Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald „Bürgermeisteramt ist die Schule des Lebens“
Lokales Dahme-Spreewald „Bürgermeisteramt ist die Schule des Lebens“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:07 06.07.2017
Der MAZ-Leserstammtisch mit Bürgern und Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD, 3. v. r.). Quelle: Fotos: Gerlinde Irmscher (2)
Zeuthen

Die Runde war überschaubar, aber sehr gesprächig. Beim MAZ-Leserstammtisch im Bürgerhaus in Zeuthen wurde angeregt über die Gemeinde diskutiert. Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) hatte viele Fragen aus dem Publikum zu beantworten und nahm etliche Hinweise ins Rathaus mit.

Gemeinsamer Schulneubau

Zunächst ging es um Themen, die sich bereits im Vorlauf zur Veranstaltung bei einer Leserumfrage abzeichneten, allen voran die angespannte Schulsituation mit ausgelasteten Kapazitäten, weiter steigenden Schülerzahlen und das Vorhaben eines gemeinsamen Schulneubaus mit den zwei Nachbarkommunen Eichwalde und Schulzendorf. „Wir haben andere Schülerprognosezahlen als das Land und eine überfüllte Schule. Mittel- bis langfristig brauchen wir einen neuen Schulbau gemeinsam mit den Nachbarkommunen“, sagte Burgschweiger. Die Kosten dafür lägen bei neun bis 15 Millionen Euro, da man auch den Bau eines Campus samt Turnhalle benötige. „Das können wir alleine als Gemeinde nicht stemmen“, sagte die Bürgermeisterin.

Die Bestrebungen von Eichwalde und Schulzendorf, zunächst eigene Anbauten zu realisieren, um die Kapazitäten ihrer Schulen kurzfristig zu erhöhen, seien nicht das Aus für das gemeinsame Projekt. Mit der Verwirklichung geplanter Wohnsiedlungen steige der Zuzug und damit der Bedarf an Plätzen in Bildungseinrichtungen. „Eichwalde und Schulzendorf müssen sich die Kinderzahlen daher immer wieder genau anschauen und werden voraussichtlich bald eine neue gemeinsame Schule brauchen“, sagte sie.

Brücke oder Tunnel am Forstweg

Auch eine niveaufreie Bahnquerung im Forstweg wurde diskutiert. Uwe Tegeler hätte sich gewünscht, dass sich die Bürgermeisterin stärker gegen einen Verkauf des Grundstücks im Forstweg an Jet ausspricht. Auch sei gerade das Waldgrundstück neben Jet nicht an die Gemeinde gegangen, sondern an einen privaten Bieter. Zudem seien die Abstandsflächen im Forstweg zu gering. Damit sei jede Möglichkeit genommen, noch eine Unter- oder Überführung zur Entschärfung der Gefahrensituation zu errichten.

Burgschweiger konterte, die Gemeinde habe kein Vorkaufsrecht beim Jet-Grundstück gehabt, da die Fläche zuvor der Bodenverwertungsgesellschaft des Bundes gehört habe und ein Bedarf der Gemeinde nicht angemeldet werden konnte. Beim Waldgrundstück hingegen würde sich die Gemeinde gegen eine Umwandlung in Bauland aussprechen und hätte weiter ein Zugriffsrecht, wenn ein Eigenbedarf angemeldet werden könne. Laut einer Machbarkeitsstudie aus 2012 seien auch weiter eine Brücke oder ein Tunnel im Forstweg realisierbar. Nun komme es auf Bahn und Landkreis an.

Leitbild, Müll, Bahnlärm und Bürgermeisterjob

Auf die Frage von Ralf Lenk nach einem Leitbild für Zeuthen antwortete Burgschweiger mit dem Gemeindeslogan: Wald, Wasser, Leben. Ein attraktives Wohnumfeld für Familien und Senioren – dafür stehe Zeuthen. Sie sagte zu, etwas gegen den Müll auf Kinderspielplätzen zu tun, ebenso den gestiegenen Lärm des Bahnverkehrs im Auge zu behalten. Nach einem vorläufigen Rückblick auf ihre Amtszeit als Bürgermeisterin gefragt, sagte Burgschweiger: „Das Bürgermeisteramt ist die Schule des Lebens. Wichtig war mir immer, die richtige Entscheidung für Zeuthen zu treffen.“

Von Oliver Becker

Nach Zeuthen und Schulzendorf beauftragt auch die Eichwalder Gemeindevertretung den Bürgermeister per Beschluss, sich für eine Satzungsänderung beim MAWV-Abwasserverband einzusetzen. Damit sollen Kunden von Hebeanlagen und Hauspumpwerken gleichgestellt und die Kosten für Instandhaltung und Wartung übernommen werden.

06.07.2017
Brandenburg Tote Kälber im Amt Unterspreewald - Experten-Gutachten entlastet den Wolf

Schnell geriet der Wolf in Verdacht: Bei Unterspreewald (Dahme-Spreewald) wurden Mitte Juni zwei tote Kälber entdeckt. Eines hätte sogar typische Bissverletzungen gehabt und an den Hinterkeulen sei das Fleisch bis auf die Knochen abgefressen gewesen, hieß es. Jetzt, zwei Wochen später, entlastet ein Gutachten den Wolf.

05.07.2017

Der bei Zossen aufgewachsene junge Schauspieler Tristan Göbel ist bald wieder im Kino zu sehen. Erst im Herbst begeisterte er ein großes Publikum als Maik in „Tschick“. In Kürze zeigt er im Berlinale-Beitrag „Helle Nächte“ von Thomas Arslan, welches Talent in ihm steckt.

08.07.2017