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Betreuer in der „Hölzi-Familie“

Engagement im Feriencamp Betreuer in der „Hölzi-Familie“

Die Auszubildende Lisa Gurlich und der Student Dominic Thiel sind Stammgäste im Kinder- und Jugenderholungszentrum am Hölzernen See. Als Kinder waren sie dort Jahr für Jahr im Ferienlager und heute sind sie ehrenamtliche Betreuer. Und das mit Vergnügen und Spaß.

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Lisa Gurlich und Dominic Thiel sind Betreuer im Theatercamp.

Quelle: Franziska Mohr

Gräbendorf. Während andere mit dem Rucksack quer durch Europa trampen oder mit dem Flieger in den Süden düsen, verbringen Lisa Gurlich und Dominic Thiel einen Teil ihres Urlaubs nun schon seit Jahren im Kiez am Hölzernen See. Sie arbeiten dort, ehrenamtlich wohlbemerkt, als Betreuer im Theatercamp. Und das Schönste daran ist, dass sie sich darauf schon monatelang vorher freuen. „Es ist einfach toll, wieder in der Hölzi-Familie zu sein“, sagt die 21-jährige Lisa, die eine Ausbildung zur Veranstaltungstechnikerin absolviert. Sie „opfert“ diese sieben Tage Urlaub gern, um mit den 23 Kindern des Camps binnen einer einzigen Woche ein kleines Theaterstück zu entwickeln und am Sonnabend vor den Eltern aufzuführen. Als diesjähriges Thema wählten Lisa sowie der 23-jährige Dominic Thiel das Thema „Leben“, hinter dem sich vor allem die Generationen vom Kind bis zum Senior verbergen. „Die Mädchen und Jungen erarbeiten das Stück selbst, wir verzichten auf jede Vorgabe“, erklärt der angehende Theaterpädagoge das Prinzip. Obwohl er schon seit fünf Jahren dabei ist, sei es immer wieder erstaunlich, mit wie viel Kreativität und Phantasie die Kinder ans Werk gingen.

Der Student ist Stammgast am Hölzernen See. Seit er als Sechsjähriger in die Schule ging, war er jedes Jahr dort im Ferienlager. „Trotz der Dimensionen hier sind die Mitarbeiter aus der Hobbybude, aus der Küche sowie die anderen Betreuer wie eine große Familie“, gerät Dominic Thiel ins Schwärmen. Für ihn war es daher ebenso wie für Lisa Gurlich fast ein nahtloser Übergang vom Teilnehmer zum Betreuer. Beide empfinden diese Arbeit als eine große Bereicherung, in der sie auch viel über sich selbst erfahren. Dabei gilt es durchaus mit den Kindern auch so manche harte Nuss zu knacken. Erst jüngst stand der Student vor einem Rätsel, weil im Mädchen-Zimmer das große Heulen ausgebrochen war. Unter Tränen erzählten die neun- und zehnjährigen Mädchen, dass sie sich alle in denselben Jungen verliebt hätten. „Da war guter Rat teuer“, sagt Dominic schmunzelnd. Auf Lisa warteten hingegen die Kinder mit dem großen Heimweh. Für sie hat die 21-Jährige immer einen kleinen Drachen dabei, der bisher jedes Heimweh lindern konnte. Dort draußen, frei in der Natur, erzählen einige Kinder allerdings auch so manches aus dem Innenleben ihrer Familien, das die beiden schon ins Grübeln bringt. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen, ist, wie Lisa und Dominic freimütig bekennen, manchmal gar nicht so leicht. Aber es gehöre zum Betreuer-Dasein dazu, ebenso wie die richtige Balance aus ein bisschen Verrücktheit, ein wenig Kindsein und großem Verantwortungsgefühl.

Von Franziska Mohr

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