähler, der großen Wert darauf legt, ganz ortsspezifische Geschichten zu erfinden, nichts irgendwo abzuschreiben. Da die Kassette verschwindet – wahrscheinlich waren wieder einmal die Bestwaner am Werk – muss sie gesucht werden. „Was soll denn sonst aus der Bescherung Heiligabend werden, wenn der Weihnachtsmann die Wünsche der Kinder nicht kennt“, macht sich Prosch mit Augenzwinkern Sorgen. Na klar, er als Erzähler weiß ja, dass die Story gut ausgehen wird.

Allerdings müssen ihm die Bestenseer Mädchen und Jungen dabei helfen. Was brauchen sie dazu? Mut vor allem. Teamgeist, denn wer will schon allein im Dunkeln durch den Wald gehen. Klugheit ist gefragt, um die Bestwaner zu überlisten sowie Stifte und ein Blatt Papier. „Letzteres sollten die Kinder aber doch lieber zu Hause lassen“, meint Prosch. Besser sei es, den eigenen Wunschzettel schon vor der Kinderweihnacht zu malen oder zu schreiben. „Mutter, Vater, Oma und Opa könnten die Geschichte vorlesen“, wünscht sich der Märchenerzähler. Dann beginne die Kinderweihnacht nicht erst am Sonntagnachmittag, sondern schon zu Hause in der Familie. Und Weihnachten sei ja ein Fest der Familie. Für Prosch gebe es nichts Schöneres, als wenn sich alle zusammen auf das Fest freuen und – abseits von Computer, Fernsehen, Tablet und Smartphone – alles vorbereiten. Dann nämlich sei die richtige Stimmung in den Herzen der Kinder, wenn sie am Nikolaustag kommen, um Teil des neuen Märchens von der „Verschwundenen Wunschkassette“ zu sein.

„Angst, na klar, die werden die Steppkes schon haben, wenn es im Dunkeln darum geht, die Bestwaner zu überlisten“, so Prosch. Doch sie hätten ja gute Verbündete wie die Schneekönigin und den Falkner mit seinem starken Falken. Und anders als im wahren Leben kann in einem Märchen doch am Ende nichts schiefgehen.

Von Andrea Müller

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