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Dahme-Spreewald Bürgerstiftung zieht erste Bilanz
Lokales Dahme-Spreewald Bürgerstiftung zieht erste Bilanz
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00:19 13.11.2017
Der Stiftungsvorstand zog Bilanz: Anne Keding, Thomas Schmidt, Knut Wischmann und Jörg Hammerschmidt (v.l.) beim öffentlichen Stammtisch am Mittwochabend in der Gaststätte Hoenckes Altes Wirtshaus am Kirchplatz. Quelle: Frank Pawlowski
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Königs Wusterhausen

Grundschüler aus Senzig nahmen am Donnerstag an einer Verhandlung des Königs Wusterhausener Jugendgerichts teil. Der Ausflug ist Teil des Anti-Gewalt-Projekts „Held oder Feigling“, das gerade in den Grundschulen der Stadt sowie an der Blindenschule angelaufen ist. Initiiert hat es die Bürgerstiftung Königs Wusterhausen. Für Vorstandsvorsitzenden Thomas Schmidt aus Zernsdorf ist es ein beispielhaftes Projekt. „Wir wollen Dinge anstoßen und gemeinsam mit anderen umsetzen“, sagte der 65-jährige Rentner am Mittwochabend vor dem öffentlichen Stammtisch der Stiftung in der Gaststätte Hoenckes Altes Wirtshaus am Kirchplatz.

Das vorweihnachtliche Singen am Königs Wusterhausener Bahnhof lockte im vorigen Jahr viele Besucher an. Am 11. Dezember gibt es eine Neuauflage. Quelle: Gerlinde Irmscher

Der ehrenamtliche Vorstand nahm den Termin zum Anlass, um eine erste Bilanz zu ziehen. Die Stiftung war vor knapp drei Jahren gegründet worden. Schmidt konnte einige Aktivitäten aufzählen. Bei Schlossfesten und bei der Höfe­nacht erbrachten Verkaufsstände einen Erlös von mehr als 2000 Euro. Mit dem Geld wurden Vorhaben der Bredow-Oberschule, einer Senioreneinrichtung des Arbeiter-Samariterbundes, des Heimat- und Museumsvereins sowie des Humanistischen Regionalverbandes unterstützt. Neben den Einnahmen aus eigenen Aktivitäten ist die Stiftung auf Spenden und auf Fördermittel angewiesen. Erträge aus dem Stiftungskapital stehen noch nicht zur Verfügung, wie Schmidt sagte. Als Erfolg erwies sich das

Stadtführung mal anders – 33 Teilnehmer erkundeten Königs Wusterhausen auf dem Fahrrad. Quelle: Bürgerstiftung

vorweihnachtliche Singen auf dem Bahnhofsvorplatz im vorigen Jahr. Am 11. Dezember wird es eine Neuauflage geben. Vorstandsmitglied Anne Keding berichtete, dass viele Besucher dort erstmals von der Bürgerstiftung hörten. Deshalb will der Vorstand das Anliegen und die Arbeit künftig noch bekannter machen. Helfer sind stets willkommen. „Wir brauchen auch Zeitspender“, sagte Anne Keding. Gemeint sind damit Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten wollen. Vorsitzender Thomas Schmidt lud außerdem die Ortsvorsteher zur Zusammenarbeit ein. „Wir agieren als Lobby für das Gemeinwohl in der gesamten Stadt“, sagte er.

Partner des erfolgreichen Anti-Gewalt-Projekts „Held oder Feigling“. Quelle: Gerline Irmscher

Hinter den Erwartungen zurück blieb mit sieben Teilnehmern das Ausbildungsprojekt für Jugendliche, das im vorigen Jahr durchgeführt wurde. Das Konzept soll überarbeitet, es sollen mehr lokale Firmen gewonnen werden. Sehr gut sei hingegen die Resonanz auf das Schüler-Projekt zur Gewaltprävention, das vom Land Brandenburg und der Stadt Königs Wusterhausen gefördert wird. Thomas Schmidt dankte den Schulen und der Jugendrichterin für die hervorragende Zusammenarbeit, ebenso den anderen, insgesamt 15 Partnern. Die Humanisten, den Kreissportbund und den Stadtjugendring hob er hervor. „Ohne deren aktive Beteiligung wäre das Projekt nicht umzusetzen gewesen.“

Bürger für Bürger

Die Bürgerstiftung Königs Wusterhausen wurde am 14. Januar 2015 gegründet und ist im Stiftungsverzeichnis des Landes registriert. In der Stiftung engagieren sich Bürger für Bürger. Gefördert werden Vorhaben, die im Interesse der Region sind.

Das Stammkapital liegt mit 47 000 Euro knapp unter der erforderlichen Mindestsumme von 50 000 Euro, die Gründung wurde dennoch betätigt.

Der ehrenamtliche Vorstand besteht aus vier Mitgliedern. Das zwölfköpfige Kuratorium, ebenfalls ehrenamtlich, entscheidet mit über die Mittelvergabe. Vorsitzende ist Sabine Timm.

Informationen und Kontakt auf www.buergerstiftung-kw.de

Bürgermeister Swen Ennullat (parteilos), er ist Schirmherr der Stiftung, regte beim Stammtisch die Übernahme von Patenschaften für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien an. Die Stiftung will das prüfen. Erneut aufgegriffen werden soll die Idee einer Schulbroschüre für den Heimatkundeunterricht in der Stadt

Der dritte Geburtstag der Stiftung wird am 14. Januar mit einem kleinen Festakt gefeiert.

Von Frank Pawlowski

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