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Bürgerfest an der Kastanienallee

Zeuthen Bürgerfest an der Kastanienallee

Zum Straßenfest hat der Verein „Für ein lebenswertes Zeuthen“ in die Kastanienallee nach Zeuthen geladen. Beim dem Fest wollen die Bürger miteinander ins Gespräch kommen.

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Beim Fest an der Kastanienallee.

Quelle: Christian Dederke

Zeuthen. Anlässlich des Festtags der offenen Gesellschaft fand am Sonnabend das Straßenfest in der Kastanienallee in Zeuthen statt. Veranstalter war der 2016 gegründete und aus der Bürgerinitiative „Tanke – nein Danke“ entstandene Verein „Felz – Für ein lebenswertes Zeuthen“.

Bürger wollen ins Gespräch kommen

Bei dem Straßenfest wollen die Veranstalter mit Bürgern ins Gespräch kommen. Was man im Ort verändern oder besser gemacht werden kann – alles das wurde an diesem Tag diskutiert. Der Verein wollte so Themen, Meinungen und Vorschläge sammeln, um sie über die Vereinsmitglieder in die Gemeindevertretung zu tragen. „Ich möchte ein zwangloses Beisammensein sehen. Die Bürger mitnehmen, das ging in letzter Zeit verloren“, sagte Sven Herzenberger, Gründungsmitglied – und beim Fest für die Musik verantwortlich.

Gesprächsthema an diesem Tag war die Verschmutzung des Grundwassers durch Altlasten sein. Die Stoffe sollen vom ehemaligen „VEB Narva Leuchtenbau“ stammen und auf dem Grundstück ins Erdreich gelangt sein. Das Grundwassernutzungsverbot wurde für Teile Zeuthens erweitert.

Nach Einschätzung von Experten wird es noch etwa 100 Jahre dauern, bis der leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoff (LCKW) verschwunden ist. Helge Albert, Sachgebietsleiter vom Umweltamt Untere Wasserbehörde und Robert Krowas, Sachgebietsleiter Untere Abfallwirtschafts- und untere Bodenschutzbehörde standen den Gästen Rede und Antwort. Als nächstes gehe es darum, Schäden im Erdreich zu lokalisieren.

Kaffeetafel lockt

Es ging bei dem Fest aber auch ganz entspannt zu. Am Nachmittag wurden Getränke, Kaffee und Kuchen angeboten. Zudem gab es Grillwürstchen und Bier vom Fass. Darüber hinaus fanden sich eine Tombola, Spiele für die Kinder, Kinderschminken, Tischtennis und einen Trödelmarkt auf dem Programm.

Gesprächsstoff zur Ortsentwicklung und anderen Themen bat der Verein den Besuchern ebenfalls. Um den Wegzug junger Menschen und die Überalterung der Gemeinde zu verhindern, müsste der Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken gestoppt und sozialverträglicher Wohnungsbau über eine eigens gegründete kommunale Wohnungsbaugesellschaft geschaffen werden, hieß es. Weitere Themen waren der Umweltschutz und die Flüchtlingshilfe.

Von Christian Dederke

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