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Blick hinter die Kulissen der Müllentsorgung

Niederlehme Blick hinter die Kulissen der Müllentsorgung

Auf dem Gelände des Recyclingshofes und der Müllaufbereitungsanlage in Niederlehme war am Sonnabend viel los. 2000 Besucher folgten der Einladung zum Tag der offenen Tür des SBAZV und zweier weiterer Entsorgungsunternehmen und warfen einen Blick hinter die Kulissen.

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So viele Besucher wie noch nie schauten sich beim Tag der offenen Tür in Niederlehme um.

Quelle: Uta Schmidt

Niederlehme. Begeistert kontrollierte der kleine Tom den Inhalt der Mini-Mülltonnen auf dem Recyclinghof in Niederlehme. Dabei beantwortete der Steppke die Frage richtig: Was gehört nicht in die gelbe Tonne? „Glas und Abfall“, sagte der Dreijährige pfiffig. Mama Nicole Freyer beschäftigten die Quizfragen der „Entdeckertour“ mehr. An acht Stationen war Wissen gefragt über Müllentsorgung, technische Anlagen und die Geschichte der drei Entsorgungsunternehmen Südbrandenburgischer Abfallzweckverband (SBAZV), Zweckverband Abfallbehandlung Nuthe-Spree (ZAB) und Kommunales Wirtschaftsunternehmen (KWU) Fürstenwalde. Als Dankeschön gab es Tragetaschen für die Großen und Seifenblasen für die Kleinen.

„Der Tag der offenen Tür ist eine gute Gelegenheit, sich einmal einen Überblick über die Müllentsorgung zu verschaffen und Antwort auf die Frage zu bekommen: Was passiert eigentlich mit unserem Müll? Das ist auch spannend für die Kinder, denen heute eine Menge geboten wird“, lobte Nicole Freyer die Offerten. Auch Touren im Führerhaus von Müllautos standen auf dem Programm.

Tag der offenen Tür wird immer beliebter

SBAZV-Verbandspräsident Lutz Pätzold freute sich über den großen Trubel auf dem Gelände des Recyclinghofs und der modernen Müllaufbereitungsanlage. „Wir haben um die 2000 Besucher gezählt. Das Interesse an unserer Entsorgungstechnik, den Fahrzeugen und Anlagen, aber auch an den vielen Spiel- und Sportangeboten ist so groß wie noch nie“, so Pätzold. Der Tag der offenen Tür, der letztmals vor fünf Jahren stattfand, würde als Gemeinschaftsveranstaltung der drei brandenburgischen Entsorgungsunternehmen, die den Müll der Einwohner aus drei Landkreisen entsorgen und 260 Menschen beschäftigen, immer beliebter. Dieses Jahr stand vor allem das zehnjährige Bestehen der mechanisch-biologischen Stabilisierungsanlage im Mittelpunkt.

Roland Ptak führte immer wieder Besuchergruppen durch die Anlage und erklärte die Trocknungs- und Aufbereitungsprozesse. „Der Müll kommt mit einer Restfeuchte von 46 Prozent in die Anlage“, so der Techniker. Durch Trocknungsverfahren weise dieser nach fünf Tagen nur noch einen Feuchtigkeitsgehalt von 17 Prozent auf und könne später als Brenn- oder als Baustoff verwendet werden.

„Geschenkemarkt“ kam bei Besuchern gut an

Die Besucher nutzten den Tag der offenen Tür nicht nur für den Blick hinter die Kulissen einer der modernsten Restmüllabfallanlage in Deutschland, sie nutzten auch die Möglichkeit, sich mit nützlichen Dingen wie Geschirr, Gläsern, CDs oder Büchern auf einem großen „Geschenkemarkt“ einzudecken. „Der ist neu und kommt gut an. Wer möchte, kann ausgediente Dinge mitbringen und anbieten, die zum Wegwerfen zu schade sind“, so Pätzold.

Von Uta Schmidt

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