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Dahme-Spreewald Camper genießen die Idylle am Tonsee
Lokales Dahme-Spreewald Camper genießen die Idylle am Tonsee
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00:18 06.05.2017
Für Georg Bura ist der Campingplatz am Tonsee der schönste Platz der Welt. Quelle: Heidrun Voigt
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Bestensee

Die Glyzine vor der Tür trägt pralle Knospen. Tulpen, Vergissmeinnicht, Narzissen und Primeln stehen in den schönsten Farben. Zwischen all dem Bunt tummeln sich Schildkröte, Frosch und Igel – aus Keramik. Es ist eine kleine Idylle, die Georg Bura rund um seinem Wohnwagen auf dem Campingplatz am Tonsee in Bestensee geschaffen hat. Und drinnen sieht es einfach gemütlich aus. Im Vorzelt sind Küche und Wohnzimmer untergebracht. Ein kleiner Gasofen sorgt für Wärme, auf dem Boden liegt ein flauschiger Teppich, die Gardinen leuchten weiß. Der große Bildschirm des Fernsehers flimmert. Kaffeemaschine, Kühlschrank, Herd mit Backofen. Im Wohnwagen gibt es ein Doppelbett und einen kleinen Arbeitsplatz.

Georg Bura liebt sein Refugium am Tonsee. „Ab minus fünf Grad Celsius sind wir draußen. Jeder Tag hier ist wie im Bilderbuch“, schwärmt der berentete Berufschullehrer aus Berlin-Steglitz. Er erzählt, dass er mit seiner Lebensgefährtin seit zehn Jahren nach Bestensee kommt. Angefangen haben sie mit einem VW-Bus, jedes Wochenende kamen sie an den Tonsee. Irgendwann fragte der Chef der Ferienanlage, Manfred Prosch, ob sie einen Dauerplatz haben möchten. Da überlegte das Paar nicht lange. „Wir vermissen hier nichts gegenüber einer Wohnung – das ist nicht mehr das Neanderthal-Camping wie vor 30 Jahren“, stellt der Berliner fest.

Der Campingplatz ist idyllisch am See gelegen. Quelle: Heidrun Voigt

Georg Bura öffnet die Tür zu einem kleinen, grünen Container. „Mein Schuppen, hier findet sich alles, was der Mann braucht“, erklärt er. Der Dauercamper verweist darauf, dass im Winter natürlich das Wasser abgestellt sei, aber im festen Haus, wo eine Gaststätte, Ferienappartements und Sanitäranlagen untergebracht sind, hole er dann Wasser mit dem Kanister. Das Abwasser wird gesammelt und fachgerecht entsorgt. „In die Stadt fahren wir selten, nur wenn es eisig kalt ist, zum Wäschewaschen und für Arztbesuche.“ Auch das Kulturleben spielt sich draußen ab. Der 67-Jährige und seine Frau besuchen regelmäßig Konzerte in der Kreuzkirche und den Kavalierhäusern Königs Wusterhausen.

Etwa zehn Paare seien Dauercamper auf dem Platz, darunter auch Holländer, weiß Bura. „Sie genießen wie ich die allgegenwärtige Natur, die Tiere, die tollen Pilze im Herbst, den unberührten Schnee.“ Viele sitzen Weihnachten und Silvester um ein großes Lagerfeuer zusammen. Darüber hinaus gibt es gemeinsame Veranstaltungen. „Ich bin ein Natur- und FKK-Freund deshalb fühle ich mich auf dieser FKK-Anlage auch sehr wohl. Es ist hier ruhiger als anderswo und Du findest kein weggeworfenes Papierchen“, so Bura. Er lobt die Campingplatzverwaltung, das kostenfreie Internet und die einwandfreie Wasserqualität. „Als Camper bist Du ständig draußen. Man findet immer jemanden zum Quatschen. Jeder kennt jeden, man hilft sich gegenseitig“, sagt er. Beispielsweise verständigen sich die Dauercamper beim Pflanzen von Kräutern. Jeder bringt nicht alles in die Erde, sondern man tauscht sich aus – eine gute Sache, so Bura. Für den Dauercamper gibt es zwar keinen schöneren Ort als den Naturcampingplatz am Tonsee, aber Mitte Januar zieht es ihn für zwei Monate in den Süden. Dort mietet er eine Ferienwohnung und erkundet die Gegend. „Wenn das hier so weiter geht, ist das nicht gut für die Rentenkasse, die muss dann noch lange zahlen“, sagt Georg Bura und lacht.

Von Heidrun Voigt

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