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Dahme-Spreewald Bürger in Bewegung
Lokales Dahme-Spreewald Bürger in Bewegung
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00:16 06.06.2017
Der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler, Swen Ennullat. Der 41-Jährige wohnt mit seiner Familie in Niederlehme. Quelle: Privat
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Königs Wusterhausen

Die umstrittene Kitasatzung der Stadt brachte im Herbst das Fass zum Überlaufen. Eine Gruppe engagierter Frauen und Männer aus Königs Wusterhausen wollte sich nicht mehr nur ärgern, sondern sich einmischen in die Stadtpolitik. Das war die Geburtsstunde der Freien Wähler Königs Wusterhausen, die sich als Werte- und Wählergemeinschaft versteht. Der gleichnamigen Partei in Brandenburg gehört die Gruppe nicht an. Es werden aber Kontakte gepflegt.

Neue Art von Politik

Angeschlossen hat sich den Freien Wählern unter anderem die Zernsdorfer Stadtverordnete Priska Wollein. Sie ist eine von rund zehn Teilnehmern, die zu den Beratungen kommen, auf denen die SVV oder die Ortsbeiräte vorbereitet werden. „Wir gehen die Themen Punkt für Punkt durch, bringen unsere Fragen und Vorschläge dann in den Sitzungen sein“, erzählt sie. Oft geschieht das in den Einwohnerfragestunden, weil die Freien Wähler noch keine Mandate haben. Doch genau diese Art von Politik wollen die Neulinge ohnehin mehr pflegen. „Basisdemokratisch in Inhalt und Stil, frei und unabhängig von Ideologien und Parteipolitik“, so heißt es im Programm. Die „Achtung und Stärkung des Bürgerwillens für sachorientierte Politik“ ist ein Hauptanliegen der Freien Wähler. Die Zahl der Unterstützer schätzt Wollein derzeit auf rund 60.

Krimiautor und Ex-CDU-Politiker

Der frühere CDU-Politiker und Krimiautor Swen Ennullat, zuletzt erschien der Thriller „Germanias Vermächtnis“, ist einstimmig von den Freien Wählern als Bürgermeisterkandidat für die Wahl am 24. September nominiert worden. Der 41-Jährge Niederlehmer ist verheiratet und hat drei Söhne, sie sind vier, sieben und elf Jahre alt. Er kennt die Verhältnisse im Königs Wusterhausener Rathaus gut. Er war zwei Jahre lang Fachbereichsleiter, musste den Posten wegen Differenzen mit dem Bürgermeister räumen. Inzwischen arbeitet der Diplom-Verwaltungswirt, der viele Jahre bei der Polizei tätig war, als Jugendamtsleiter beim Landkreis Teltow-Fläming.

Es braucht wieder mehr Wertschätzung

Ihm fehlt es an Wertschätzung in der Stadt. „Da wollen wir wieder hin.“ Eine moderne Verwaltung, transparente Entscheidungen, Bürgernähe – das sind Schlagworte, mit denen er in den Wahlkampf ziehen wird. Als Bürgermeister will er über den Tellerrand schauen. „Wir erfinden das Rad oft neu. Warum schauen wir nicht in anderen Kommunen in ganz Deutschland nach Beispielen?“, sagt er. Auf seiner Internetseite swen-ennullat.de nennt er zentrale Punkte seines Wahlprogramms, von der beitragsfreien Kinderbetreuung bis zur Stärkung des Ehrenamtes. Die Besonderheiten der Ortsteile will er fördern: „Auch das kann eine Gemeinschaft verbinden.“

Von Frank Pawlowski

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