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Dahme-Spreewald Bildungsminister stellt sich Schüler-Fragen
Lokales Dahme-Spreewald Bildungsminister stellt sich Schüler-Fragen
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00:30 06.09.2015
Leon Sommerfeld, 12. Klasse (r.), diskutiert mit Günter Baaske (l.) über Vermittlung von Kompetenzen im Kurssystem. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Ein straffes Programm hatte am Dienstag Bildungsminister Günter Baaske (SPD): Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Ness besuchte Baaske verschiedene Einrichtungen in Königs Wusterhausen. So unter anderem die AWO-Integrationskita „Spielspaß“ und die Kita „Waldhaus“ in Kablow. Dort interessierte ihn, wie zufrieden die Kita-Erzieher und die Eltern sind, vor allem in der Frage, für wie viele Kinder ein Erzieher verantwortlich ist.

Bevor Baaske nachmittags dem „Netzwerk gesunde Kinder“ Dahme-Spreewald einen Besuch abstatte und dann beim Sommerfest der Frühförderstelle des Awo-Regionalverbandes Süd dabei war, stellte er sich im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium den Fragen der Schülerinnen und Schüler. In der einstündigen Fragestunde ging es in erster Linie um die Bildungspolitik im Land Brandenburg.

„Ich warte auf Ihre Fragen, wenn keine kommen, ich bin Mathe- und Physiklehrer, dann machen wir halt Kopfrechnen“, forderte Baaske die Gymnasiasten heraus. Diese hatten keine Scheu und überhäuften den Minister mit Fragen. Zum Beispiel, warum es drei Pflichtleistungskurse gibt (Deutsch, Mathematik und Englisch) und dazu noch zwei Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau, von denen eines ein naturwissenschaftliches Fach sein muss. Baaske erklärte, dass die Jugendlichen in Brandenburg ein vergleichbares Abitur mit dem anderer Bundesländer haben sollen: „Abitur heißt ein möglichst breites Wissen und es wird erwartet, dass Sie gesellschaftwissenschaftlich und naturwissenschaftlich ausgebildet sind“, so der Minister. Man sollte auch bedenken, dass viele in der 10. Klasse noch nicht wissen, was sie einmal werden wollen. Gerade dann sei es wichtig, dass sie die Schule mit einem breiten Allgemeinwissen verlassen.

Ob das 13-jährige Gymnasium je wieder eingeführt werde? „Die Debatte führen wir jetzt nicht“, antwortete Baaske auf die Schüler-Frage und wies darauf hin, dass nach jahrelanger Diskussion die Entscheidung gefallen ist, das Abitur am Gymnasium in zwölf Jahren zu machen. Dazu gebe es in Brandenburg Alternativen wie die Gesamtschule. Dort werde die allgemeine Hochschulreife nach 13 Jahren erreicht: „Wir haben lange genug rumgedoktert und jetzt einen Stand erreicht, wo es wichtig ist, dass endlich Ruhe reinkommt. Die Lehrer und auch Schüler sollen sich darauf verlassen können, dass sich nicht ständig etwas ändert“, erklärte Baaske. Aber wie könne er das garantieren, wenn eine neue Regierung kommt, die dann etwas anderes will? „Wir bauen auf Beständigkeit und gewachsene Strukturen“, erwiderte Günter Baaske.

Von Gerlinde Irmscher

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