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Besuch in der Abfallverwertungsanlage

Königs Wusterhausen Besuch in der Abfallverwertungsanlage

Am Donnerstag besuchten Botschaftsrat Francisco Mackenney und Ximena González Rose vom Umweltministerium der Republik Chile den Zweckverband Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) in Niederlehme.

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Ximena González Rosa im Gespräch mit Mario Kirsch.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Ximena González Rosa vom Umweltministerium der Republik Chile und Francisco Mackenney, Botschaftsrat an der chilenischen Botschaft, besuchten am Donnerstag gemeinsam mit Bürgermeister Lutz Franzke (SPD) die Abfallverwertungsanlage in Niederlehme. Mario Kirsch, Verbandsvorsteher des Zweckverbandes Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) besichtigte mit den Gästen die Verwertungsanlage. Im Anschluss an den Rundgang erklärte Lutz Pätzold, Vorsitzender des Verbandsvorstandes, das Müllentsorgungs- und Müllverwertungssystem auf Ebene der Kommunen.

Derzeit steht Chile einem gravierenden Gesundheits- und Umweltproblem gegenüber, welches durch ein immer größeres Abfallaufkommen entsteht – verursacht durch das hohe Konsumverhalten, den Verbrauch von größeren Mengen Verpackungsmaterial oder von Einweg- und Wegwerfprodukten. Seit 2010 ist Chile Mitglied der OECD. Bei Eintritt verpflichtete sich das Land zur Schaffung eines Gesetzes, das den Rahmen für Abfallbewirtschaftung, erweiterte Herstellerverantwortung und die Förderung von Recycling definiert. „Deutschland verfügt auf diesem Gebiet über eine hohe Expertise. Wir wollen die deutsche Praxis kennenlernen und sehen, wo man Fehler vermeiden kann“, erklärt Mackenney.

„Wie haben sie erreicht, dass sich die Bürger nicht gegen die Gebühren gestellt haben?“, wollte Ximena González Rosa wissen. „Bei uns ist die öffentliche Abfallentsorgung eine Aufgabe der Daseinsvorsorge und gesetzlich geregelt“, erklärte Lutz Pätzold. In Chile sei die Situation eine ganz andere, für Müll wird nicht bezahlt, er wird einfach auf die Halde gebracht.„Die Chilenen müssen noch lernen, für den Müll zu bezahlen, den sie verursacht haben“, sagte sie. „Danke, dass sie sich die Zeit genommen haben. Wir als Botschaft wollen weiterhin den Kontakt aufrecht halten, um uns über das Thema auszutauschen“, sagte Francisco Mackenney.

Von Gerlinde Irmscher

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