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Dahme-Spreewald Biografie über Angelika Schrobsdorff
Lokales Dahme-Spreewald Biografie über Angelika Schrobsdorff
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00:16 20.06.2017
Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat: Die Biografie über die Schriftstellerin erschien jetzt im be.bra Verlag. Quelle: Andrea Müller
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Pätz

Angelika Schrobsdorff – über die halbjüdische Schriftstellerin, die als Kind in Pätz ihre Sommer verbrachte, ist ein neues Buch erschienen. Es wurde Mittwoch im Bulgarischen Institut in Berlin präsentiert.

Bewegte Lebensgeschichte

Es trägt den Titel „Angelika Schrobsdorff – Leben ohne Heimat“ und ist eine erste Biografie über die Frau mit einer bewegten Lebensgeschichte zwischen einer Kindheit in Geborgenheit, die abrupt mit der Flucht vor Hitler im Exil in Bulgarien endete, und einem Hin und Her zwischen Jerusalem, Frankreich und schließlich auch wieder Deutschland. Beatrix Brockmann hat sie aufgeschrieben, während Rengha Rodewill Fotografien beisteuerte. Die Fotografin ist bekannt für ihre Arbeiten zum Beispiel über das DDR-Frauenzuchthaus Hoheneck. Brockmann lebt in den USA und ist Professorin im Department für Sprachen und Literatur an der Austin Peay State University in Tennessee.

Das Schrobsdorff-Haus im Hörningweg im Bestenseer Ortsteil Pätz. Die Zukunft des ehemaligen Kinderparadieses von Angelika Schrobsdorff steht in den Sternen. Es gibt derzeit vier mögliche Varianten. Quelle: Andrea Müller

Noch zu Lebenzeiten – Angelika Schrobsdorff starb im Jahr 2016 – wurde sie mit dem Buchprojekt bekannt gemacht, das von ihrem Sohn Peter sowie zahlreichen Briefen und Dokumenten aus dem Nachlass unterstützt wurde. Rengha Rodewill beschreibt schon im Vorwort das Staunen der Schriftstellerin darüber, dass nicht sie selbst ein Buch schreibt, sondern ein Buch über sie geschrieben wird. Das Staunen hält an – geht jedoch bei der Lektüre auf den Leser über.

Mitgerissen in den Strudel der Weltgeschichte

In sechs Kapiteln erfährt er nicht nur viel über ein bewegtes Leben, sondern wird mitgerissen in den Strudel der Weltgeschichte. Ein Entrinnen gibt es nicht – so wie es keines für Angelika Schrobsdorff gab. Hautnah spürt der Leser, wie es der noch sehr jungen Angelika ging, als sie aus der Geborgenheit im Vorkriegsdeutschland gerissen wurde und sich an ein bescheidenes Leben im fremden Bulgarien gewöhnen musste. Doch sie überlebte – als Halbjüdin in jener Zeit keine Selbstverständlichkeit. Gerade am Donnerstag wurde der 77. Jahrestag des ersten Transportes von Juden in das Konzentrationslager Auschwitz begangen. Der Holocaust – er überschattete das ganze Leben der Schriftstellerin, die nirgendwo wieder ein Zuhause fand, auch wenn sie sich lange in Jerusalem sehr wohl gefühlt hatte. Hier geht es vor allem um eine innere Heimat, ein Vertrauen, das mit der Judenverfolgung für immer verloren schien.

Porträt von Angelika Schrobsdorff und einige ihrer Bücher in der Bibliothek im Pätzer Schrobsdorff-Haus. Jetzt wird wohl die neue Biografie noch hinzukommen. Quelle: Andrea Müller

Mit der Biografie über Angelika Schrobsdorff wird auch in Bestensee und Pätz wieder die Frage nach einem künftigen Schrobsdorff-Haus aufgeworfen. Ortsteilbürgermeisterin Annette Lehmann kann indes keine Neuigkeiten diesbezüglich nennen. „Es muss nun erst einmal, wie in der Gemeindevertretung beschlossen, durch die Ausschüsse“, sagte sie auf MAZ-Anfrage. Im Schrobsdorff-Haus im Hörningweg gibt es alle Bücher der berühmten Tochter des Ortes. Nun wird die Bibliothek sicher um ein Buch reicher.

Von Andrea Müller

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