Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Börek und Tischtennis
Lokales Dahme-Spreewald Börek und Tischtennis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:00 23.05.2016
Eine Runde Tischtennis – ein wenig gebräuchliches Spiel in der arabischen Welt. Quelle: Heidrun Voigt
Anzeige
Wildau

In der Idylle an der Wildauer Friedenskirche bot sich am Samstag ein Bild, das ein bisschen an den Garten Eden erinnerte. Unter alten Bäumen, neben wildem Wein und Geißblatt gab es ein üppiges Buffet mit orientalischen Spezialitäten wie Börek und Manakish, aber auch Apfelkuchen, Kartoffelsalat und viel frisches Obst und Gemüse. Muslime und Christen saßen an langen Tischen und ließen es sich schmecken. Zu einem Tag der interreligiösen Begegnung waren etwa 50 Gäste aus Berlin-Neukölln in die Kirchengemeinde Zeuthen/Wildau gekommen, um gemeinsam einen schönen Tag zu verbringen und sich kennenzulernen.

„Die Polizei hat uns einen Bus mit Fahrer kostenlos zur Verfügung gestellt, dafür sind wir sehr dankbar“, sagte Elisabeth Kruse, die Beauftragte für interreligiösen Dialog und interkulturelle Arbeit im evangelischen Kirchenkreis Neukölln. Zu diesem Kirchenkreis gehören auch die Gemeinden Wildau und Zeuthen. Die Idee zu dem Treffen hatte Neuköllns Integrationsbeauftragter Arnold Mengelkoch. Elisabeth Kruse und Pfarrerin Cornelia Mix haben unter dem Motto „Wir sitzen alle in einem Boot“ die Initiative umgesetzt.

Das erste Mal Tischtennis

Zuerst besuchten die Gäste die Martin-Luther-Kirche in Zeuthen, bestiegen deren Turm und hörten ein Orgelkonzert. Dann ging es in den Wildauer Kirchgarten, wo die Pfarrerin mit Helfern aus der Gemeinde alles vorbereitet hatte.

Muslimische Frauen verrichten ihr Mittagsgebet im Gemeindehaus Wildau. Etliche bestiegen den Kirchturm. Einige probierten sich im Tischtennis aus, darunter Farzana Unger. „Es ist das erste Mal, dass ich spiele“, sagte sie. Die Pakistanerin lebt seit 16 Jahren in Deutschland und war eine von den zehn Stadtteilmüttern, die mit ihren Kindern nach Wildau gekommen waren.

„Die Stadtteilmütter besuchen Frauen mit Migrationshintergrund, helfen ihnen, sich hier zurecht zu finden und vermitteln konkrete Hilfen in deren Muttersprache“, erläuterte Mümüne Güccük. Die junge Türkin ist Ansprechpartnerin für das Modellprojekt, dessen Träger das Diakoniewerk Simeon ist. Die Stadtteilmütter erhalten eine Ausbildung und werden bei ihrem Einsatz sozialpädagogisch begleitet.

Wünsche auf Papierschiffchen

Neben den Stadtteilmüttern und Mitgliedern der Kirchengemeinde nahm auch eine Flüchtlingsfamilie an dem Treffen teil. Familie Salib aus Ägypten etwa, die seit zwei Jahren auf den Bescheid zu ihrem Asylantrag wartet. Die Salibs schrieben wie die anderen ihre Wünsche auf ein Blatt Papier und falteten daraus Schiffchen. „Es ist gut, dass man seine Wünsche so äußern kann, dann hat man sie immer vor Augen“, sagte Romanda Salib.

Mit Wildaus Ortschronistin Irmgard Hornung ging es über den TH-Campus und die Schwartzkopff-Siedlung Richtung Dahme. Dort setzten Muslime und Christen ihre Wunsch-Schiffchen ins Wasser. Anschließend fuhren sie mit dem Polizeibus nach Teupitz, wo sie eine Dampferfahrt machten. Pfarrerin Cornelia Mix verabschiedete die Gäste herzlich und lud sie ein wiederzukommen.

Von Heidrun Voigt

Sie sangen am See und in der Kirche, auf dem Schlosshof und am Markt: Rund 300 Sängerinnen und Sänger brachten am Sonnabend beim Chorfest ganz Teupitz zum Klingen. Mit dabei waren diesmal auch besonders viele junge Chöre – und einige, die nicht nur musikalische, sondern auch optische Reize boten.

23.05.2016
Dahme-Spreewald Extrem-Hindernislauf Xletix in Kallinchen - Dreckig, aber glücklich

Dreckiger geht’s nicht: Die Xletix-Games lockten mit ihrer unterhaltsamen und herausfordernden Mischung aus Crosslauf, Schlammschlacht und Dschungelprüfung mal wieder zahlreiche Teilnehmer nach Kallinchen (Teltow-Fläming). Denen blieb auf der Strecke aber auch wirklich nichts erspart. MAZonline zeigt die besten Bilder.

22.05.2016

Schreckmoment auf der Baustelle: Bei Arbeiten an einem Radweg in der Nähe von Friedersdorf ist ein Baggerfahrer auf eine noch sprengfähige Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestoßen. Sofort herbeigerufene Spezialkräfte des Kampfmittelräumdienstes fanden im fraglichen Bereich noch drei weitere Bomben. Alle konnten geborgen werden.

22.05.2016
Anzeige