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Carlos erobert am Neujahrstag die Welt

Achenbach-Klinik: 742 Kinder im Jahr 2015 geboren Carlos erobert am Neujahrstag die Welt

Der Kleine, der am Neujahrsmorgen um 10.44 Uhr im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen geboren wurde und damit das erste Baby des neuen Jahres ist, hat den Namen Carlos bekommen. Am Silvestertag wurden noch drei Babys zur Welt gebracht.

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Yvonne Palmdorf und Björn Beutke mit Sohn Carlos.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Es ist kurz nach 19 Uhr am Silvesterabend. Im Kreißsaal im Achenbach-Krankenhaus ist gerade nichts zu tun, und auf der Wochenstation sind die sechs Wöchnerinnen mit ihren Kindern gut versorgt. Für die diensthabende Ärztin Anke Helm, Schwester Kornelia Krüger, die Hebamme Veselina Haralampieva und Marlene Gutensohn, Hebammenschülerin, ist das ein guter Moment, sich zusammenzusetzen, um gemütlich die mitgebrachten Leckerbissen zu verzehren, Resümee über den Tag zu ziehen. Hochbetrieb gab es im Kreißsaal – drei „Silvesterkinder“ wurden geboren.

Ab und an klingelt es aus einem der Zimmer und flugs springt jemand auf, um nach dem Rechten zu sehen. „Kann ich noch mal schnell zehn Minuten runter gehen, meine Freundin ist da“, steht Janine Seiler in der Tür. „Na klar aber bringen sie uns den jungen Herrn Seiler vorbei, damit wir auf ihn aufpassen können“, so die Antwort von Marlene. Fynn kam am 28. abends um viertel neun zur Welt. Janine Seidel teilt sich das Zimmer mit Jessica Schmidt. Errechneter Geburtstermin von Töchterchen Fenja war der 1. Januar, aber sie zog es vor, ein „Silvesterbaby“ zu sein und kam am 31. morgens um halb acht zur Welt. „Es ist schon komisch, Silvester im Krankenhaus zu verbringen, aber auf der anderen Seite wiederum ist es ja ein sehr schöner Anlass“, sagt Jessica Schmidt, na, und die Knallerei stört auch nicht, da kann man ja einfach das Fenster zulassen. 742 Geburten gab es 2015 im Achenbach Krankenhaus. So viele waren es seit der Wende nicht.

Kornelia Krüger erinnert sich, schon so manche Silvesternacht auf der Wochenstation verbracht zu haben. Inzwischen sind es genau 40 Jahre, die sie hier arbeitet. „Es ist ein guter Ausbildungsbetrieb, ich bin gerne hier“, erzählt Marlene Gutensohn und würde am liebsten nach Beendigung ihrer Lehre im April hier arbeiten.

Eigentlich sollte Carlos ein Sonntagskind werden. Aber sicher hat er sich das Stürmische von Papa Björn Beutke abgeguckt, der für Eintracht Königs Wusterhausen kickt, und erblickt drei Tage zu früh als Neujahrsbaby um 10.44 Uhr das Licht der Welt – 3290 Gramm schwer und 51 Zentimeter groß.

Von Gerlinde Irmscher

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