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Dahme-Spreewald Bilder von Ronald Paris im Bürgerhaus
Lokales Dahme-Spreewald Bilder von Ronald Paris im Bürgerhaus
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22:15 03.04.2016
Ronald Paris, Laudatorin Gerlinde Förster und Gerd Bandelow vom Kulturbund Dahme-Spreewald (v. l.) freuten sich über die große Resonanz zur Eröffnung. Quelle: Heidrun Voigt
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Königs Wusterhausen

Wer die Ausstellung von Ronald Paris (82) in der Galerie im Bürgerhaus in Königs Wusterhausen besucht, wird zu einer Spurensuche mit allen Sinnen eingeladen. Der Künstler gibt den Landschaften in seinen Bildern einen Rhythmus, bringt sie in Dur- und Moll-Akkorden zum Klingen. Er eröffnet intime Räume der Zwiesprache. Auf diese Zwiesprache weist auch der Titel der Schau hin: „Im Dialog mit der Landschaft“. Der dramatisch expressive Himmel über „Port Soller nach dem Sturm“, unter ihm die hellen Fischerboote und zerzausten Palmen, oder die mäandernde weiße Burg in „Vista de Cuevas“, beschirmt von olivgrünen, sonnendurchbrochenen Wolken – Paris’ Landschaften sind assoziationsreich und magisch.

Der Andrang zur Ausstellungseröffnung am Freitagabend war riesig. Das freute die Initiatoren des Kulturbundes Dahme-Spreewald. Die promovierte Kunstwissenschaftlerin Gerlinde Förster lobte in ihrer Laudatio Paris’ „kraftvolle Opulenz in Farben und Formen“. „Er bewahrt den Respekt vor der Natur, bewahrt die Werte der Kunstgeschichte, ohne Furcht als konservativ zu gelten“, sagte sie. Förster machte auch biographische Anmerkungen zu dem 1933 in Sondershausen geborenen Maler, der an der Kunsthochschule Weißensee studierte, die Berliner Sektion des DDR-Künstlerverbandes viele Jahre leitete und in den Neunzigern eine Professur an der Burg Giebichenstein innehatte.

Insgesamt 24 Ölbilder und acht Bleistiftzeichnungen sind in Königs Wusterhausen bis 1. Mai dieses Jahres zu sehen. Die meisten Arbeiten sind nach Reisen in den Süden Europas in den vergangenen fünf Jahren entstanden. „Toll, ganz großartig die Werke. Und die Laudatorin hat die Bilder verbal zum Sprechen gebracht“, schwärmte Karl-Heinz Kochstädt. Kirsten Hüttenrauch, die Paris’ Kunst schon aus DDR-Zeiten kennt und schätzt, meinte: „Ich bin überrascht, wie sich seine Arbeiten von den früheren unterscheiden. Dass er in seinem Bild ,Charons Boote im Mittelmeer’ die Flüchtlingsthematik aufgreift, finde ich gut.“ „Charons Boote im Mittelmeer“ ist das jüngste Werk des Künstlers und wird erstmals öffentlich gezeigt. Der düstere Fährmann aus der griechischen Mythologie, der die Toten zum Hades bringt, hat verzweifelte Flüchtlinge in seinem übervollen Boot.

Eine der ältesten Besucherinnen zur Vernissage war Käthe Seelig. Die hundertjährige Rangsdorfer Schriftstellerin gratulierte Paris zu seiner Ausstellung. „Ich freue mich, hier sein zu können. Ich schätze seine Kunst sehr. Wir sind befreundet und Nachbarn“, sagte die alte Dame.

Am 9. April gibt es im Rahmen der Ausstellung ein Hang-Konzert mit Wolfgang Ohmer, am 16. April eine Lesung mit Andreas Ulrich und am 17. April ein Galeriefrühstück, bei dem die Besucher mit dem Künstler ins Gespräch kommen können.

Von Heidrun Voigt

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