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Bürgerhaus als Kunstgalerie

Kreative feiern Vernissage in Königs Wusterhausen Bürgerhaus als Kunstgalerie

Der Königs Wusterhausener Kulturbund wünscht sich ein Haus, in dem Maler, Musiker und Filmemacher gleichzeitig präsentieren können. Das Bürgerhaus "Hanns Eisler" wäre so eines. Dort haben sich am Wochenende einige Künstler vorgestellt.

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Antonio Fonseca Maravi aus Peru spielte im Bürgerhaus und wurde von Künstlerin Elke Schottmann begleitet.

Quelle: Uta Schmidt

Königs Wusterhausen. Das Bürgerhaus „Hanns Eisler“ in der Eichenallee hat alles, was ein Kulturhaus der Zukunft braucht: Räume für Galerien, für Konzerte, Theater und Film. Davon sind die Mitglieder des Kulturbundes Dahme-Spreewald überzeugt. Am Wochenende wurden dort Besucher und Künstler zur dreitägigen Aktion „Aus und Über – Kunst unserer Region“ eingeladen.

„Das Haus hat ein großes Potenzial. Darauf wollten wir aufmerksam und neugierig machen, bevor es wegen der Renovierung bis Ende des Monats schließt“, sagte Gerd Bandelow vom Kulturbund Dahme-Spreewald. Die Vereinsmitglieder freuten sich über das große Interesse an ihren Arbeiten. Mit dabei waren Maler, Musiker und Filmemacher. Zur Vernissage waren rund 60 Gäste gekommen, darunter auch Königs Wusterhausens Bürgermeister Lutz Franzke, der sich bei dieser Gelegenheit zur stärkeren Förderung der Kultur bekannte.

Neun Maler und Grafikerinnen stellten im Bürgerhaus rund 40 ihrer unterschiedlichen Werke vor und kamen mit zahlreichen Besuchern ins Gespräch. „In dieser Zusammensetzung haben wir uns das erste Mal zu einer Ausstellung zusammengefunden“, sagte Sabine Fiedler, die sechs fantasievolle Druckgrafiken beisteuerte. Mit Sigrun Pfitzenreuter, sie zeigte vier Acrylbilder mit Menschendarstellungen, diskutierte sie gern über die Arbeiten von Kollegen. Beide schätzen die Gemälde von Norbert Piechatzek, dessen Fensterbilder eine ungewöhnliche Perspektive auf die Natur eröffnen.

Interview mit Christiana Lücke

Die Vorsitzende des Kulturbundes Dahme-Spreewald ist mit der Ausstellung zufrieden und skizziert im Gespräch mit der MAZ weitere Pläne.
Seit wann gibt es die Galerie-Idee?
Bei der Sanierung des Bürgerhauses vor rund 20 Jahren war bereits eine Galerie geplant. Daran knüpfen wir seit eineinhalb Jahren mit den Visionen einer städtischen Galerie an.
Wie haben Sie das gemacht?
Wir haben eine Arbeitsgruppe mit Künstlern und Kunstinteressierten gegründet. Die hat mit einem Architekten ein Konzept für eine Galerie und einen Ort der Begegnungen erarbeitet. Die Ausstellung war der Auftakt.
Wie wurde die angenommen?
Wir hatten über 150Besucher und sind sehr zufrieden. Wichtiger als die Besucherzahl sind uns aber die Gespräche und Begegnungen, bei denen wir viel Wertschätzung erfahren haben.
Was hat Sie am meisten überrascht?
Die gute Resonanz auf den Film „Schwalbennest“ und die anschließende Diskussion. Das hat gezeigt, dass sich das Bürgerhaus als intime Spielstätte bestens eignet. Deshalb wollen wir die Kontakte zu Filmschaffenden ausbauen.
Und wie geht ihr Projekt weiter?
Ziel ist eine Stadtgalerie ab dem kommenden Jahr. Dafür haben wir bereits die Förderung einiger Veranstaltungen bei der Stadt beantragt. Bis zur Eröffnung ist noch viel Arbeit nötig.
Welche Bilanz zieht der Verein?
Wagnis und Anstrengungen haben sich gelohnt. Das ist wichtig, weil das Projekt nicht unumstritten bei Vereinsmitgliedern war. Wir danken allen Künstlern, die uns geholfen haben.

Interview: Uta Schmidt

Der Spannungsbogen der Kunstwerke in der Galerie reichte von beleuchteten Hinterglasmalereien von Alexa Wlachopulos über farbenfrohe Stadtansichten von Frank von Feilitzsch bis zu Landschaftsdarstellungen in erdigen Farben von Gerhard Mauermann. „Die Arbeitsgruppe Bildende Kunst des Vereins hat die Auswahl der Künstler und Werke unter dem Thema ‚aus der Region’ vorgenommen. Das Interesse an der Teilnahme war sehr groß“, fasste Gerd Bandelow zusammen. Stoff für die nächsten thematischen Ausstellungen im Bürgerhaus sei also reichlich vorhanden.

Über eine Neuauflage würde sich auch Besucherin Gisela Wagener freuen. „Ich bin Hobbymalerin und kann mir gut vorstellen, dass ins Bürgerhaus eine Galerie einzieht“, sagte die Frau aus Königs Wusterhausen. Dazu müssen aber zunächst die baulichen Voraussetzung im Ausstellungsraum des Bürgerhauses geschaffen werden. Dazu gehören Fensterverblendungen, das Einziehen von Wänden und eine neue, kleine Spielfläche.

Musiker aus der Region zeigten am Wochenende, wie sie das Flair des Hauses künftig mitprägen können. Zu ihnen gehörte der Peruaner Antonio F. Maravi, der mit Partnerin Elke Schottmann in das Reich der südamerikanischen Balladen entführte, ebenso wie Musikpädagogin Peggy Schumann mit Musikschülerinnen. Die junge Filmemacherin Caro Kadatz stellte ihr experimentelles Werk „Schwalbennest“ vor – einen Film, der im Schenkenländchen gedreht wurde und für reichlich Diskussion sorgte.

Von Uta Schmidt

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