Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 8 ° Sprühregen

Navigation:
Bildungsminister stellt sich Schüler-Fragen

Baaske in Königs Wusterhausen Bildungsminister stellt sich Schüler-Fragen

Bildungsminister Günter Baaske von der SPD stellte sich jetzt den kritischen Fragen von Gymnasiasten aus Königs Wusterhausen zur Brandenburgischen Schulpolitik. Die Diskussion war Teil einer ganzen Tour des Ministers durch die Stadt.

Voriger Artikel
MAWV kündigt Dialog auf
Nächster Artikel
Neues Programm vorgestellt

Leon Sommerfeld, 12. Klasse (r.), diskutiert mit Günter Baaske (l.) über Vermittlung von Kompetenzen im Kurssystem.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Ein straffes Programm hatte am Dienstag Bildungsminister Günter Baaske (SPD): Gemeinsam mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Klaus Ness besuchte Baaske verschiedene Einrichtungen in Königs Wusterhausen. So unter anderem die AWO-Integrationskita „Spielspaß“ und die Kita „Waldhaus“ in Kablow. Dort interessierte ihn, wie zufrieden die Kita-Erzieher und die Eltern sind, vor allem in der Frage, für wie viele Kinder ein Erzieher verantwortlich ist.

Bevor Baaske nachmittags dem „Netzwerk gesunde Kinder“ Dahme-Spreewald einen Besuch abstatte und dann beim Sommerfest der Frühförderstelle des Awo-Regionalverbandes Süd dabei war, stellte er sich im Friedrich-Wilhelm-Gymnasium den Fragen der Schülerinnen und Schüler. In der einstündigen Fragestunde ging es in erster Linie um die Bildungspolitik im Land Brandenburg.

„Ich warte auf Ihre Fragen, wenn keine kommen, ich bin Mathe- und Physiklehrer, dann machen wir halt Kopfrechnen“, forderte Baaske die Gymnasiasten heraus. Diese hatten keine Scheu und überhäuften den Minister mit Fragen. Zum Beispiel, warum es drei Pflichtleistungskurse gibt (Deutsch, Mathematik und Englisch) und dazu noch zwei Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau, von denen eines ein naturwissenschaftliches Fach sein muss. Baaske erklärte, dass die Jugendlichen in Brandenburg ein vergleichbares Abitur mit dem anderer Bundesländer haben sollen: „Abitur heißt ein möglichst breites Wissen und es wird erwartet, dass Sie gesellschaftwissenschaftlich und naturwissenschaftlich ausgebildet sind“, so der Minister. Man sollte auch bedenken, dass viele in der 10. Klasse noch nicht wissen, was sie einmal werden wollen. Gerade dann sei es wichtig, dass sie die Schule mit einem breiten Allgemeinwissen verlassen.

Ob das 13-jährige Gymnasium je wieder eingeführt werde? „Die Debatte führen wir jetzt nicht“, antwortete Baaske auf die Schüler-Frage und wies darauf hin, dass nach jahrelanger Diskussion die Entscheidung gefallen ist, das Abitur am Gymnasium in zwölf Jahren zu machen. Dazu gebe es in Brandenburg Alternativen wie die Gesamtschule. Dort werde die allgemeine Hochschulreife nach 13 Jahren erreicht: „Wir haben lange genug rumgedoktert und jetzt einen Stand erreicht, wo es wichtig ist, dass endlich Ruhe reinkommt. Die Lehrer und auch Schüler sollen sich darauf verlassen können, dass sich nicht ständig etwas ändert“, erklärte Baaske. Aber wie könne er das garantieren, wenn eine neue Regierung kommt, die dann etwas anderes will? „Wir bauen auf Beständigkeit und gewachsene Strukturen“, erwiderte Günter Baaske.

Von Gerlinde Irmscher

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg