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Bullenberg ist der Favorit für Schulneubau

Senzig Bullenberg ist der Favorit für Schulneubau

Die Grundschule in Senzig platzt aus allen Nähten, nun ist ein Neubau geplant. Unklar ist allerdings noch der Standort. Drei Fachausschüsse sprechen sich für den Bullenberg aus, obwohl die Kosten höher sind als am alternativen Standort. Nun muss der Hauptausschuss entscheiden.

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Die Schule ist auf Einzügigkeit ausgerichtet, was nicht ausreicht.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Senzig. Die Grundschule am Krimnicksee in Senzig platzt aus allen Nähten. Bereits zwei Klassen werden zweizügig unterrichtet, vorgesehen ist das nicht. Aufgrund einer Bevölkerungsprognose ist davon auszugehen, dass im Schuljahr 2024/25 durchgängig eine Zweizügigkeit besteht. Eine Situation, die die Grundschule Senzig nach aktuellem Stand nicht bewältigen kann. Eine Erweiterung oder ein Neubau ist nötig.

Der benötigte Platz, basierend auf der Raumprogrammempfehlung des Bildungsministeriums, beläuft sich auf eine Fläche von 5 750 Quadratmetern. Eine Doppelnutzung der Räume durch den Schul- und den Hortbetrieb soll hierbei verhindert werden – negative Auswirkungen werden befürchtet.

Mehrere Argumente gegen aktuellen Standort

Um einen möglichen Neubau zu verhindern, wurde daraufhin geprüft, inwieweit die bestehende Schule ausgebaut beziehungsweise saniert werden kann. In der Beschlussvorlage, die in den Gremien der Stadt Königs Wusterhausen diskutiert wurde, sind die Mitglieder zu dem Schluss gekommen, dass die Fläche des jetzigen Standorts zu klein ist, um den Anforderungen für einen Neubau gerecht zu werden. Hinzu kommt die Unterbringung der Schüler während der Bauarbeiten, um den Schulbetrieb wie gewohnt fortzuführen – ein zusätzlicher Kostenfaktor. Die für den Neubau gefundenen Standortalternativen befinden sich in der Chausseestraße 53 am Bullenberg und in der Ringstraße 28.

Ginge es nach der Verwaltung, so Kerstin Koffke von der Bauleit- und Flächennutzungsplanung der Stadt Königs Wusterhausen, fiele die Entscheidung zugunsten der Ringstraße aus. Die Verwaltung, so Koffke weiter, müsse darauf Rücksicht nehmen, welcher der beiden Standorte am wirtschaftlichsten, sprich am günstigsten ist. Der Bau in der Ringstraße ist mit 9,2 Millionen Euro laut Plan 2,5 Millionen Euro günstiger als die Alternative in der Chausseestraße.

Empfehlung für den Bullenberg

Beide Varianten wurden in drei Ausschüssen diskutiert. SPD-Abgeordneter Tobias Schröter resümiert, „dass Bildung jeden Cent wert ist“. Ganz zur Freude von Senzigs Ortsvorsteherin Renate Grätz, die sich in den Debatten passioniert für den Bullenberg ausgesprochen hatte. In der folgenden Abstimmung sprachen sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung einstimmig für den Bullenberg aus. Ebenso wie die Abgeordneten des Bildungs- und des Bauausschusses – trotz der höheren Kosten. Es ist „unterm Strich gesehen die zukunftsträchtigere Variante“, sagte Hannelore Gabriel (Wir für KW), bis dato Vorsitzende des Bauausschusses. Und Elke Voigt (SPD), stellvertretende Vorsitzende des Bildungsausschusses von Königs Wusterhausen, ergänzte, dass sich der finanzielle Mehraufwand den Kindern zuliebe lohnt.

Hintergrund

Der Neubau am Standort Bullenberg kostet 11,8 Millionen Euro. Die Alternative an der Ringstraße 9,2 Millionen Euro.

Gegen die Ringstraße sprechen das Wegfallen des Bolzplatzes, der durch private Mittel finanziert wurde, sowie die Wohnbebauung um das Schulgelände. Die gute Verkehrsanbindung für Fahrradfahrer und die Weiternutzung der sanierten Sporthalle sprechen dagegen für den Standort.

Gegen den Bullenberg sprechen die mögliche Beeinträchtigung des Rodelbergs und eine erforderliche Querungshilfe auf der Chausseestraße. Dafür sprechen wiederum die Weiternutzung des Bolzplatzes in der Ringstraße und die direkte Busanbindung, sofern die Haltestelle verlegt würde.

Doch bis es soweit ist und die Schule tatsächlich am Bullenberg gebaut werden kann, muss erst der Hauptausschuss von Königs Wusterhausen am 26. September sein abschließendes Votum fällen.

Die Leiterin der Grundschule, Sabine Kaszynski, wollte keinen Standortfavoriten benennen. Sie wünsche sich nur, dass die Schule an dem größten Platz errichtet wird. Denn dann, so mutmaßt sie, ist die Turnhalle direkt auf dem Gelände und nicht einen Fußweg von 10 Minuten entfernt, wie das derzeit der Fall ist.

Von Lisa Neumann

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