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Dahme-Spreewald Konzert unterm Terminal-Dach
Lokales Dahme-Spreewald Konzert unterm Terminal-Dach
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20:37 13.08.2014
Der überdachte Terminalbereich bot reichlich Platz für Big-Band-Bühne, 2000 Sitze und Catering-Stände. Quelle: Uta Schmidt
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Schönefeld

Eigentlich wollte Karl Hentzschel am Sonntagnachmittag seinen Rasen auf der Datsche in Zernsdorf mähen. Aber dann brach der Berliner sein Vorhaben kurzerhand ab und machte sich auf den Weg zum BER. Sein Ziel: Das Konzert der Big Band der Deutschen Oper direkt vor den Toren des neuen Terminals. „Das ist doch ein Ereignis, das so schnell nicht wieder kommt. Und auf dem neuen Airport wollte ich mich nach all der Diskussion um den Brandschutz schon lange mal umsehen“, sagte er.

Brandenburgisches Sommerkonzert beliebter denn je

So wie der Senior aus Altglienicke nutzten am Wochenende mehr als 1800 Besucher die Gelegenheit, sich an einem schönen Sommerabend in ungewöhnlicher Umgebung an eingängigen Jazz-Klängen zu erfreuen. Zudem bot das „Brandenburgische Sommerkonzert“ einen Einblick in das umstrittene Megabauprojekt, wurden doch vor dem Musikgenuss auf der überdachten Zufahrt des Terminals Rundfahrten über das BER-Gelände angeboten und die Türen zur Abflughalle geöffnet.
1500 Karten waren bereits im Vorverkauf gefragt – so viele wie noch nie bei einem der ohnehin beliebten „Brandenburgischen Sommerkonzerte“, die sonst vor allem in Schlössern und Kirchen stattfinden.

„Heute können wir sehen, ob auch ein so großes Konzert an einem ungewöhnlichen Ort funktioniert. Ich bin schon auf die Akustik gespannt“, sagte Detlev Fricke, Mitglied im Konzert-Förderverein und Mitgründer der Veranstaltungsreihe. „Die überdachte Halle des Terminals ist genial“, schwärmte Fricke. Am Vortag habe er ein Konzert in der Luckauer Nikolaikirche und damit in einer ganz anderen Atmosphäre gehört. Genau das mache den Reiz der Veranstaltungsreihe aus.

Was hat Sie zur Veranstaltung gelockt?

„ Die Akustik unter dem Vordach des Terminals ist großartig, die Atmosphäre stimmt. Eine gute Idee der Veranstalter.“ Detlev Fricke, Berlin Quelle: Uta Schmidt
„Ich bin Jazz-Fan und wollte mir das Big-Band-Konzert in dieser Kulisse und eine BER-Rundfahrt nicht entgehen lassen.“ Sascha Kaden, Königs Wusterhausen Quelle: Uta Schmidt
„Ich bin wegen des Flughafens und des Konzerts gekommen. Als Bauleiter verstehe ich die vielen Fehler nicht.“ Karl Hentzschel, Berlin

Mit Musik auf der Terminalzufahrt abheben

Am Sonntag hieß es „Abheben mit Musik“ auf der Terminalzufahrt. Und Flughafenchef Hartmut Mehdorn blieben auch bei dieser Gelegenheit Fragen nach dem baldigen Eröffnungstermin nicht erspart. „Weitere Konzerte sind nicht vorgesehen. 2017/2018 soll vom Terminal geflogen werden“, antwortete er vielsagend. Dies sei ein „einmaliges Ereignis vor einer großartigen Kulisse“. Bei weiteren Konzertanfragen würde der Flughafen aber einen geeigneten Platz finden. Mehdorn brachte den „Willy-Brandt-Platz“ vor dem Terminal als Konzertstätte ins Gespräch. Er freute sich über den großen Zuspruch der Besucher.

Sommerkonzerte

Das erste Konzert in der Reihe „Brandenburgische Sommerkonzerte“ fand 1991 in Luckau statt.
Jährlich veranstalten die Mitglieder des Fördervereins, des Kuratoriums und die Geschäftsleitung bis zu 30Konzerte in Berlin und Brandenburg. Ergänzt werden diese durch Lesungen und Führungen.
Der Flughafen in Schönefeld war erstmals Kulisse für ein Sommerkonzert. Ebenso gastierte die Bigband der Deutschen Oper Berlin erstmals im Rahmen der Konzertreihe.
Weitere Informationen: www.brandenburgische-sommerkonzerte.de 

Einige wollten die Gelegenheit nutzen, mit dem Manager ins Gespräch zu kommen. So auch Matthias Koeppel. Er hatte als Geschenk ein eigenhändig gemaltes Ölbild mitgebracht. Der „Berliner Stadtmaler“ erzählte, dass seine Bilder aus sechs Jahrzehnten derzeit im Berliner Ephraim-Palais zu sehen seien. Er hatte Mehdorn mit Feuerwehrhelm vor dem Terminal unter dem Titel „Brandschutzexperten überprüfen die Entrauchungsanlage“ porträtiert. „Es wird ja so viel über den Brandschutz auf dem Flughafen geredet“, so der 77-Jährige über sein Werk, das er aber an diesem Tage nicht los wurde. „Heute geht es uns ausschließlich ums Konzert“, kommentierte Flughafensprecher Lars Wagner die Absage.

„Wir freuen uns, dass wir heute zumindest musikalisch den Flughafen eröffnen können“, sagte Big-Band-Mitglied Sebastian Krol. Das Jazzkonzert an diesem Ort werde Geschichte schreiben. Das bestätigte auch Klaus Köhler aus Berlin: „Daran werden wir uns sicher erinnern, wenn wir hier einmal abheben sollten. Zur Fertigstellung gibt es keine Alternative. Das ist uns heute klar geworden“.

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Von Uta Schmidt

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