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Dahme-Spreewald Besuchertour durch die BER-Baustelle
Lokales Dahme-Spreewald Besuchertour durch die BER-Baustelle
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00:18 16.07.2017
Zwischen dem Absperrgitter und dem Check-in-Schalter der Lufthansa im Erdgeschoss liegen noch viele verpackte Baumaterialien. Quelle: Fotos: Oliver Becker (3)
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Schönefeld

Menschenleer ist der künftige BER-Airport. Eigentlich sollten am Flughafen längst jedes Jahr über 25 Millionen Passagiere abgefertigt werden. Doch so lange die Bauarbeiten andauern, locken nur BER-Erlebnis-Touren die Gäste an. Seit 2006 waren schon mehr als 1,5 Millionen Besucher vor Ort – und das Interesse reißt nicht ab.

Check-in-Bereich ist Höhepunkt der Tour

Die Tour startet um 14 Uhr im Gebäude des Dialog-Forums. Zehn Euro, ermäßigt fünf Euro kostet der Eintritt. „Man hört immer nur von der Dauerbaustelle BER im Fernsehen. Das wollte ich mir selber vor Ort anschauen und Argumente von der anderen Seite hören“, sagt Peter Hartmann aus dem bayerischen Oberfranken. „Bereits letztes Jahr waren wir auf einer BER-Tour. Jetzt wollten wir einmal sehen, wie der Baufortschritt ist“, sagen Heinz und Sandra Müller aus Thüringen.

Mit dem klimatisierten Reisebus geht es quer über das 960 Hektar große Flughafengelände. Höhepunkt der Tour ist der Ausstieg im Hauptterminal und die Besichtigung des Check-in-Bereiches. In der großen luftigen Halle mit ausladender Glasfront stehen verteilt große quaderförmige Schalter mit einer Außenverkleidung aus schwer brennbarem Holzimitat. Überall liegen noch verpackte Baumaterialen herum.

Verpackte Materialien, geschlossene Läden, keine Arbeiter

Vieles sieht so aus, als könnte es schon bald in Betrieb genommen werden. Es riecht nach Farbe. Beim Gang durch die Abflughalle, in der die Rolltreppen und Gepäckbänder wie von Geisterhand einmal pro Woche betrieben werden, wandert der Blick über 150 Shops ohne Ware und die First-Class-Check-in-Insel von Lufthansa bis zur umstrittenen Kunstinstallation, der „Fliegende Teppich“. Der zieht sich in leuchtendem Rot an der Decke der Halle entlang. „Mit diesem Kunstwerk kann ich nichts anfangen“, sagt Ingrid Schmidt aus Berlin. Zwei kreisrunde Dachpfeiler entpuppen sich als Treppenhäuser für Dacharbeiter.

Im Untergeschoss wartet eine weitere Kunstaktion – verschiedene europäische Münzen sind in den Boden eingelassen. „Geld, das der BER braucht“, ist der Kommentar eines Besuchers

BER soll künftig mehr Passagiere abfertigen

„Die Kapazität ist unser größtes Problem. So wie der BER dasteht, ist er, wenn er jetzt eröffnen würde, zu klein“, sagt der Gästeführer. Daher bleibe vorerst der alter Schönefelder Flughafen in Betrieb, bis sich alles eingespielt habe. Bereits heute kümmere man sich um eine Erweiterung des BER – mit dem Bau eines weiteren Terminals T1-E light südlich vom Pier Nord für weitere sechs Millionen Passagiere oder mit weiteren Freiflächen zwischen den Start- und Landebahnen für Billigflieger ohne Landungsbrücke. Und die Passagierzahlen für Berlin zeigten steil nach oben: 33 Millionen waren es letztes Jahr – drei Millionen mehr in Schönefeld als noch 2015.

„Warum hat der BER noch nicht eröffnet?“, fragt ein Rentner. Langwierige bürokratische Genehmigungsverfahren, der Brandschutz, die Sprinkleranlage – so lautet die Antwort. Wegen Starkregens fällt der Gang auf das Flugfeld aus. „Es ist noch viel zu tun. Man sieht auf dem Flughafen auch gar keine Arbeiter. Da ist es kein Wunder, wenn alles so lange dauert, um die Bauarbeiten abzuschließen“, sagt Hartmann.

Von Oliver Becker

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