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Dahme-Spreewald Blick über den Zaun erwünscht
Lokales Dahme-Spreewald Blick über den Zaun erwünscht
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00:32 13.06.2015
Vereinschef Gerd Lüdtke (l.) und Schnitzer Wigand Kubale bereiten die Gartentage vor. Quelle: Uta Schmidt
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Zeuthen

Mit großer Vorfreude bereiten die Gartenfreunde Zeuthen anlässlich des 33-jährigen Bestehens ihres Vereins die traditionellen Gartentage vor. „Viele Mitglieder aus unseren 197 Parzellen werden am dritten Juni-Wochenende auf den Beinen sein. Sie werden Kuchen backen, grillen, Kunsthandwerk, Trödel und seltene Pflanzen anbieten sowie über die Vielfalt in ihren Gärten reden“, kündigt der Vorsitzende des Gartenvereins, Gerd Lüdtke, an.

Nachdem die Gartenfreunde Zeuthen letztmals zum 30-jährigen Bestehen zu einem Gartentag eingeladen hatten, wird auch in diesem Jahr mit viel Trubel rund um das Vereinshaus an der Nordschranke in der Heinrich-Heine-Straße gerechnet. Denn die Parzellen der Laubenpieper sind die sprichwörtliche grüne Lunge der Gemeinde. Auf 60 000 Quadratmetern Grünland pflegen mehr als 200 Vereinsmitglieder nicht nur ein nützliches Hobby, sondern tragen auch einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung des Ökosystems bei. Besucher können in dieser öffentlich zugänglichen Anlage, die sich über vier Kilometer entlang des Flut- und Plumpengrabens bis nach Eichwalde erstreckt, immer wieder Neues entdecken.

Hintergrund

Ab 1982 wurden „Splitterflächen“ zur Anlage von Kleingärten entlang des Plumpengrabens und des Selchower Flutgrabens bereitgestellt.

Ende 1989 umfasste die Anlage insgesamt 197 Kleingärten auf sechs Teilflächen, sie sich von der Feuerwache in der Nähe des S-Bahnhofs bis an die Ortsgrenze von Eichwalde ziehen.

Der Kleingartenverein „Gartenfreunde Zeuthen“ wurde 1990 im Verband der Garten und Siedlerfreunde Königs Wusterhausen gegründet.

Die Gartentage beginnen am 20. Juni um 13 Uhr und enden am 21. Juni um 13 Uhr mit einem Frühschoppen.

Seit zwei Jahren kultiviert zum Beispiel Imker Alwin Bork Bienenvölker, die seitdem für eine üppige Bestäubung der Obstbäume und Blüten sorgen. „Damit die Bienen möglichst lange in der Saison Nahrung finden, denken wir über die Anlage einer Streuobstwiese mit zeitigen Blütenarten für die Bienen nach“, so Lüdtke. Imker Bork wird an den Gartentagen seine Arbeit vorstellen und über die Bedeutung der Bienen für die Umwelt sprechen.

Auch Schnitzer Wigand Kubale ist schon im Vorbereitungsfieber. Er schnitzt und bemalt Vögel nach Vorlage von Naturfotos. „Ich fertige Vögel an, die vor allem in unserer Anlage heimisch sind. Regelmäßig beteilige ich mich ja an den Vogelzählungen in Brandenburg und weiß genau, welche Arten in unseren Gärten vorkommen“, so Kubale. Er wird an den Gartentagen Ansprechpartner für die ornithologischen Fragen der kleinen und großen Besucher sein.

Diese grüne Oase mitten in Zeuthen entstand Anfang der 1980er Jahre durch die Siedlersparte Zeuthen, die damals den Startschuss für das Entstehen von sechs Teilflächen für Kleingartenfreunde gab. Die Gartenfreunde lassen sich seitdem gern über den sprichwörtlichen Gartenzaun blicken. Sie bepflanzten „Schaugärten“, in denen sich Bürger Rat zum Werkeln im eigenen Hausgarten oder in Mietergärten holen können. Ebenso sind ihre öffentlichen Informations- und Lehrvorführungen wie zum fachgerechten Baumschnitt, zur biologischen Schädlingsbekämpfung oder Anlage von Hochbeeten gefragt.

Zentrum des Geschehens ist ein schmuckes Vereinshaus, das im Jahr 2002 an der Heinrich-Heine-Straße entstand. Aber nicht nur dort werden die Gartentage am 20. und 21. Juni mit viel Musik, Spaß und Erkenntnisgewinn einhergehen. Mit dabei sind dann auch Partner aus dem Biogarten Prieros mit einem Informationsstand. „Begehrt bei Gärtnern und Besuchern werden sicher wieder viele gebrauchte Qualitätsgartengeräte von unserem Gartentrödelmarkt sein“, kündigt Gerd Lüdtke an.

Von Uta Schmidt

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