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Brandschutzerziehung wird ausgebaut

„Spiel mit dem Feuer“ in Floriansdorf Brandschutzerziehung wird ausgebaut

Im Floriansdorf im Kiez Frauensee in Gräbendorf lernen Kinder seit Oktober 2014 den Umgang mit Feuer. Nun soll das Angebot ausgebaut werden. Am Mittwoch haben sich Bildungsminister Günter Baaske und die Landtagsabgeordneten Tina Fischer und Sylvia Lehmann (alle SPD) vor Ort ein Bild vom Angebot gemacht.

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Christian Schmidt (r.) erklärt Günter Baaske (SPD) die Wichtigkeit, Kinder auf den Notfall vorzubereiten.

Quelle: Philip Ziche

Gräbendorf. Mit mahnenden Sprüchen wie „Messer, Gabel, Schere Licht sind für kleine Kinder nicht“ versuchen Eltern häufig, ihre Kinder davon abzuhalten, mit Feuer zu spielen. Aber gerade das Verbot macht das Zündeln so interessant. Laut Christian Schmidt vom Kreisfeuerwehrverband Dahme-Spreewald haben viele Kinder den Bezug zu Feuer verloren und sehen es hauptsächlich als Gefahr. Das Floriansdorf im Kiez Frauensee soll die Kinder dem Feuer wieder näher bringen und gleichzeitig den Brandschutz fördern. Nun soll das Angebot erweitert werden. Dazu besichtigte Bildungsminister Günter Baaske am Mittwoch in Begleitung der Landtagsabgeordneten Tina Fischer und Sylvia Lehmann (alle SPD) das Areal in Gräbendorf.

Christian Schmidt führte die Anwesenden nach einem einführenden Film über das Gelände und präsentierte Baaske das Lernangebot des Floriansdorfes. Insgesamt gibt es drei Abteilungen, die sich mit verschiedenen Aspekten des Feuers und des Brandschutzes beschäftigen. Schmidt und Floriansdorf-Mitarbeiterin Inka Lumer erklärten in jeder Abteilung, was die Kinder dort lernen können und welche Ausbaumöglichkeiten es gibt. Den Steinzeitraum, in welchem die Ursprünge des Feuers erklärt werden, könne man auch für ein Geschichtsprojekt nutzen, so Schmidt. In einem anderen Raum lernen die Kinder, wie man mit Kerzen und offenem Feuer umgeht. „Viele Kinder haben noch nie ein Feuer gemacht“, sagt Schmidt. Das sei besonders zur Weihnachtszeit gefährlich, was auch Baaske aus seiner Kindheit gut kennt: Sein Vater war Feuerwehrmann und sei regelmäßig zu Weihnachten nicht da gewesen.

Die geplante Erweiterung des Floriansdorfes bezieht sich zum Teil auf den Inhalt, zudem soll das Angebot aber auch an Schulen herangetragen werden. „Das ist keine Einrichtung für den Landkreis, sondern für das Land“, sagte Tina Fischer. Das größte Problem sei die Anreise. Das Kiez Frauensee ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen und Schulen sind oft nicht dazu bereit, Busse zu bestellen, um die Schüler zum Floriansdorf zu bringen. Schmidt und Fischer schlugen vor, sich mit Busunternehmen in Verbindung zu setzen, mit denen man Schulklassen leichter zum Kiez Frauensee bringen könnte. So soll es für Schulen attraktiv werden, Klassenausflüge dorthin zu unternehmen.

Minister Baaske war vom Konzept und dem Angebot begeistert, gibt aber auch zu bedenken, dass die Anfahrt besonders für Kinder aus dem Norden Brandenburgs ein Problem darstellt. „Wenn die Anreise geregelt ist, können wir den inhaltlichen Ausbau in Betracht ziehen“, sagte er. Zudem müsse man Lehrern die Möglichkeiten der Anlage aufzeigen, damit diese das Lernangebot in ihren Unterricht integrieren.

Das Floriansdorf ist nicht dazu gedacht, den Brandschutzunterricht der Schulen zu ersetzen, sondern ihn zu ergänzen. „Hier kann das alles kompakter und umfangreicher gemacht werden“, sagte Baaske. „Es muss sich herumsprechen, was hier geboten wird.“

Von Philip Ziche

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